CES 2017

Dell zündet Innovationsfeuerwerk in Las Vegas

| Autor / Redakteur: Klaus Länger / Rainer Graefen

Zu den CES-Neuheiten von Dell zählt der horizontale Touchscreen-Monitor Canvas.
Zu den CES-Neuheiten von Dell zählt der horizontale Touchscreen-Monitor Canvas. (Bild: Dell)

Auf der CES 2017 in Las Vegas hat Dell gleich eine ganze Reihe innovativer Produkte vorgestellt. Darunter den horizontalen Riesentouchscreen Canvas für Kreative, den All-in-One-PC XPS 27 mit 100-Watt-Audiosystem, einen 8K-Monitor und den weltweit kompaktesten 13,3-Zoll-Convertible.

Da sich neue Rechner nicht mehr einfach über etwas höhere Leistung verkaufen lassen, versuchen die Hersteller, das Interesse der Kunden durch neuartige Bedienkonzepte und besondere Ausstattungsmerkmale zu wecken. Einen ganzen Strauß innovativer Produkte hatte Dell auf der CES in Las Vegas im Gepäck.

XPS 13 2-in-1

Dell reagiert auf die steigende Nachfrage nach flexibel einsetzbaren Windows-10-Convertibles mit dem XPS 13 2-in-1. Das 13,3-Zoll-Notebook mit 360-Grad-Scharnier für das Display ersetzt das bisherige Clamshell-XPS-13 nicht, sondern kommt zusätzlich ins Programm. Laut Dell ist das XPS 13 2-in-1 das kompakteste 13,3-Zoll-Convertible auf dem Markt. Der Rahmen um das IPS-Panel mit Full-HD- oder QHD+-Auflösung ( (3.200 x 1.800 Pixel) ist nur wenige Millimeter dick. Das Gehäuse besteht des Convertibles besteht aus Aluminium und Kohlefasern, die Scharniere für den durch Gorilla-Glass geschützten Touchscreen aus Stahl. Daher wiegt der 13,3-Zöller laut Dell nur 1,24 kg.

Das Display unterstützt zudem die StifTBedienung mit dem optional erhältlichen aktiven Stift von Dell. Im Gegensatz zum herkömmlichen XPS 13 setzt Dell beim 2-in-1 nicht die 15-Watt-U-Versionen von Intels Core-Prozessoren der siebten Generation ein, sondern die Y-Varianten mit nur 4,5 Watt TDP und dafür geringerem Basistakt. Zur Wahl stehen der Core i5-7Y54 und der i7-7Y75. Der Arbeitsspeicher, Dell verwendet LPDDR3, ist entweder vier oder acht GByte groß. Als Massenspeicher dient beim Einstiegsmodell eine SATA-SSD mit 128 GByte Kapazität, bei den höherpreisigen Varianten eine PCIe-SSD mit 256 oder 512 GByte Speicherplatz. Laut Dell wird es auch eine Business-Version des Convertibles mit vPro-Unterstützung geben.

Als Schnittstellen stehen zwei USB-C-Ports und ein Micro-SD-Reader zur Verfügung. Einer der beiden Typ-C-Ports hängt an einem Thunderbolt-3-Controller. Für die Stromversorgung oder als DisplayPort-Anschluss können beide genutzt werden. Für ältere Anschlüsse bietet Dell als Zubehör einen Adapter und ein Thunderbolt-3-Dock an.

Der Einstandspreis für das bereits bestellbare XPS 13 2-in-1 liegt bei 1.399 Euro (UVP), die Core-i7-Top-Version schlägt mit 1.899 Euro (UVP) zu Buche.

Business-2-in-1-Tablets

Für professionelle Anwender bringt Dell zwei Latitude-Detachables mit 12,3 Zoll Display-Diagonale. Der Latitude 5285 2-in-1 verfügt dabei über ein Full-HD-IPS-Display, der 7285 über ein Sharp-IGZO-Panel mit 3K-Auflösung (2.880 x 1.920 Pixel), jeweils mit Touch- und Stifterkennung. Beide Geräte basieren auf Kaby-Lake-Prozessoren, der 5285 auf der U- und der 7285 auf der Y-Version, bieten optional PCIe-SSDs und LTE. Über einen USB-C-Anschluss mit Thunderbolt 3 verfügt nur der Latitude 7285 2-in-1. Er bietet als Besonderheit zudem die Möglichkeit des drahtlosen Ladens über eine Induktionsmatte und eine serienmäßige WiGig-Unterstützung. Im Keyboard-Dock ist hier zudem noch ein zweiter Akku für insgesamt 15 Stunden Laufzeit untergebracht. Beim Latitude 5285 2-in-1 ist WiGig für ein kabelloses Docking ein aufpreispflichtiges Feature.

