Studie der Gesellschaft für Konsumforschung

Die zehn Top-Tech-Trends für 2016

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Rainer Graefen

Einige, bereits etablierte Technologien, werden nach Einschätzung der GfK 2016 einen weiteren Schub erhalten, andere dagegen erstmals nachhaltig auf sich aufmerksam machen.
Einige, bereits etablierte Technologien, werden nach Einschätzung der GfK 2016 einen weiteren Schub erhalten, andere dagegen erstmals nachhaltig auf sich aufmerksam machen. (Foto: Audi)

Die Konsumforschungsgesellschaft Gfk präsentiert zehn Entwicklungen, die nach ihrer Ansicht die stärksten Auswirkungen auf Marken, Wirtschaft und die Gesellschaft haben werden.

Industrie 4.0 und Internet of Things werden auch in diesem Jahr weiter an Bedeutung gewinnen. Das geht aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung GfK hervor, die zehn Top-Tech-Trends benennt. Unter anderem zählen die Analysten das Geschäft mit vernetzten Autos, Drohnen und dem 3D-Druck dazu.

„Einige der Trends sind schon relativ bekannt, etwa mobiles Bezahlen, Video-Wachstum und Wearables“, schreiben die Studienautoren. Andere dagegen müssten sich erst noch etablieren, beispielsweise künstliche Intelligenz und Virtual Reality. Alle zehn Trends finden Sie in der Bildergalerie.

Die Vernetzung von Autos ist ebenfalls nichts Neues, wird 2016 nach Einschätzung der Analysten aber stark zunehmen. So erhalten die Fahrzeuge beispielsweise immer größere Displays, auch das autonome Fahren nähert sich der Serie. Extra für Autos entwickelte Apps gewinnen immer mehr an Akzeptanz. Darüber hinaus werden Entwicklungen aus der Consumer-Electronics-Branche immer interessanter für Auto-Hersteller. „Autos haben sich technologisch allein in den letzten fünf Jahren stärker weiterentwickelt als in den vorherigen 30 Jahren zusammen. In den nächsten fünf Jahren wird sich diese Entwicklung rasant fortsetzen“, schreibt Gfk-Analyst Jack Bergquist.

Auch am 3D-Druck führt für die Wirtschaft den Studienautoren zufolge kein Weg vorbei. Zwar seien die Verkaufszahlen der Maschinen bislang relativ gering, dies werde sich in den kommenden Jahren aber ändern. Beispielsweise hätten Firmen wie HP und Ricoh bereits angekündigt, 2016 3D-Drucker in Betrieb zu nehmen. Allein in Deutschland sei der Absatz von 3D-Druckern im vergangenen Jahr um 71 Prozent gewachsen. „Die Technologie hat das Potential, das „historische“ Modell der Massenproduktion hin zu einer lokalen Fertigung maßgeschneiderter Produkte zu verändern“, schreibt GfK-Analyst Gavin Sudgen.

Drohnen als Erfolgs-Katalysator

Drohnen geben die Experten eine realistische Chance, den Sprung von der Hobby-Ausstattung in den Mainstream-Markt zu schaffen. Sie können für Luftaufnahmen für Videoproduktionen, Vermessungsprozesse, als Lieferservice oder sogar in der Automatisierung der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. „Für Unternehmen können Drohnen ein Katalysator dafür sein, die Kosten zu senken und gleichzeitig die Effizienz zu steigern“, schätzt Aatish Thakerar von der GfK.

Für die Wirtschaft geht es den Analysten zufolge nun darum, die Daten, die vernetzte Kunden hinterlassen, in Geschäftserfolge umzuwandeln. Es sei eine Herausforderung gewesen, die zehn wichtigsten Trends zu benennen, „aber wir glauben, dass die zehn ausgewählten Faktoren die Zukunft für Marken, Unternehmen und vor allem die vernetzten Kunden verkörpern.“

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Christoph Seyerlein

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