Geräteübergreifende Verwaltung von Speicherklassen

Datacore erweitert SANsymphony-V um automatisches Storage Tiering

02.08.2011 | Redakteur: Nico Litzel

Datacore bietet die Auto-Tiering-Funktion für SANsymphony-V bei Lizenzen größer 100 Terabyte kostenlos an. In mittleren Systemumgebungen schlägt die Zusatzoption mit 2.200 US-Dollar (derzeit rund 1.540 Euro) je Knoten zu Buche.

Datacore, spezialisiert auf Speichervirtualisierungssoftware, bietet ab August eine Hardware-unabhängige Auto-Tiering-Funktion für die SANsymphony-V-Plattform an. Diese verschiebt Speicherblöcke innerhalb virtueller Speicher-Pools automatisch anhand von definierbaren Benutzerregeln.

Mit der Auto-Tiering-Funktion in SANsymphony-V sollen sich neue oder bereits vorhandene Speicherressourcen effizienter Nutzen lassen: Daten mit einer hohen Zugriffsrate werden auf schnellen Speichermedien wie SSDs abgelegt. Daten, auf die nur selten zugegriffen wird, werden hingegen auf kostengünstige Massenspeicher (SAS, SATA) verschoben.

Anwender initiieren das Auto-Tiering, indem sie vordefinierten Regeln für die unterschiedlichen Speicherklassen auswählen. Im Anschluss daran identifiziert die Software automatisch die aktivsten Speicherblöcke und weist ihnen die Speicherklasse mit der höchsten I/O-Performance zu. Umgekehrt werden selten genutzte Informationen sukzessive auf kostengünstigere, langsamere Speicher verlegt.

Insbesondere die Verbreitung von Solid State Disks fördert eine effiziente Datenhaltung auf verschiedenen Speicherklassen. Allerdings kosten professionelle SSD-Speichersysteme das drei- bis zehnfache im Vergleich zu herkömmlichen Disk-Systemen, rechnet Datacore vor. Da erfahrungsgemäß auf etwa 50 Prozent der Unternehmensdaten bereits nach 60 Tagen nie mehr zugegriffen wird, müssen diese Daten bisher aufwendig klassifiziert und händisch auf geeignete Datenträger bewegt werden.

Die Auto-Tiering-Funktion automatisiert diesen Prozess – unabhängig von Speicherherstellern und Gerätemodellen. Pro Speicher-Pool lassen sich mit Datacores Lösung bis zu 16 Speicherklassen definieren.

„SANsymphony-V-Anwender profitieren unmittelbar vom Auto-Tiering, unabhängig davon, welche Hardware sie bereits im Einsatz haben“, verspricht Augie Gonzalez, Director Product Marketing bei Datacore. „Wir verfolgen beim Auto-Tiering den geräteunabhängigen Ansatz, ebenso wie wir dies bei Thin Provisioning, Caching, Spiegelung, Replikation, Snapshots oder CDP tun. Die Kosten bei der nächsten Speichererweiterung werden dadurch gesenkt.“

Auto-Tiering für SANsymphony-V ist bei Lizenzen größer 100 Terabyte ab sofort kostenlos verfügbar. In mittleren Systemumgebungen ist es als Zusatzoption für 2.200 US-Dollar (derzeit rund 1.540 Euro) je Knoten lizenzierbar.

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