Diskussion mit Markus Grau über den aktuell unsicheren Nutzen von NVMe

Erste NVMe-Produkte nutzen die volle Bandbreite des neuen Standards

| Autor / Redakteur: Markus Grau / Rainer Graefen

Markus Grau, Principal Systems Engineer bei Pure Storage
Markus Grau, Principal Systems Engineer bei Pure Storage (Bild: Pure Storage)

Sehr geehrte Redaktion, in Ihrem Artikel „Wer will schon 60-prozentiges NVMe/f?“ sprechen Sie viele relevante Aspekte rund um den Status Quo und die Perspektive in Sachen Flash/NVMe an. Ich glaube, dass wir bei Pure Storage schon zum Startzeitpunkt dieser Technik viel weiter sind, als es die kritischen Anmerkungen von Frau Billo in ihrem Artikel glauben lassen.

Manche der im Artikel angesprochenen Fragen/Herausforderungen hat Pure Storage kürzlich in der Produktvorstellung des FlashArray//X beantwortet. Doch ein voll funktionsfähiges NVMe-Produkt ist noch kein Markt. Deshalb habe ich einige debattierenswerte Punkte herausgegriffen und würde gerne aus der technischen Sicht von Pure Storage den Stand der Technik erläutern, da dies einige der in der Öffentlichkeit zirkulierenden Ungewissheiten klären würde.

Zusätzliches Sparpotenzial bei Lizenzkosten

Das FlashArray//X von Pure Storage setzt zu 100 Prozent auf NVMe. Die Schnittstellen im Server sind natürlich Aufgabe der dort etablierten Hersteller, die jedoch allesamt fest planen NVMe über FibreChannel oder über Ethernet zu übertragen.

Cisco präferiert dafür Ethernet und Brocade setzt, wie könnte es anders sein, auf FibreChannel. Hier wird letztendlich der Markt entscheiden, was sich durchsetzen wird. Für Pure Storage ist diese Frage allerdings unerheblich, da FlashArray//X flexibel mit dem entsprechendem HBA im Storage in den jeweils passenden Sprachen sprechen kann.

Zu Recht werden im Artikel Hersteller kritisiert, die entweder aktuell nur NVMe für schnelle Performance anbieten aber wenig bis gar keine intelligenten Software Features haben, oder die NVMe SSDs einsetzen, welche in der Dual-Ported-Ausführung jedoch sehr teuer sind.

Pure Storage hat mit seinen Direct-Flash-Modulen und seiner Direct-Flash-Software genau diese Probleme gelöst. Wir bieten ein vollkommen natives NVMe-Array an, das nicht auf SSD-Laufwerken basiert, zugleich alle Enterprise Software-Features bietet (Dedupe, Compression, Snap, Clone, Mirror, etc.) und das die notwendige Leistung für High Performance-Anwendungen liefert.

Mit dem Direct-Flash-Shelf verwendet Pure Storage bereits NVMe/F und bringt damit diese beiden Protokolltypen in den Mainstream, da FlashArray//X genau die Ausnahme auf dem NVMe-Markt ist: Ein Enterprise All NVMe Array mit allen Enterprise Funktionen und Integrationen, die auch die klassischen Flash Arrays bieten. So vereint FlashArray//X nun Top of the Rack Performance, Tier 1-Performance mit wenig Hardware und bestmögliche Konsolidierung.

Einsparpotenzial für die nahe Zukunft

Außerdem möchten wir bei Pure Storage einen weiteren Aspekt von NVMe in den Fokus rücken: NVMe sorgt nicht nur für höhere Performance, sondern hat auch weitere Vorzüge. Dazu gehören deterministische Performance mit Direct-Flash durch das Wegfallen der SSD-Controller-Logik, längere Haltbarkeit der Flash Module durch die direkte Verwaltung durch die Direct-Flash Software. Das bietet derzeit kein anderes Unternehmen.

Dies wird dazu führen, dass Unternehmen schneller auf neuere, günstigere Technologien wechseln können (z.B. QLC NAND, NANDs mit 4 Bit pro Zelle) und die Nutzer somit mittelfristig einen Preisvorteil genießen können. Zudem ermöglicht NVMe durch die Parallelität höhere Konsolidierungsraten bei voller Performance , beispielsweise 1 PByte auf 3HE mit voller Performance. Dadurch sinkt neben den Energiekosten auch der Anteil ansonsten notwendiger 19-Zoll Schränke.

Und nicht zuletzt: Unlängst hat Pure Storage zusammen mit Cisco NVMe/F auf Linux-Betriebssystemen demonstriert. Dies gelingt bereits ohne spezielle Hardware, sondern erfordert lediglich konventionelle Server- und Netzwerkkomponenten.

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