Interne Hardware-Verschlüsselung erschwert Datenrettung

Kuert Datenrettung warnt vor SSDs mit Sandforce-Controllern

| Redakteur: Nico Litzel

Das auf Datenrettung spezialisierte Unternehmen Kuert informiert auf seiner Homepage, welche SSDs sich besonders gut retten lassen und welche nicht.
Das auf Datenrettung spezialisierte Unternehmen Kuert informiert auf seiner Homepage, welche SSDs sich besonders gut retten lassen und welche nicht. (Bild: istockphoto.com/scanrail)

Der Bochumer Unternehmen Kuert Datenrettung warnt vor Solid-State Drives (SSDs), die mit einem Sandforce-Controller ausgestattet sind. Die interne Hardware-Verschlüsselung, die sich durch den Anwender nicht deaktivieren lässt, bereite den Datenrettern im Ernstfall Probleme.

Die Marketing-Abteilungen mancher SSD-Hersteller vermitteln den Eindruck, SSDs seien besonders robust und die auf den schnellen Speichern abgelegten Daten sicher. Fakt ist: Solid-State Drives haben im Gegensatz zu Festplatten keine mechanischen Komponenten, die ausfallen können. Dennoch können auch Halbleiterspeicher jederzeit versagen. Eine weit verbreitetet Schwachstelle ist dabei der Controller.

Samsung-SSDs 830 und 840 werden empfohlen

Der Bochumer Datenretter Kuert informiert auf seinen Seiten, welche gängigen SSD-Modelle sich besonders gut retten lassen und welche eher nicht. So empfiehlt das Unternehmen im Hinblick auf eine Datenrettung die Samsung-SSDs der Serien 830 und 840. Auch die meisten Geräte, die mit einem Marvell-, Indilinx- oder JMicron-Controller ausgestattet sind, bieten Kuert zufolge gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Datenrettung.

„Grundsätzlich warnen wir vor dem Kauf von SSDs, die mit einem Sandforce-Controller ausgestattet sind, da sich diese bei einem Controller-Defekt nur schwer bis unmöglich retten lassen. Hinzu kamen in der Vergangenheit Kinderkrankheiten und Firmware-Problematiken, die in den meisten Fällen mit einem Datenverlust bei betroffenen Kunden einhergingen“, fasst Martin Eschenberg zusammen, Marketingleiter der Kuert Datenrettung Deutschland GmbH.

Eschenberg weiter: „Sandforce-Controller finden sich in vielen SSD-Festplatten von zahlreichen namhaften Herstellern wieder, jedoch verzichten einige Hersteller auf die Benennung des verbauten Controller-Typs. Wir wollen Kunden unter die Arme greifen, welche die Anschaffung einer SSD planen und die sich die Option einer möglichen Datenrettung, im Worst-Case-Szenario, bewusst offenhalten wollen.“

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