Hybride Cloud-Lösungen

Einführung geht nur langsam vonstatten

| Redakteur: Tina Billo

Unternehmen scheuen noch vor der Umsetzung hybrider Cloud-Modelle zurück. Daran wird sich gemäß einer Studie von Dimension Data auch in den nächsten zwei Jahren wenig ändern.
Unternehmen scheuen noch vor der Umsetzung hybrider Cloud-Modelle zurück. Daran wird sich gemäß einer Studie von Dimension Data auch in den nächsten zwei Jahren wenig ändern. (Bild: Dimension Data)

Gemäß einer Studie des IT-Dienstleisters Dimension Data braucht es noch Zeit, bis hybride Cloud-Lösungen sich breitflächig in der Praxis durchsetzen. Lediglich 15,5 Prozent der befragten Unternehmen planen in den kommenden zwei Jahren deren Einführung.

Ein Hybrid-Ansatz bedeutet heute in der Regel, dass einige Anwendungen oder Workloads außerhalb des eigenen Rechenzentrums, einige vor Ort und einige in Public- oder Private-Cloud-Umgebungen verarbeitet werden.

Im eigentlichen Sinne bezieht sich Hybrid aber darauf, dass eine einzelne Anwendung oder ein bestimmter Workload mehrere Einsatzorte mit einbezieht. also dass beispielsweise Daten genutzt werden, die im eigenen Rechenzentrum gespeichert sind, während Berechnungen damit auf einer öffentlichen Cloud-Plattform durchgeführt werden. Solche Vorgänge erfordern interoperable Clouds und entsprechende Management-Fähigkeiten.

Unternehmen brauchen einen neuen Managementansatz

Obwohl sich hybride IT zum Branchenstandard entwickelt, zögern viele Unternehmen auf hybride tatsächlich miteinander verknüpfte Cloud-Lösungen zu setzen. Dies ist zumindest das Ergebnis einer Studie mit dem Titel "Success Factors for Managing Hybrid IT", für die das IT-Forschungsunternehmen 451 Research im Auftrag von Dimension Data über 1.500 Unternehmen in den USA, Europa, Asien-Pazifik und Südafrika unter anderem zur Nutzung von Cloud-Diensten befragte. Demzufolge setzen lediglich 15,5 Prozent der Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre auf interoperable Hybrid-Lösungen.

Jörg Jakobi ist Head of Business Unit Datacenter bei Dimension Data Deutschland.
Jörg Jakobi ist Head of Business Unit Datacenter bei Dimension Data Deutschland. (Bild: Data Dimension)

"Die Hybrid Cloud gilt derzeit als der Trend schlechthin im IT-Markt. Angesichts der zunehmenden Verlagerung von Daten und Prozessen in mehrere cloud- und nicht cloudbasierte Umgebungen brauchen Unternehmen einen neuen Managementansatz“, so Jörg Jakobi, Head of Business Unit Datacenter bei Dimension Data in Deutschland.

"IT-Manager stehen dabei konkret vor der Herausforderung, neue Möglichkeiten zu finden, die eine effektive Verwaltung und den Schutz vieler IT-Umgebungen ermöglichen. Die Automatisierung von Geschäftsprozessen und Verwaltungsaufgaben bietet sich hier als attraktive Lösung an, denn damit können Unternehmen sowohl ihre Kosten, als auch den nötigen Arbeitsaufwand deutlich reduzieren."

Single- oder Multi-Cloud-Lösungen liegen vorne

Aus dem Report geht hervor, dass sich hybride IT zum gängigen Standard für moderne Unternehmensmodelle entwickelt. Das bedeutet, dass Unternehmen zunehmend verschiedene IT-Modelle miteinander kombinieren, so zum Beispiel Software, Infrastructure oder Platform as a Service (SaaS, IaaS, PaaS), die Auslagerung in Public- und Private-Cloud-Lösungen und weiterhin auch On-Premise-Lösungen.

Allerdings sieht nur ein Bruchteil an Unternehmen vor, in den kommenden zwei Jahren hybride, also interoperable Cloud-Lösungen zu implementieren. 29 Prozent wollen immerhin Multi-Cloud-Lösungen einführen, bei denen Workloads und Daten zwischen den unterschiedlichen Clouds ausgetauscht werden können. Insgesamt 55,5 Prozent hingegen rechnen mit der Einführung von Single- oder Multi-Cloud-Lösungen, die allerdings gar keine oder nur sehr geringe Interoperabilität zulassen.

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