DevOps für den Mainframe

Compuware übernimmt Virtualisierungstechnik von Standardware

| Redakteur: Ulrike Ostler

Auch auf dem Mainframe findet DevOPs statt - Behäbigkeit kann sich keiner mehr leisten.
Auch auf dem Mainframe findet DevOPs statt - Behäbigkeit kann sich keiner mehr leisten. (Bild: @ET1972 / Fotolia.com)

Compuware kauft die Assets des US-Unternehmens Standardware Inc., Anbieter für die Virtualisierung der Mainframe-Datenbanktechnik „IMS“. Im Großen und Ganzen dreht sich die Akquisition um schnellere, einfachere, günstigere Entwicklung und Tests von Mainframe-Systemen durch DevOps.

Die „Cope“-Technik von Standardware reduziert deutlich Zeit, Kosten und technische Schwierigkeiten für die Entwicklung und Tests von IMS-Systemen. Somit können Unternehmen, die sie einsetzen, ihre Agilität deutlich erhöhen, während sie weniger erfahrenen Mainframe Mitarbeitern die Durchführung IMS-bezogener DevOps-Aufgaben ermöglichen.

IMS bleibt eine wichtige Datenbank- und Transaktions-Management-Technologie für Aufzeichnungssysteme großer Unternehmen, insbesondere in Branchen wie Banken, Versicherungen oder der Luftfahrt. Durch ihre Stabilität, Zuverlässigkeit und Effizienz bei hohen Skalierungen ist sie als Backend-Ressource für Kunden-Apps mit hohem Datenverkehr wertvoll.

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22.03.16 - Bolide und Dinosaurier - es gibt eine Menge Bezeichnungen für Großrechner und nur noch zwei, pardon, eineinhalb Unternehmen, die Mainframes produzieren: IBM mit „zSystems“ und Fujitsu mit „BS2000“. Aber für Compuware heißt es: „Viele Technologien kommen und gehen, doch eine bleibt: Der Mainframe.“ lesen

Herkömmliche Ansätze für die Entwicklung und Tests von IMS-Systemen können aber sehr langsam, technisch anspruchsvoll und teuer sein. IMS-Umgebungen für die Anwendungsentwicklung mit dedizierten IMS-Regionen und -Datenbanken benötigen zudem viele Ressourcen. Dabei muss jede Ressource für jede Instanz definiert und kompiliert werden – in jeder Entwicklungs-, Test-, Trainings- und Systemintegrationsphase.

Dafür sind Datenbankadministratoren und Systemprogrammierer mit IMS-spezifischen Kenntnissen notwendig. Diese Tatsache aber bildet eine zunehmende Herausforderung angesichts des IT-Fachkräftemangels, welche bei Outsourcing von „z/OS“-Umgebungen noch verstärkt wird. Somit sind große Unternehmen oft weniger flexibel, als ihre kleinen Mitbewerber und können ihre IMS-Systeme nicht zur Erfüllung digitaler Anforderungen nutzen.

Integration der Cope-Produktlinie für die IMS-Virtualisierung

Durch die Übernahme der Assets inklusive der Cope-Produktlinie von Standardware will Compuware Unternehmen ermöglichen, virtuelle IMS-Umgebungen so zu entwickeln, wie sie es für unterschiedlichste Projekte benötigen. Dabei müssten sie keine kostenintensiven neuen IMS-Instanzen erzeugen oder Experten mit speziellem technischem Know-how einstellen, teilt das Unternehmen mit. Im Ergebnis profitierten sie von höherer digitaler Flexibilität auf allen Ebenen der Unternehmens-Architektur, vom Frontend bis zum Backend.

Cope ist bereits gut in „Compuware Xpediter“, eine Software zur automatisierten Fehlerbehebung, integriert. Im Gegensatz zu anderen Tools mit Single Threaded Architecture kann Xpediter innerhalb der virtualisierten Umgebung von Standardware weitgehend reibungslos genutzt werden.

Kunden profitieren unter anderem von folgenden Vorteilen

  • Deutlich bessere digitale Agilität für große, weltweit tätige Unternehmen, die ihre technischen Prozesse dringend verschlanken müssen
  • Höherer Business-Wert und Differenzierung im Wettbewerb durch die Nutzung IMS-basierter Daten und Anwendungslogik
  • Erfolgreiche Übergabe der Mainframe-Verwaltung auf eine neue Generation weniger erfahrener Mitarbeiter
  • Deutliche Senkung der Gesamtkosten für Mainframe-IMS-Anwendungen und -Daten

Geschwindigkeit im Mainframe-Markt

Das ist die dritte Akquisition, die Compuware in diesem Jahr tätigt. Die Akquisition der Cope-Assets folgt zudem auf die Entwicklung neuer Anwendungen sowie Partnerschaften, die Compuware in einer bislang im Mainframe-Markt ungewöhnlich hohen Geschwindigkeit vollzogen hat. „Cope ergänzt perfekt das bestehende Portfolio von Compuware bei Agile- und DevOps-Lösungen für den Mainframe“, sagt Chris O’Malley, CEO von Compuware.

„Wir haben bei Compuware eine agile, reibungslos funktionierende Business-Plattform erzeugt, auf der Transformationen beabsichtigt schnell geschehen. Wir werden weiterhin sicherstellen, dass unsere Kunden ihre Mainframe-Entwicklung, -Tests und -Prozesse modernisieren können, um die Wettbewerbsvorteile durch Größe und Schnelligkeit nutzen zu können.“

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