Talentschmiede für Wissenschaftler von morgen

Jugend forscht geht in die 52. Runde

| Autor / Redakteur: Sariana Kunze / Rainer Graefen

Der erste Platz in der Kategorie Technik ging bei Jugend forscht 2016 an Lukas Lao Beyer und das von ihm entwickelte USB-Peripheriegerät für Software Defined Radio (SDR).
Der erste Platz in der Kategorie Technik ging bei Jugend forscht 2016 an Lukas Lao Beyer und das von ihm entwickelte USB-Peripheriegerät für Software Defined Radio (SDR). (Bild: Jugend forscht e.V.)

"Zukunft - ich gestalte sie!" ist 2017 das Motto von "Jugend forscht", Deutschlands größtem und bekanntestem Nachwuchswettbewerb. Ab sofort können Jungforscher und - forscherinnen ihre Ideen einreichen und damit ihre Problemlösungskompetenz in unterschiedlichen Fachgebieten unter Beweis stellen.

17 Projekte waren es, die 2016 in der Kategorie Technik letztlich den Sprung in das Finale schafften. Das Siegertreppchen eroberte sich Lukas Lao Beyer mit dem von ihm entwickelten USB-Peripheriegerät für Software Defined Radio (SDR). Mit diesem lassen sich Daten übertragen, ebenso kann Radio gehört oder gefunkt werden. Die Signalverarbeitung der Hochfrequenzsender und -empfänger geschieht dabei mittels Software. Vorteile sind eine reduzierte Geräteinfrastruktur und eine gute Anpassung an wechselnde Übertragungsstandards.

Prinzipiell besteht ein SDR aus einer Antenne zum Senden und Empfangen von Daten sowie einem Analog-Digital-Wandler. Die Eingangssignale werden in einem Prozessor verarbeitet und über eine USB-Schnittstelle an einen PC weitergeleitet. Der achtzehnjährige aus Cervello in Spanien, der die Deutsche Schule Barcelona besucht, realisierte das SDR auf einer Leiterplatte. Dabei galt es, eine gute Signalqualität sicherzustellen und die Software so zu entwickeln, dass große Datenmengen in Echtzeit übertragen werden können. Sein tiefes Verständnis für das Design von Hochfrequenz-Schaltungen und von programmierbarer Logik sowie die gelungene Ankopplung an ein standardisiertes Software-Framework überzeugte die Jury.

17 spannende Technikprojekte aus 2016

Teilnahmebedingungen

An Jugend forscht können Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre teilnehmen. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Studierende dürfen sich höchstens im ersten Studienjahr befinden. Stichtag für diese Vorgaben ist der 31. Dezember 2016. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen als auch Zweier- oder Dreierteams.

Die Anmeldung für die neue Runde ist bis 30. November 2016 möglich. Beim Wettbewerb gibt es keine vorgegebenen Aufgaben. Das Forschungsthema wird frei gewählt. Wichtig ist aber, dass sich die Fragestellung einem der sieben Jugend forscht Fachgebiete zuordnen lässt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl.

Wettbewerbsablauf

Für die Anmeldung im Internet sind zunächst das Thema und eine kurze Beschreibung des Projekts ausreichend. Im Januar 2017 müssen die Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung einreichen. Ab Februar finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2017. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.

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