Die Konvergenz der Rechenzentrums-Infrastrukturen soll Anschaffungs- und operative Kosten senken, Teil 2

Fibre Channel over Ethernet muss vorerst mit Standardisierungs-Unschärfen leben

18.05.2009 | Autor / Redakteur: Uli Schlegel und Dr. Klaus Grobe, Adva Optical Networking / Rainer Graefen

Ein konsolidiertes RZ mit CNA’s welches auf dem erweiterten Ethernet basiert.

Konvergenz heißt immer auch Konsolidierung. Nicht nur von Technik allein, sondern auch bei Herstellern und Lieferanten. Im zweiten Teil unseres Artikels „Ethernet, die vorläufige Zukunft des FC-Speichernetzes“ beschäftigen sich die beiden Autoren mit wichtigen Details von FCoE und Rechenzentrumskopplung und sie wägen im Ausblick vorhandene Lösungen gegen die zukünftige „Spartechnik“ ab.

Eins ist klar, FCoE löst nichts, was sich mit der vorhandenen Technik nicht ebenfalls lösen ließe. Protokoll-Konvergenz hat zwar das Potenzial Kosten einzusparen. Die Protagonisten wissen immer viele Bereiche aufzuzählen, die das IT-Budget entlasten könnten.

Dieser Nachweis in Heller und Pfennig, wird aber selten geliefert. Die Rechnung wird gerne simplifiziert mit dem Hinweis, dass zwei Kabel und zwei Adapter teurer sind als eins respektive einer und erst der Stromverbrauch. Wenn dann allerdings der CNA-Adapter zwei Netze mit unterschiedlichen Aufgaben blockiert, dann ist das verständlicherweise nur ein dummer Zufall.

Wer eine Konvergenz von LAN- und SAN-Protokollen „fahren“ will, darf die unternehmensstrategischen Konsequenzen nicht außer Acht lassen. Eine Two-Vendor-Strategie ist nicht nur unmöglich, man muss im aktuellen Stadium eine strategische Entscheidung für oder gegen Cisco respektive Brocade zu treffen.

Jeder, der sich im Unternehmen mit der Infrastruktur beschäftigt, weiß, welche weitreichenden Folgen das haben wird. Aber auch schon die nachfolgende technische Darstellung eines konvergierten Netzwerks bieten viel Stoff für Diskussionen.

Fibre Channel over Ethernet (FCoE)

FCoE ist ein neuer Standard, der kurz vor seiner endgültigen Verabschiedung steht. FCoE erlaubt die Übertragung von Fibre Channel Frames über die physikalische Struktur eines durch DCB erweiterten speziellen Ethernets.

Diese neue Funktionalität wird im Augenblick von der FC-BB-5 Arbeitsgruppe beim INCITS T11 entwickelt und definiert. FCoE besteht im Prinzip aus zwei neuen EtherTypes: Zum ersten, der eigentliche FCoE-Typ, der das Verpacken von Fibre Channel Paketen in Ethernet festlegt, zum zweiten dem FIP-Typ (FCoE Initialization Protocol), der die FC-Link-Initialisierung sowie die automatische Erkennung der Topologie vernetzter Geräte abbildet.

Diese Funktionalitäten werden bisher direkt von den unteren Schichten des Fibre Channel Protokolls (FC0 und FC1) zur Verfügung gestellt, die jetzt durch das erweiterte Ethernet ersetzt werden können.

Storage-Protokoll nicht länger Huckepack, sondern parallel zu Ethernet

Wie schon erwähnt, wird FCoE im Wesentlichen für die Übertragung von FC-Paketen in einem Ethernet-Datenstrom genutzt. Dies geschieht unabhängig von den Ethernet-eigenen Weiterleitungsmechanismen.

weiter mit: Ohne Routing geht es schneller

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2021918 / FC-SAN)