Intelligente Datenanalyse als Voraussetzung für modernes Notebook-Backup

Intelligente Datenklassifizierung spart Zeit und nutzt Bandbreite optimal

| Autor / Redakteur: Josua Braun / Rainer Graefen

(Bild: StorageCraft)

Voll-Backups der Rechner von mobilen Mitarbeitern lassen sich schlecht erstellen und man kann die Außendienst-Kollegen schlecht zwingen, zu bestimmten Zeiten online zu gehen. Durch eine intelligente Vor-Selektierung können nicht nur Kosten für Backup und Speicher sondern auch der Zeitaufwand für den entscheidenden Wiederherstellungsprozess durch einen schnellen Zugriff auf die Daten reduziert werden.

Bei allem Fortschritt in der Datensicherung – das Sichern von Notebooks ist immer noch nicht wirklich zufriedenstellend gelöst. Und während bei Onsite-Backup die Datenmenge nicht wirklich mehr relevant ist, kann bei mobilen Geräten und Remote-Computern die Unterscheidung zwischen sicherungswürdigen und nicht relevanten Daten genau den Unterschied machen ob Daten erfolgreich gesichert werden oder nicht.

Immer öfter stehen Unternehmen vor der Herausforderungen auch die Daten von Rechnern permanent zu sichern, die sich nicht im Unternehmen befinden beziehungsweise kein komplettes Maschinen-Backup benötigen. Hierzu gehören zum Beispiel Laptops und Notebooks mobiler Mitarbeiter, Peer-to-Peer-Netzwerke wie zum Beispiel bei Startups ohne zentrale Infrastruktur (Backup- oder File-Server), Maschinen, die keinen Zugriff auf das lokale Backup-Ziel haben oder auch Server/Workstations mit statischen Daten.

Mobil arbeitende Mitarbeiter, die oft auf Reisen sind, verfügen nur über geringe Bandbreite und kleine Backup-Fenster (z.B. abends im Hotel) und müssen sich trotzdem auf eine effiziente Sicherung ihrer geschäftsrelevanten Daten verlassen können. Da ist es wie erwähnt von Vorteil, nur die Daten zu sichern, die auch tatsächlich für den Geschäftsbetrieb notwendig sind.

Analyse der zu sichernden Daten

Um diese Aufgabe zu bewältigen bedarf es eines intelligenten Backups für mobile Nutzer, um sowohl Firmen- als auch Privatgeräte (BYOD) mit kritischen Unternehmensdaten zu sichern, die sonst nicht gesichert werden. Dabei müssen Funktionen bereitgestellt werden, die eine intelligente Analyse der Daten sowie skalierbare File- und Folder-Backups bieten, so dass tatsächlich nur die Daten gesichert werden, die relevant sind. Diese Funktionen liefern dann eine intelligente, abgestufte Datenarchitektur mit der Daten, die für den betrieblichen Ablauf am wichtigsten sind, schnell und effizient identifiziert, verwaltet, überwacht und wiederhergestellt werden können.

Storagecraft hat Ende 2016 die Online-Backup-Technologie von Gillware Data Services gekauft und damit seine Cloud- Wiederherstellungs- und Backup-Plattform mit einer intelligenten Technologie zu Datenklassifizierung erweitert. Mit dieser Analysetechnologie lassen sich Daten danach klassifizieren, ob sie gesichert werden sollen oder nicht. Hierfür stehen von Storagecraft Konfigurations-Templates für typische Backup-Jobs zur Verfügung, die selbstverständlich von Managed Service Providern individuell angepasst werden können.

Wie arbeiten Datenklassifizierungslösungen?

Datenklassifizierungslösungen umfassen drei Kernelemente:

  • Erkennen,
  • Verfolgen und
  • Sichern.

Erkennen: Die Lösungen erkennen alle Dateien eines Systems, melden ihren Speicherort und schlagen Dateien vor, bei denen überprüft werden muss, ob sie gesichert oder ausgeschlossen werden sollen (lokal oder global). Zudem erhält der Administrator eine Benachrichtigung, sobald eine Änderung am Dokumente vorgenommen wird.

Verfolgen: Die Datenerfassung erfolgt auf regelbasierte Richtlinien, die die angemeldeten Agenten empfangen und global anwenden können. Hardwarenahe Treiber erkennen geänderte Daten, wobei der Administrator auch hier bei jeder Änderung an Dokumenten benachrichtigt wird.

Sichern: Die ausgewählten kritischen Daten werden in der Cloud gespeichert. Der Cloud-Speicher verfügt dabei über mehrere Redundanzstufen zur Absicherung der Daten. Selbstverständlich werden die Dateien nur beim ersten Mal vollständig gesichert, alle weiteren Änderungen erfolgen auf Blockebene.

Effizientes Datenmanagement

Moderne Backup-Analyse-Tools bieten ein effizientes Management von Backup und Wiederherstellung über eine webbasierte zentrale Oberfläche für Installation, Konfiguration, Überwachung und Berichtstellung. Dabei wird mithilfe dieser Tools entschieden, welche Daten gesichert oder nicht gesichert werden sollen, wobei ein selektives Anlegen von Sicherheits-Level für unterschiedliche Datentypen möglich ist. So gelingt eine schnelle Wiederherstellung von Daten ohne ein vorhergehendes Aussortieren von unwichtigen Daten und die Sicherung von Dateien ist auch bei geringer Internet-Bandbreite und langer Abwesenheit vom Office möglich.

Fazit

Durch die Kombination von Datensicherungs- und Wiederherstellungslösungen mit intelligenter Datenanalyse werden nicht nur Vorteile in Bezug auf Backup und Recovery erzielt, sondern sie bieten auch eine höhere Investitionssicherheit und eine bessere Datenstrukturierung bei geringem Administrationsaufwand.

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