Digital-Universe-Studie von IDC

Das Datenvolumen in Westeuropa wächst jährlich um 30 Prozent

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Das Datenvolumen in Westeuropa schwillt bis 2020 auf fünf Zetabyte an - ein durchschnittliches Wachstum von 30 Prozent pro Jahr.
Das Datenvolumen in Westeuropa schwillt bis 2020 auf fünf Zetabyte an - ein durchschnittliches Wachstum von 30 Prozent pro Jahr. (IDC Digital Universe)

Der Datenbestand in Westeuropa verdoppelt sich alle zweieinhalb Jahre und wird bis 2020 auf fünf Zetabyte wachsen. Die Zahlen gehen aus der Digital-Universe-Studie von IDC hervor.

Um eine anschauliche Vorstellung vom explosionsartigen Datenwachstum zu vermitteln, helfen nur Vergleiche: Für das gesamte Datenvolumen, das bis 2020 in Westeuropas entstanden sein wird, bräuchte jeder Bewohner rund 12.000 USB-Sticks mit einem Gigabyte Kapazität. Bis dahin wird sich die gesamte Datenmenge laut der Digital-Universe-Studie von IDC von 538 Exabyte im Jahr 2012 auf fünf Zetabyte erhöhen.

Die Marktforscher veröffentlichten die Studie gemeinsam mit dem Sponsor EMC bereits im vergangenen Dezember. Jetzt liegen die Ergebnisse für einzelne Regionen vor. Die Entwicklung der Datenmenge in Westeuropa entspricht einer Verdopplung alle zweieinhalb Jahre oder einem durchschnittlichen Zuwachs um 30 Prozent pro Jahr.

Laut der Prognose werden 2020 nur noch 30 Prozent aller Daten weltweit in Westeuropa und den USA erzeugt. Die beiden Regionen steuerten 2005, als IDC die Studie zum ersten Mal erstellte, noch fast die Hälfte (49 Prozent) zur globalen Datenmenge bei. Künftig wird also der Anteil der Schwellenländer an der Produktion digitaler Informationen deutlich zunehmen.

58 Prozent private Daten

Aktuell werden 58 Prozent der Daten durch Privatpersonen erzeugt. Allerdings tragen Unternehmen für 80 Prozent aller digitalen Informationen Verantwortung. Der Grund für das scheinbare Paradoxon liegt darin, dass auch privat erzeugte Dateien im Laufe ihres Lebenszyklus' häufig in Unternehmensnetze gelangen, beispielsweise Fotos oder Videos, wenn sie in einem Portal hochgeladen oder einem Cloud-Speicher abgelegt werden.

Laut Einschätzung von IDC könnten Unternehmen derzeit knapp ein Drittel (28 Prozent) der Daten nutzen, wenn sie mit Schlagworten versehen und ausgewertet würden. Tatsächlich sind aber nur etwa drei Prozent dieser Daten verschlagwortet und noch weniger, nämlich 0,5 Prozent, werden analysiert. 2020 wird der Anteil der nutzbaren Informationen voraussichtlich bei 45 Prozent liegen, was einem 15-fachen Wachstum entspricht.

Big Data versus Datenschutz

Die IDC-Analysten empfehlen daher Unternehmen, Lösungen für Big-Data-Analysen zu implementieren. In Westeuropa müssten dafür allerdings die Möglichkeiten zur Speicherung und Auswertung von Daten mit dem hohen Bedürfnis an Informationssicherheit und Datenschutz in Einklang gebracht werden.

Von 2012 bis 2020 wird auch das Thema Cloud mehr Einfluss gewinnen. Während im vergangenen Jahr 17 Prozent der digitalen Informationen in Verbindung mit Cloud Computing standen, wird 2020 mit 42 Prozent fast die Hälfte aller Daten in der Cloud gespeichert oder verarbeitet werden. □

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