Die Flächendichte der Harddisk ist unübertroffen

„Die Festplatte ist und bleibt unverzichtbar“

| Redakteur: Rainer Graefen

Mit Einführung der Perpendicular-Recording-Technik gelang es den Festplattenherstellern einmal mehr das "Gesetz" umzusetzen, wonach sich alle zwei Generationen die Anzahl der Bits verdoppelt. Aktuell muss die HD-Industrie jedoch das "Trilemma" aus Wärmelabilität, kleineren Magnetkörnern und Langzeitlesbarkeit überwinden. Erst mit der Umstellung auf Hartmagnete kombiniert mit einer bitpunktgenauen Hitzequelle bekommt das alte "Gesetz" wieder neue Gültigkeit.
Mit Einführung der Perpendicular-Recording-Technik gelang es den Festplattenherstellern einmal mehr das "Gesetz" umzusetzen, wonach sich alle zwei Generationen die Anzahl der Bits verdoppelt. Aktuell muss die HD-Industrie jedoch das "Trilemma" aus Wärmelabilität, kleineren Magnetkörnern und Langzeitlesbarkeit überwinden. Erst mit der Umstellung auf Hartmagnete kombiniert mit einer bitpunktgenauen Hitzequelle bekommt das alte "Gesetz" wieder neue Gültigkeit. (Western Digital)

Die Marktanalyse von Western Digial ist einfach: Wir sind ein Global Player und spielen in einem Markt von sieben Milliarden Menschen, 1,8 Milliarden Haushalten und einem weltweiten Umsatzvolumen von 70 Billiarden Dollar. Unsere Produkte sind unverzichtbar.

An mangelndem Selbstbewusstsein fehlt es Richard E. Rutledge, Senior Vice President Marketing bei Western Digital, anscheinend nicht. Sein Marktfokus ist global, Festplatten unverzichtbar und die Sorgen mancher technikgläubiger Zeitgenossen, ob Festplatten auch in Zukunft noch das Speichermedium Nummero 1 sein werden, teilt Rutledge keinesfalls.

Im Gegenteil: Storage ist die kritische Komponente für jedes Produkt, das entfernt etwas mit Informationstechnik zu tun hat. "Worauf sollte die Menschheit denn die wachsenden Datenmengen ablegen, wenn nicht auf Festplatten?", lautet seine Gegenfrage und Antwort

Spiel, Spaß und Business geht nur mit Speichertechnik

Nach WD-Zählung geben Menschen einiges von ihrem Einkommen für 4,3 Milliarden digitaler Gerätschaften aus. Die meisten Gadgets benötigen eine Festplatte, vor allem, wenn mehr als zwei Finger zur Bedienung notwendig sind. Auf die diversen Benutzerkreise herunter gebrochen, heißt das:

  • Benutzerzone 1 (Phone): Kunden kaufen jährlich ca. 2,4 Mrd. Geräte, die sich mit ein bis zwei Fingern bedienen lassen als da sind Mobilgeräte, Spielkonsolen, Kameras, Smartphones und MP3-Spieler.
  • Benutzerzone 2 (PC): Mehr als eine Milliarde Geräte wie Desktop-, Notebook-, Tablet-Computer, Thin Clients, eReader, USB-Laufwerke und Server werden pro Jahr erworben, die mit fünf bis zehn Fingern zu bedienen sind.
  • Benutzerzone 3 (TV): Etwa 750.000 Geräte werden im eigenen Haushalt eingesetzt. Optische Laufwerke, Spiel-Boxen, Flachbildschirme und Satellitenempfänger sorgen dafür, dass der Privatanwender unterhalten werden kann.

Und nur in Zone 1 werden mehr Halbleiterspeicher als Festplatten abgesetzt.

Western Digital ist für alle Benutzerkreise aktiv und kurz nach dem Start von MS Windows 8 im vierten Quartal 2012 erwartet Rutledge steigende Verkaufszahlen. Das Jahr 2013 soll neue Chancen für den Windows PC-Markt bringen und WD will umsatztechnisch neue Gipfel erklimmen.

Wer Flash sagt, sagt auch Festplatte

Sogar die NAND-konsumierenden Gerätschaften befördern WDs Umsatzwachstum. Kaum installiert Facebook ein neues Rechenzentrum, schon sind 100.000 Server und noch viel mehr Disk-Laufwerke verkauft, berichtet Rutledge.

Und noch ein schönes Detail zum Datenwachstum à la Facebook: Täglich werden 250 Millionen Fotos von Usern hochgeladen. Damit das System performant bleibt, kopiert Facebook jedes Foto in den vier verschiedenen Formaten groß, mittel, klein und Thumb auf seine Speichersysteme, so dass letztendlich eine Milliarde Fotos pro Tag gespeichert werden.

Damit diese Datenmenge auch hochverfügbar ist, werden alle Daten auf derzeit drei Rechenzentren repliziert. Das Unternehmen will aber noch in diesem Jahr ein Update auf fünf Rechenzentren vornehmen. So wächst der Speicherbedarf von Facebook täglich um den Faktor 21. „So stell ich mir ein ordentlich Geschäft vor“, witzelte der Marketing-Boss.

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