Interview mit Gerhard Unger über den Transport größerer Datenmengen über Remote-Verbindungen

Der Datentransport über gemietete Leitungen lässt sich optimieren

30.09.2011 | Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Rainer Graefen

Gerhard Unger, Regional Sales Manager CEE bei Silver Peak

Virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb über große Distanzen zu schwenken, ist einfach. Wesentlich aufwändiger ist es, gleichzeitig die Daten am Ziel bereitzuhalten. Durch die Zusammenarbeit von EMC und Silver Peak ist nun auch das kein Problem mehr.

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Storage-Insider.de: Wer ist Silver Peak?

Gerhard Unger: Silver Peak ist seit 2004 auf dem Markt mit Lösungen für das Datacenter und Datacenter-nahe Anwendungen.

Was sind denn Datacenter-nahe Anwendungen?

Gerhard Unger: Anders ausgedrückt: Wir bieten Produkte für die Beschleunigung von Remote-Office-Anwendungen ans Datacenter an. Das kann die Anbindung von Speichersystemen sein. Das schließt die Konsolidierung und Zentralisierung von Datenbanken, Anwendungen und Dateisystemen ein.

Was wären denn bekanntere Anwendungen?

Gerhard Unger: Wir sorgen z.B. für die Beschleunigung des ICA-Protokolls von Citrix und für RDP von Microsoft. Die moderne Variante davon läuft unter VDI, Virtual Desktop Infrastructure. Bei all diesen Anwendungen besitzt der Anwender nur noch ein Sichtgerät, die Anwendungen selbst werden zentral im Rechenzentrum gestartet und auch dort betrieben.

Damit das möglich ist, braucht man unsere Software, die für flüssige Datenströme sorgt.

Silver Peak sorgt also dafür, dass auch mehrere Anwendungen quasi parallel arbeiten können, ohne dass die eine der anderen die Bandbreite wegnimmt?

Gerhard Unger: Wir erleben seit Jahren eine Rezentralisierung im Rechenzentrum. Das vereinfacht das Datenmanagement auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ist dies erst möglich geworden durch ein zunehmendes Bandbreitenangebot der Carrier im Wide Area Network (WAN), das es ermöglicht, dass auch der Außendienstmitarbeiter oder die Zweigstelle ohne Wartezeiten mit der zentralen Datenbank arbeiten kann. Wie sich allerdings gezeigt hat, genügt es nicht, viel Bandbreite für deren WAN-Anwendungen bereitzustellen.

Kann ein Privatmann Vorteile aus der WAN-Optimierung ziehen, z.B. bei der Übertragung hochwertigen Bildmaterials für die Produktion eines Kalenders über das Internet? Das ist heutzutage ja noch schleppend langsam.

Gerhard Unger: Leider nein. Im Augenblick ist WAN-Optimierung eine symmetrische Lösung, das heißt sie muss auf beim Sender und beim Empfänger installiert sein. Aber das Beispiel, das Sie nennen zeigt exemplarisch mit welchen Problemen auch die Mitarbeiter in den Zweigstellen größerer Firmen zu kämpfen haben.

Was passiert denn eigentlich bei der WAN-Optimierung? Lässt sich das einfach beschreiben?

Gerhard Unger: Nun gut. Einfach ausgedrückt, besitzt der Anwender damit eine Art Pflaster, das zwar nicht die fehlende Bandbreite heilen kann, aber die vorhandene Bandbreite sehr effizient auslastet. Technischer ausgedrückt würde die Heilung darin bestehen ein neues Protokoll einzuführen, das IP auf Layer 3 und TCP wie UDP auf Layer 4 ersetzt.

weiter mit: Bandbreite wird gerne mit Durchsatz verwechselt

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