Nutanix-Umfrage zu Cloud-Hemmschwellen

Liebend gerne Public-Cloud-Services im On-Premise-RZ

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Bedenken gegenüber der Public Cloud bleiben bestehen.
Die Bedenken gegenüber der Public Cloud bleiben bestehen. (Bild: Pixabay)

Einer Nutanix-Umfrage zufolge wollen Unternehmen die Vorteile der öffentlichen Cloud nutzen, suchen aber immer noch nach Möglichkeiten, diese im eigenen Rechenzentrum zu realisieren.

Nutanix, Spezialist für Enterprise Cloud Computing, hat bei forsa.main eine Studie zum Thema Cloud Computing in Auftrag gegeben. Eine der zentralen Fragen der Umfrage an die Unternehmen war, ob sie für Anwendungen oder Workloads in ihren Rechenzentren die öffentliche Cloud und insbesondere deren Flexibilität unbedingt benötigen. Darauf antworteten 76 Prozent mit "Nein".

Andererseits nutzen 33 Prozent der befragten Unternehmen SaaS-Angebote und 21 Prozent setzen auf die private Cloud als Managed Service. Somit ist bei der Mehrheit der Befragten die Cloud Teil der IT-Strategie. Dieser Widerspruch erklärt sich laut Nutanix dadurch, dass die Unternehmen offenbar in den Genuss der Vorteile der öffentlichen Cloud kommen wollen, aber immer noch nach Möglichkeiten suchen, diese im eigenen Rechenzentrum zu realisieren.

Nach den Aussagen der im November dieses Jahres befragten 100 Unternehmen der Privatwirtschaft ab 200 Mitarbeitern zählen zu diesen Vorteilen die flexible und schnelle Bereitstellung von Anwendungen und Diensten (59 Prozent), lineare Skalierbarkeit (47 Prozent) und Kostentransparenz (40 Prozent). Jeweils gut ein Drittel der Befragten sieht in der geringeren Komplexität der IT-Umgebung (38 Prozent), der höheren Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Anwendungen und Diensten (36 Prozent) sowie dem einfacheren Management der IT-Umgebung (34 Prozent) zentrale Pluspunkte.

Public Cloud

Unabhängig vom jeweiligen Modell der Public Cloud bleiben die Bedenken der Unternehmen gegenüber der öffentlichen Cloud. An erster Stelle rangiert das Thema Datensouveränität und Sicherheit (48 Prozent bei SaaS, 50 Prozent bei PaaS, 46 Prozent bei IaaS und 54 Prozent bei Private-Cloud-Nutzern), gefolgt von Kostenerwägungen (32 Prozent bei SaaS, 31 Prozent bei PaaS, 36 Prozent bei IaaS und 28 Prozent bei der Private Cloud).

Insgesamt verzichten immerhin 30 Prozent der Befragten auf jegliches öffentliche Cloud-Angebot, während 32 Prozent angaben, aus Datenschutzgründen einen hybriden Ansatz zu verfolgen. Ferner stimmten 65 Prozent der Aussage zu, dass sich das Rechenzentrum des öffentlichen Cloud-Anbieters in Deutschland befinden muss, während 49 Prozent fordern, dass der Sitz des öffentlichen Cloud-Anbieters in Deutschland sein sollte.

Die befragten Unternehmen sind sich zudem stark der einzelnen Kostenfaktoren bewusst, die eine öffentliche Cloud-Nutzung mit sich bringt. So nannten diejenigen Unternehmen (31 Prozent), die bereits eine Rentabilitätsrechnung zur öffentlichen Cloud-Nutzung angestellt haben, an erster Stelle die für Dienste und Schnittstellen anfallenden Kosten, gefolgt vom Anpassungsaufwand für die Netzwerkanbindung und -infrastruktur, den Kosten für Datenvolumen, Anwalts- und Vertragskosten, Abonnementgebühren und anderen.

Beschränktes Wachstumspotenzial

Die Befragung ergab zudem, dass das weitere Wachstumspotenzial der öffentlichen Cloud angesichts der genannten Barrieren beschränkt ist. So planten zusätzlich zu den 33 Prozent SaaS-Abonnenten nur weitere 11 Prozent, diese Angebote wahrzunehmen, während 53 Prozent ganz darauf verzichten wollten.

Bei den übrigen Nutzungsmodellen fällt dieser Trend ähnlich aus: Während nur zusätzliche 9 Prozent die Private Cloud als Managed Service in Zukunft nutzen wollen, verfolgen 67 Prozent bewusst keine entsprechenden Pläne. Bei PaaS stehen nur 5 Prozent potenzieller Nutzer 71 Prozent nicht interessierten Studienteilnehmern gegenüber, bei IaaS lauten die entsprechenden Zahlen 6 Prozent versus 72 Prozent.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Schwesterportal IT-Business übernommen.

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