Interview mit Herbert Grau über Internnet Filesharing

Der Grau Dataspace will auch lokalen Fileservern Konkurrenz machen

| Redakteur: Rainer Graefen

Herbert Grau, Vorstand der Grau Data
Herbert Grau, Vorstand der Grau Data (Foto: Grau Data)

Die weltweite Kollaboration von Projektgruppen und Spezialisten entwickelt sich gegenwärtig zu einem größerem Problemfeld. Während früher die unzureichende Bandbreite der Hauptkritikpunkt war, wird heute sehr intensiv über den Schutz, die Synchronisierung und Versionierung mobil genutzter Unternehmensdokumente debattiert.

Storage-Insider: Was benötigen Unternehmen heute, wenn sie Daten zum weltweiten Austausch zur Verfügung stellen wollen?

Herbert Grau: Unternehmen benötigen eine Plattform, die einerseits eine granulare Administration für Zugriffsrechte erlaubt und andererseits Rechtssicherheit für sensible Daten bietet. Grau Dataspace 2.0 (GDS) vereint beide Anforderungen und ist für Unternehmen zudem hochskalierbar, um auch in großen Organisationen mithilfe nur einer Oberfläche einer großen Anzahl an Mitarbeitern und Geschäftspartnern kontrolliert Daten zur Verfügung zu stellen.

Storage-Insider: Die Sicherheit der Daten hat ein Unternehmen durch die Installation von Grau Dataspace im eigenen Rechenzentrum in der Hand. Wie sieht es mit der Sicherheit auf den externen Geräten und auf dem Datenweg aus?

Herbert Grau: Grau Dataspace verfügt über ein flexibles und anpassbares Sicherheitskonzept, um die Vertraulichkeit der Daten durchgängig zu gewährleisten. Realisiert wird dies durch Verschlüsselungsverfahren, wobei die Schlüssel im Unternehmen liegen. Hier kommen SSL und AES-256 zum Einsatz, die heute zu den sichersten Verschlüsselungsverfahren überhaupt zählen.

Storage-Insider: Unternehmen haben in vielen Fällen bereits ein Document Management oder Workflow System im Einsatz. Wie kann ein Unternehmen sicherstellen die bisherigen Investitionen nicht zu kannibalisieren oder gar ein undurchsichtiges Versions-Chaos von Daten zu verursachen?

Herbert Grau: Viele Unternehmen haben Systeme im Einsatz, die nicht von einer Filesharing-Lösung getrennt betrieben werden sollten. Um eine höchstmögliche Integration im Unternehmen zu schaffen, ist Grau Dataspace mit mehreren offenen Schnittstellen, wie WebDAV, CMIS und CIFS, ausgestattet. Über SOAP und JSON lässt sich Dataspace auf einfache Weise in beliebige Anwendungen integrieren, sodass Daten nicht an unterschiedlichen Orten in verschiedenen Versionen vorliegen.

Storage-Insider: In der Projektbearbeitung wird gerne Sharepoint eingesetzt. Kann man Data Space hier sinnvoll integrieren?

Herbert Grau: Wir integrieren mit LDAP und Active Directory im Thema Identity Management. Im Thema Filesharing ist der GDS eine Crossplattform Alternative zu Sharepoint. Wir können im Gegensatz zu allen anderen Lösungen zwischen verschiedenen Knoten auf Folder-Ebene serverseitig synchronisieren. Außerdem unterstützen wir diverse Storage Backends: Objectstore, Filesysteme und relationale Datenbanken.

In einer zukünftigen Version des GDS werden wir über einen CMIS Redirector das Lesen und Schreiben in CMIS Repositories wie z.B. Sharepoint, Opentext, Alfresco oder IBM Connections ermöglichen.

Alle Objekte im GDS werde mit einer UUID versehen und versioniert.‎ Somit können Replikations-Konflikte verhindert werden. Ein transparenter Zugriff auf die aktuelle Version eine Files kann auch über den in den Kern integrierten CIFS Service erfolgen. GDS kann somit auch als lokaler Fileserver fungieren.

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