Experton, Forrester und IDC zu Backup und Cloud

Derzeit herrscht Wild West bei der Datensicherung

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Rainer Graefen

Wildweststimmung beim Cloud-Backup
Wildweststimmung beim Cloud-Backup (Bild: ©-Brad-Pict---Fotolia)

Haben der Einsatz von Cloud- und In-Memory-Computing, virtuellen Desktops, Mobilgeräten oder Collaboration-Werkzeugen Auswirkungen auf die Backup-Strategien der Unternehmen? Wir haben die Analysten von Experton, Forrester und IDC nach ihrer Meinung dazu befragt.

„Die Menschen sind durcheinander, vor allem die Entscheider, weil jetzt beim Backup die Grenzen verschwimmen zwischen Backup-Strategien für das klassische Enterprise und für den Konsumerbereich“, fasst Carlo Velten, Senior Advisor der Experton Group AG, die Lage zusammen.

Ähnliches bemerkt Donna Taylor, Research Director EMEA Storage bei IDC: „Es geht zu wie im Wilden Westen. Die Leute kommen aus allen Richtungen und jeder hat seine dedizierte Meinung zum Backup. Die Unternehmen suchen nach Antworten und erhalten nicht eine, sondern von jedem eine – andere – Antwort.“

Das Device-Backup wird zur Herausforderung

Was die Unternehmen so verunsichert, wenn es um das Backup geht, liegt vor allem an den vielen Mobilgeräten, die unter dem Stichwort „Bring Your Own Device“ (BYOD) für Unternehmenszwecke eingesetzt werden und kaum mehr zu kontrollieren sind.

Rachel Dines, Senior Analyst, Serving Infrastructures & Operations Professionals bei Forrester Research, wartet dazu mit Zahlen auf: „Mehr als die Hälfte der Informationsspezialisten in den USA verwenden mehr als drei Devices für ihre Arbeit und 62 Prozent arbeiten während der Arbeitswoche an unterschiedlichen Standorten. Die Notwendigkeit, die Daten auf diesen Systemen zu sichern, steigt.“

Früher, so Dines, zwangen die Unternehmen ihre Mitarbeiter dazu, nichts auf ihren lokalen Geräten zu speichern, „alles musste im zentralen File-Server abgelegt werden“. Das funktioniert aber heute nicht mehr – auch, weil die mobilen Anwender nicht immer Zugang zum Internet oder Virtual Private Network (VPN) haben.

Wenn das zentrale Backup nicht mehr funktioniert…

„Problematisch ist es am Rand der Netze (Edge of Networks), wenn die Anwender anfangen, verschiedene Speicherdienste zu nutzen und die Unternehmen nicht mehr in der Lage sind nachzuvollziehen, was die Firma verlassen hat und was nicht“, beschreibt Experton-Analyst Velten eins der neuen Risiken.

Seiner Meinung nach ändert das aber nichts an der Tatsache, dass die klassischen Enterprise-Storage-Systeme weiterhin wie bisher genutzt werden, allerdings mit der Option auszulagern: „Das, was man früher Managed-Storage-Provider genannt hat, nennt sich jetzt Managed-Cloud-Storage-Provider oder Cloud-Backup-Dienstleister. Aber am Service, Teile des Storage an einen Dienstleister auszulagern, hat sich nichts geändert.“

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