Touchscreen für Creative

Mit dem 27-Zoll-Touchscreen Canvas will Dell wohl die selbe Käuferschicht der Kreativen erreichen, die Microsoft mit dem All-in-One-PC Surface Studio adressiert. Allerdings ist der Canvas kein eigenständiger Rechner, sondern ein reiner Touchscreen mit Mini-HDMI- , Mini-DisplayPort- und USB-C-Anschluss. Das Display mit QHD-Auflösung ersetzt auch nicht den herkömmlichen Monitor, sondern wird in horizontaler Position als zusätzliche Arbeitsfläche genutzt. Daher geht das unter einer Gorilla-Glass-Scheibe liegende IPS-Panel mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten auch nahtlos in einen breiten Rand über. Die Steuerung des Canvas erfolgt über 20-Punkt-Touch, einen Stift mit 2.048 Druckstufen und über Totems, Puck-förmige Eingabegeräte mit Button und Drehregler. Sie ähneln in der Funktion dem Surface Dial von Microsoft. Mit seiner Arbeitsweise führt der Canvas Ideen aus der 2014 präsentierten Smart-Desk-Konzeptstudie fort.

All-in-One-PCs mit zehn Lautsprechern

Mit dem All-in-One-PC XPS 27 und dessen Business-Ableger Precision 5720 All-in-One hält Dell mit ziemlicher Sicherheit den Rekord für die leistungsfähigste Audio-Anlage in einem All-in-One-Rechner. Insgesamt zehn Lautsprecher und ein Stereo-Verstärker mit 50 Watt pro Kanal hat Dell in die beiden Geräte gepackt. Die IPS-Displays beider Geräte liefern jeweils die 4K-Auflösung, optional auch mit Touch. Für eine bessere Touch-Bedienung kann das Display auch abgesenkt und in die Horizontale geneigt werden. Im Monitor sitzt zudem eine Windows-Hello-taugliche Kamera mit zusätzlichem Infrarot-Sensor und ein leistungsfähiges Mikrofon-Array für Cortana.

Beim XPS 27 nutzt Dell Desktop-Core-i5- oder i7-Prozessoren der sechsten Generation und eine AMD Radeon R9 M470X oder eine R9 M485X als GPU. Der Arbeitsspeicher kann bis zu 32 GByte groß sein. Beim Precision 5720 kommt ein Gespann aus Xeon-Prozessor und Radeon Pro zum Einsatz. Beim Massenspeicher besteht die Wahl zwischen HDDs bis zwei TByte Kapazität und PCIe-SSDs bis zu einem TByte Speicherplatz. Thunderbolt 3 ist ebenfalls an Bord. Damit bietet sich laut Dell vor allem der Precision 5720 All-in-One als optimaler Rechner für den Canvas an.

32-Zoll-Monitor mit 8K-Auflösung

Die vierfache Auflösung der 27 Zoll-Displays in den beiden neuen All-in-One-Rechnern kann der 32-Zoll-Monitor UltraSharp 32 Ultra HD 8K darstellen. Mit 7.680 x 4.320 Pixel und damit der 8K Auflösung bei 60 Hz liefert das IPS-Panel eine Pixeldichte von 280 ppi. Die maximale Helligkeit liegt laut Hersteller bei 400 Candela, dazu kommen 1,07 Milliarden darstellbarer Farben und 100 Prozent Abdeckung des Adobe-, sRGByte- und Rec709-Farbraums. Als Eingänge dienen zwei DisplayPort-1.3-Anschlüsse. Zudem ist ein USB-3.0-Hub eingebaut.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Schwesterportal IT-Business übernommen.

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