Drei Datentypen in einem Speichersystem

Hitachi bietet dem Mittelstand neuartige Konsolidierungsplattform

| Redakteur: Rainer Graefen

Hitachi Universal Storage in der Basiskonfiguration mit 12 Laufwerken.
Hitachi Universal Storage in der Basiskonfiguration mit 12 Laufwerken. (Quelle: Hitachi)

Selbst modernste Speichersysteme haben nur eine begrenzte Skalierbarkeit. Eine Weiterentwicklung ist insofern unvermeidlich. Interessanter als die ständig erhöhten Zahlen im Datenblatt sind allerdings die Ideen wie sich der Hersteller die Datensicherung und nicht zuletzt die Migration wachsender Datenbestände vorstellt.

"Die Hitachi Unified Storage ist die einzige Produktfamilie für Midrange-Storage-Plattformen, die Block-, File- und Objektdaten auf einer zentralen Plattform konsolidieren und verwalten kann", lautet eine der stolzen Ankündigungen des neuesten Speichersystems auf der Webseite von Hitachi.

Damit hätte Hitachi dann zwei Rückstände auf diverse Mitbewerber eingeholt, die ihrerseits schon seit längerem Unified Speichersysteme für die beiden Datentypen Block und File anbieten und teilweise, allerdings dann in speziellen Speichersystemen, auch den Datentyp Objekt speichern können.

Datenwachstum erfordert Konsolidierung

Das neue Speichersystem soll Hitachis Midrange-Plattform AMS ablösen, da es zum Einen von der Leistungsfähigkeit in die Jahre gekommen ist, und zum Anderen der Speicherbedarf vieler Unternehmen angesichts des kontinuierlichen allgemeinen Datenwachstums eine bessere Skalierfähigkeit von einem modernen Speichersystem verlangt.

Mit drei Familienmitgliedern will Hitachi die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse erfüllen:

  • HUS110: Bruttokapazität bis 360 Terabyte. Die maximale Anzahl von 3,5-Zoll-Laufwerken oder 2,5-Zoll-Laufwerken gibt der Hersteller mit 120 Harddisks an. Auch der Einsatz von 2,5-Zoll SDDs mit 200 und 400 GByte Kapazität wird unterstützt.
  • HUS130: Bruttokapazität bis 756 Terabyte. Es lassen sich max. 252 Laufwerke mit 3,5-Zoll- oder 264 Laufwerke mit 2,5-Zoll-Formfaktor installieren. Der Einsatz von 2,5-Zoll SDDs mit 200 und 400 GByte Kapazität wird unterstützt.
  • HUS150: Bruttokapazität bis 2.880 Terabyte. Die maximale Anzahl von 3,5-Zoll-Laufwerken oder 2,5-Zoll-Laufwerken beträgt 960 Festplatten. Der Einsatz von 2,5-Zoll SDDs mit 200 und 400 GByte Kapazität wird unterstützt.

Wichtiger sind neben der allgemeinen Kapazitätssteigerung allerdings logische Parameter wie die Größe und Anzahl von LUNs und von Snapshots. Die beiden größeren HUS-Systeme erlauben die Definition von 4096 LUNs, die HUS110 ist auf 2048 LUNs beschränkt bei einer LUN-Größe von je 128 TByte. Die Anzahl der Snapshots pro Volume wurde auf 1024 (einer pro Sekunde und Volume) und für das gesamte System auf 100.000 festgelegt.

Und auch beim Dateisystem wurden moderne Anforderungen umgesetzt. Die Größe pro Dateisystem ist auf 256 TByte festgelegt, die Anzahl der Dateisysteme pro Speichersystem wurde auf 125 erhöht und die Anzahl der Dateien pro Dateisystem kann bis zu 16 Millionen Objekte betragen.

Ergänzendes zum Thema
 
Datenblatt für HUS110, HUS130 und HUS150
 
Technisches Whitepaper: Hitachi Unified Storage - One Platform for Block, File and Object
 
VMware-Integration der Hitachi-Unified-Storage-Plattform
 
Das kann die HUS besser als die AMS

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