Abschluss noch nicht in Sicht

Japan drängt auf Verkauf von Toshibas-Chipsparte

| Autor / Redakteur: dpa / Heidemarie Schuster

Im Speichermarkt findet offenbar eine weitere Konsolidierung statt.
Im Speichermarkt findet offenbar eine weitere Konsolidierung statt. (Bild: Pixabay)

Die Speicherchipsparte von Toshiba soll verkauft werden, um finanzielle Löcher zu stopfen. Streitigkeiten verzögern den Verkauf, nun macht die japanische Regierung Druck.

Die japanische Regierung macht einem Pressebericht zufolge Druck beim geplanten Verkauf von Toshibas Chipsparte. Die Regierung sei zunehmend frustriert und befürchte, dass der Prozess im Sande verlaufen könnte, berichtete die „Financial Times“ am Montag unter Berufung auf Insider. Daher hätten sich in den vergangenen Wochen nun Regierungsvertreter eingeschaltet. Toshiba braucht das Geld aus dem Spartenverkauf um die von Abschreibungen bei seiner US-Atomsparte gerissenen Bilanzlöcher zu stopfen. Sollte dies im laufenden Geschäftsjahr (Ende März) nicht mehr klappen, drohe ein Delisting von der Tokioter Börse.

Verkauft werden soll die Chipsparte an ein Konsortium bestehend aus dem staatlichen Rettungsfonds Innovation Network Corporation, der Entwicklungsbank Japans sowie dem US-Finanzinvestor Bain und dem südkoreanischen Rivalen SK Hynix. Erschwert wird das Ganze durch den Zwist mit dem amerikanischen Joint-Venture-Partner Western Digital. Dieser vertritt den Standpunkt, dass Toshiba die Sparte nicht ohne seine Zustimmung verkaufen darf. Gestritten wird mit harten Bandagen, beide Seiten verklagen sich vor Gericht. Zuletzt drohte Toshiba damit, eine neue Fabrik für künftige Speicher-Chips ohne den Partner bauen zu wollen.

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