Datenbankpionier Monty Widenius geht einen neuen Markt an

MariaDB ColumnStore: Analytics-Engine für Big Data

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Monty Widenius zwischen seinen Töchtern My (links) und Maria, den Namensgeberinnen für zwei Open-Source-Datenbanken.
Monty Widenius zwischen seinen Töchtern My (links) und Maria, den Namensgeberinnen für zwei Open-Source-Datenbanken. (Bild: Monty Widenus)

Der Pionier von Open-Source-Datenbanken hat ein weiteres Ziel: Eine spaltenorientierte Datenbank-Engine mit einheitlicher SQL-Schnittstelle soll analytische und transaktionale Arbeitslasten kostengünstig machen.

Der Open-Source-Datenbankanbieter MariaDB Corporation hat MariaDB ColumnStore 1.0 freigegeben, eine spaltenorientierte Speicher-Engine, natürlich auch Open-Source. MariaDB führt damit transaktionale und massiv parallele analytische Aufgaben in einer einzigen Umgebung zusammen. Dies soll Big-Data-Analysen bei gleichzeitig besserer Leistung kostengünstig machen.

MariaDB-Datenbank mit einigem mehr

Der Anbieter führt zu dem neuen Produkt folgende Eckpunkte an: Im Gegensatz zu Hadoop-Lösungen ist ColumnStore ANSI-SQL-fähig und ermöglicht komplexe Abfragen, Aggregation und Window-Funktionen. So können Datenanalysten ihre Abfragen wie gewohnt ohne Modifikation durchführen. MariaDB ColumnStore vereinfacht die Verwaltung sowie Ausführung und bietet die gleichen Sicherheitsfunktionen wie der MariaDB Server, mit Verschlüsselung der Datenkommunikation, rollenbasiertem Zugang und Überprüfbarkeit.

ColumnStore bietet eine Out-of-the-box-Verbindung mit BI- Werkzeugen über ODBC/JDBC sowie die standardmäßigen MariaDB-Konnektoren. Die automatische Partitionierung sowie der Wegfall der Erstellung von Indizes und Ansichten vereinfachen die Installation, Implementierung und Verwaltung. Gegenüber zeilenbasierter Speicherung reduziert die spaltenbasierte Speicherung den Platten-I/O durch Komprimierung, wodurch leseintensive (zum Beispiel analytische) Abfragen erheblich schneller sind. Die Abfragen werden von MariaDB ColumnStore massiv parallelisiert, so soll das Abfrage-Ergebnis sehr schnell und skalierbar zur Verfügung stehen.

Preisattacke auf proprietäre Data Warehouses

Darüber hinaus argumentiert MariaDB mit dem Preis. Von „durchschnittlich 90 Prozent geringeren Kosten pro TB pro Jahr im Vergleich mit führenden Data Warehouse“ spricht David Thompson, Vice President of Engineering bei MariaDB. „Data-Warehouse-Lösungen sind unwahrscheinlich teuer und komplex, die proprietäre Hardware macht die Bereitstellung in der Cloud oder auf Standard-Geräten fast unmöglich. MariaDB ColumnStore erleichtert den Zugang zur Datenanalyse – im Unternehmen, in der Cloud oder gemischten Umgebungen.“

Die Pressemitteilung argumentiert weiter: Unternehmen würden noch immer mit zwei nicht perfekten Varianten für die Analyse großer Datenmengen konfrontiert: der Wahl eines teuren, proprietären Data Warehouse von Herstellern wie Teradata oder Vertica – oder der Gefahr unkontrollierbarer Kosten durch Cloud-basierte Lösungen wie Redshift.

Fühlt sich an wie MariaDB

Anstatt zusätzlich eine traditionelle weitere Plattform für Data Warehousing zu kaufen und zu betreuen, könnten MariaDB Benutzer einfach die spaltenorientierte Engine für einen bestimmten Datenbestand einschalten und ihre Analysen über dasselbe Front-End laufen lassen wie transaktionale Aufgaben. Die erweiterte Datenkomprimierung von ColumnStore biete effizientere Datenspeicherung, benötige weniger Hardware und mache Big-Data-Analysen erschwinglicher.

MariaDB ColumnStore steht nun zum Herunterladen bereit. Das MariaDB Professional Services Team bietet Kunden, die sofort loslegen möchten, MariaDB ColumnStore Starthilfe: Innerhalb von 3-5 Tagen wird eine gebrauchsfertige ColumnStore Umgebung bereitgestellt.

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