Polly und REX

EMC packt persistente Speicher in Container

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Rainer Graefen

EMC {code} zeigt auf der EMC-World neue Open-Source-Projekte für persistenten Speicher in Container-Umgebungen.
EMC {code} zeigt auf der EMC-World neue Open-Source-Projekte für persistenten Speicher in Container-Umgebungen. (Bild: EMC)

Zur diesjährigen Hausmesse EMC World hat EMC zwei Open-Source-Projekte vorgestellt: Das Framework "EMC Polly" erweitert Scheduling-Umgebungen wie Cloud Foundry, Docker, Kubernetes und Mesos um Features zur Speicher-Allokation. Ein Update für "EMC REX-Ray" erweitert die Anwendung um eine Open-Source-Engine zur Storage-Orchestration für Container.

Das Projekt Polly – die Abkürzung steht für "Polymorphic Volume Scheduling" – entstand aus der Notwendigkeit heraus, Speicher innerhalb von Scheduling-Umgebungen besser verwend- und steuerbar zu machen.

Mit dem Polly-Framework können Anwender Scheduling-Software wie Cloud Foundry, Docker, Kubernetes, Mesos und andere mit einem zentralen Scheduling-Service erweitern, der eine Verbindung zu Container-Schedulern herstellt.

Dieser lässt sich schon jetzt dafür verwenden, jedem der verknüpften Container ausgewählte Ressourcen explizit zur Verfügung zu stellen. In Zukunft soll das von dem Framework verwendete "Offer-Acceptance"-Muster zur Zuweisung von Speicherlaufwerken noch mehr Container- und Speicherplattformen unterstützen und so dafür sorgen, dass neue Anwendungen künftig genauso einfach auf Speicherressourcen zugreifen können wie sonst auf andere Ressourcen.

Container-Infrastrukturen revolutionieren derzeit die Art und Weise, auf die einige Anwendungen entwickelt, bereitgestellt und verwaltet werden.

Allerdings fehlt den meisten von ihnen derzeit noch die Fähigkeit zum dauerhaften Speichern von Anwendungsdaten (Persistenz) – Container-Scheduler wurden lediglich für das Verwalten von Rechen-, Arbeitsspeicher- und Netzwerk-Ressourcen entwickelt.

Aus diesem Grund können Anwendungen, die einen persistenten Speicher für Anwendungsdaten benötigen, bisher nicht oder nicht effizient in Container "verpackt" werden.

Datenbanken und DNS in Containern

Genau hier setzt Polly an: Mit dem Framework können Entwickler Container-Umgebungen so ergänzen, dass diese die ihr zu Grunde liegende Speicher-Infrastruktur „verstehen“ und mittels ihrer Orchestrierungs-Engines Speicherressourcen zuweisen können.

Ergänzendes zum Thema
 
Der EMC {code}

Das ermöglicht Persistenz – und die wiederum erlaubt es, auch bisher nicht für Container geeignete Anwendungen wie Datenbanken, Key-Value-Stores oder Infrastrukturdienste wie etwa DNS in Container zu verpacken.

Da das Universum der Open-Source-Container groß und sehr divers ist, und weil zudem eine Vielzahl verschiedener Container-Implementierungen existiert, haben die Polly-Entwickler das Framework polymorph angelegt.

Der Code der Anwendung lässt sich unabhängig von deren Kern-Algorithmen weiterentwickeln. Das ermöglicht auch den Einsatz bewährter Features und Verfahren für den Einsatz und die Zuweisung von Speicher innerhalb einer Anwendungsumgebung.

Die Key-Features bon Polly umfassen:

  • Zentralisierte Steuerung und Verteilung von Speicherressourcen
  • Einen Angebots-Mechanismus für die Speicherzuweisung: Polly "bewirbt" Speicher bei Container-Schedulern („Offer-Acceptance Pattern“)
  • Unmittelbare Integrierbarkeit in eine Reihe von Container-Schedulern, Storage-Orchestratoren und Speicherplattformen (Polly unterstützt die Speicher Scaleio, Xtremio, Isilon und VMAX, Amazon EC2, die Google Compute Engine, OpenStack und Rackspace sowie Virtual Box)

"Modernize" lautete das Motto der diesjährigen EMC World, vom 2. bis zum 5. Mai in Las Vegas stattfand.
"Modernize" lautete das Motto der diesjährigen EMC World, vom 2. bis zum 5. Mai in Las Vegas stattfand. (Bild: Dell EMC)

Erweiterungen für REX-Ray

EMC {code} hat auf der EMC World auch REX-Ray 0.4 angekündigt – die jüngste Version des EMC-Open-Source-Projekts für persistenten Laufzeit-Speicher für Container. REX-Ray erschließt Containern herstellerneutralen, persistenten Speicher sowie eine einfache Verwaltung für herkömmlichen, virtualisierten oder Cloud-Speicher.

REX-Ray 0.4 umfasst eine Reihe von Community- und Entwickler-Updates für Treiberpakete, Sicherheit sowie Client-Server-Modelle. Zudem enthält es einige umfassendere Infrastruktur-Anpassungen, die die Container-Bereitstellung und -Verwaltung flexibler machen sollen. Als Open-Source-Projekt wird REX-Ray fortlaufend weiterentwickelt, um die Integration von Container-Plattformen und Storage noch weiter zu verbessern.

Larry Rau, Director of Architecture and Infrastructure bei Verizon Labs, ist Kunde und sagt: „REX-Ray und die REX-Ray-Integration in Apache Mesos vereinfachen die Anwendungs-Bereitstellung innerhalb unseres Melos-Clusters erheblich. Und die Speicherpersistenz von REX-Ray ermöglicht es uns, die Vorteile von Containern auch für Anwendungen wie Cassandra und anderen zu nutzen.“

Zu den neuen Features von REX-Ray gehören:

  • Neue, optionale Client-Server-Modell-Architektur für zentralisierte Verwaltung (unterstützt auch die Polly-Integration)
  • Kompatibilität mit der Docker 1.11-Volume-API
  • Unterstützung für EMC Scaleio v2.0
  • Unterstützung für weitere Speicherplattformen (Xtremio, Isilon und VMAX, Amazon EC2, Google Compute Engine, OpenStack, Rackspace, Virtual Box)

Polly 0.1 und REX-Ray 0.4 sind auf Github erhältlich.

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