MS Office entwickelt sich peu à peu von einer unterstützenden Komponente zum zentralen Dreh- und Angelpunkt der täglichen Arbeit

Es geht bei Office 365 um mehr als Mail und Collaboration

| Autor / Redakteur: Axel Oppermann / Rainer Graefen

Axel Oppermann, Experton
Axel Oppermann, Experton (Bild: Experton)

Lange hatte es gedauert, bis Microsoft die große Antwort auf die ausgerufene Cloud-Computing-Offensive für Office- und Kollaborationslösungen geliefert hatte. Nach einem angemessen Zeitraum an Diskussionen und Evaluierung setzen mittlerweile immer mehr Anwender als auch der IT-Channel auf Office 365.

Doch viele Anwenderunternehmen suchen noch immer nach Nutzen und Mehrwerten rund um die integrierten Leistungsmöglichkeiten, die Office 365 bietet. Hinzu kommt, dass immer mehr Anbieter moderne und zeitgemäße Office-Produktivitätslösungen anbieten, die den Arbeitsstilen der Mitarbeiter gerecht werden.

Übrigens ein gutes Thema: Die Arbeitsstile der Anwender. Diese haben sich in den letzten Jahren massiv verändert. Stärkere Interaktion (zwischen Kollegen, Lieferanten und Kunden), ortsunabhängige Leistungserbringung und Selbstbestimmung über Art und Umfang der genutzten Technik sind nur einige Blüten dieser Entwicklung.

Raschere Produktevolution wahrscheinlich

Treiber sind unter anderem die zunehmende Verfügbarkeit breitbandiger Datenverbindungen, die Verfügbarkeit unterschiedlicher oder gesellschaftliche Strömung – beispielsweise beim Konsum von Inhalten - oder ein veränderter Wertekosmos.

Kommen wir aber zurück zu Microsoft und Office 365: Auch wenn die „erste Generation“ von Office 365 ein starkes Angebot an die Kunden und eine relevante Positionierung gegenüber dem Wettbewerb war, gab es noch einige Schwachpunkte in Produkt und Story. Verfügbarkeit auf unterschiedlichen Formfaktoren und Betriebssystemen, Teilen von verschiedenen Informationen, Inhalten in hybriden Betriebsszenarien und ähnliches.

Zwar gab es eine entsprechende Auswahl an unterschiedlichen Plänen für Office 365 und die einzelnen Online-Komponenten von SharePoint, Exchange sowie Lync, jedoch haben sich einige Anwender und IT-Entscheider nicht wiedergefunden. Die Liste könnte jetzt noch beliebig weitergeführt werden. Worauf aber alles hinausläuft, ist, dass ein nächster Schritt notwendig war, um am Markt weiter relevante Impulse zu setzen.

Und es ist auch klar, dass solche Schritte in Zukunft schneller und umfassender erfolgen müssen, eine Produktevolution in schnelleren Zyklen erfolgen muss und dabei aber die IT-Verantwortlichen und die Anwender nicht überfordert werden.

Das neue Office

Microsoft hat das neue Office von Grund auf als Dienst entwickelt. Deutlich wird dies an unterschiedlichen Facetten; eine sei hier erwähnt – nämlich der Ansatz, wie Anwender - respektive die Unternehmens-IT – die Office-Anwendungen installieren, warten und mit diesen interagieren. Es handelt sich um eine neue Installationsroutine für den Endanwender; welche als „Click-to-Run“ (also quasi „klicken – und los geht’s“) bezeichnet wird.

Hierbei werden die Anwendungskomponenten priorisiert gestreamt, sodass der Anwender die Office-Anwendungen direkt produktiv nutzen kann, während die volle Installation noch im Hintergrund durchgeführt und abgeschlossen wird. Dieser neue Weg wird durch eine Technologie zur ermöglicht. Die Streaming- und Virtualisierungsfunktionen basieren auf Technologien aus Microsoft Application (App-V). Hierbei handelt es sich in Bezug auf die Installation und Pflege von Office seit der Einführung des „Windows Installers” (MSI) sicher um eine der wertvollsten und prinzipiellen Änderungen.

Noch kurz zu Click-to-Run: Click-to-Run nutzt Virtualisierungstechnologie, um Office in einer eigenständigen virtuellen Umgebung auf dem lokalen PC auszuführen. Dank dieser isolierten Umgebung können die Office-Produktdateien und -Einstellungen an einem separaten Ort gespeichert werden. Dies führt dazu, dass keine Anwendungen geändert werden, die bereits auf dem Computer installiert sind. So ist auch keine Deinstallation früherer Office-Versionen erforderlich, um aktuelle Versionen nutzen zu können. Dies ist für einige Jobprofile ein belangvoller Vorteil.

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