Ein Backup für Win/Mac, iPhone/Android und zwei Social-Media-Konten

Mit True Image 2018 und KI will Acronis die Anwenderdaten umfassend schützen

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Bei Acronis merkt man deutlich, dass nun mehrere Produkte in die Version eingehen. Es entstehen große Funktionsbereiche wie das Clonen oder Anti-Ransom, die weitgehend ohne Anwenderhilfe arbeiten.
Bei Acronis merkt man deutlich, dass nun mehrere Produkte in die Version eingehen. Es entstehen große Funktionsbereiche wie das Clonen oder Anti-Ransom, die weitgehend ohne Anwenderhilfe arbeiten. (Bild: Acronis)

Wie schwer kann es sein Daten von A nach B zu kopieren? Die Backup-Branche überschlägt sich trotzdem in immer neuen Versionen ihrer jeweiligen Software. Das verwundert einerseits, kaum bringt man andererseits Ransom Ware ins Gespräch dann wird die Herausforderung offensichtlich vor der die Branche steht.

Wer hätte das vor zwanzig Jahren gedacht, dass das Backup nur noch mit künstlicher Intelligenz zu retten sein wird. Doch wie Jan-Jaap Jager, Chief Revenue Officer bei Acronis, bei der Produktpräsentation nebenbei erwähnt, lohnt sich das ,vornehm ausgedrückt, "Geschäftsmodell" der Erpresser, so dass von dieser Seite wohl bald auch mit ungewollten Datenverschlüsselung ohne Anwendereingriffe auszugehen ist.

Hinzu kommt der "Verlust" von über 12.000 Devices am Flughafen, und das viele Anwender immer noch darauf setzen, dass sie ja selbst kaum wissen, wo ihre Daten alle gespeichert sind.

Umfangreiche Renovierung

Vor etwa einem Jahr befragt Acronis seine 5 Millionen Kunden, was ihre Präferenzen beim Backup sind. Die Antworten waren zu erwarten: Zuverlässigkeit, einfachste Bedienung und Sicherheit. Doch die Umsetzung ist dem Hersteller erstaunlich gut gelungen. Neben den in der Bildergalerie vorgestellten Funktionsbereichen, wurden im Hintergrund an die 250 Funktionen verbessert, so dass es heute zum Beispiel möglich ist, mit ATI 2018 einen Klon der primären Festplatte auf ein USB-Drive zu ziehen.

Das ein Backup inzwischen wieder umfangreicher geworden ist, ist leider nicht zu vermeiden, sagt Jager auch.

Es war ja noch nie gut eine entweder Festplatte oder Cloud Strategie zu verfolgen. Besser sei es die Daten auf eine externes Offline-Drive zu ziehen und sie gleichzeitig in der Cloud aufzubewahren und hier die Synchronisation mit mobilen Geräten herzustellen. Trotzdem müssen Endanwender aus Kostengründen mit der Bedrohung leben, dass es letztendlich sehr umfangreicher Investitionen bedürfte, wenn sie wie eine Versicherung alle Daten unangreifbar machen wollten.

VHDX, Speed und Visualisierung

Viele Privatanwender haben noch keine Erfahrungen mit virtuellen Laufwerken. Acronis kann das Backup der Primärfestplatte in das VHDX-Format konvertieren, so dass eine Testumgebung entsteht, die das originäre System nicht

infiltrieren oder abstürzen lassen kann. Auf die hier realisierte Bedienerfreundlichkeit haben man besonderen Wert gelegt, verspricht Jager.

Noch einfacher soll es sein, die mobilen Daten zu kopieren. Nachdem man die Funktion aufgesetzt habe, sei es nur noch notwendig in den WLAN-Bereich des eigenen Netzwerks zu kommen, dann würde der Kopiervorgang gelauncht.

Geschwindigkeit ist Die Herausforderung, will man Daten in der Cloud ablegen. Ein Terabyte Daten über eine 50 Mbit DSL-Verbindung innerhalb einer Stunde in die Cloud zu schicken - das geht nicht. Die Backup-Geschwindigkeit lässt sich insofern nur erhöhen, je weniger Daten zu kopieren sind. Acronis hat deshalb den vorherigen Treiber so modifiziert, dass tatsächlich nur noch die veränderten Datenblöcke in die Cloud transferiert werden und nicht mehr die gesamte Datei.

Und immer wieder gerne genommen, die Informationsfreudigkeit der Anwendung, so dass Anwender schneller erkennen können, ob etwas aus dem Ruder läuft. Das gilt für das Backup genau so wie für den Angriffsalarm bei Virenattacken. Reports in irgendwelchen Dateien sind doch eher für versierte Power-User.

Preise und Verfügbarkeit

Acronis True Image 2018 ist in den drei Versionen Standard, Advanced und Premium erhältlich. Alle Editionen enthalten Acronis Active Protection zum Schutz vor Ransomware und erlauben die Sicherung beliebig vieler Mobilgeräte.

  • Standard ist eine Dauerlizenz, die keinen Cloud-Storage oder Cloud-basierte Funktionen bietet. Damit adressiert die Software die Nutzer, die ihre Daten nur auf lokalen Speichergeräten sichern wollen. Preise beginnen bei 49,99 Euro für einen Computer.
  • Advanced ist eine Ein-Jahres-Lizenz, die zudem über einen 250 GB großen Cloud-Storage sowie Cloud-basierte Funktionen verfügt. Preise starten ab 49,99 Euro für einen Computer.
  • Premium ist ein Ein-Jahres-Abonnement, die Blockchain-basierte Datenverifizierung und elektronische Signaturen ermöglicht. Hier sind ein TB an Cloud-Storage verfügbar. Preise beginnen bei 99,99 Euro für einen Computer.

Advanced- und Premium-Kunden können zusätzlichen Cloud-Speicher erwerben. Advanced-Lizenzen lassen sich auf bis zu 500 GB skalieren. Benötigen Anwender mehr als 500-GB-Cloud-Storage, so können sie ihre Lizenz auf Premium upgraden und somit bis zu fünf TByte an Speicher nutzen.

Alternativ: Für kleine Unternehmen, die mehr als fünf Rechner oder verschiedene Server und Workstations sichern möchten, eignet sich laut Hersteller die Software Acronis Backup 12.5. Diese Software lässt sich für tausende Computer skalieren und bietet geeignete Tools für das Gruppenmanagement komplexer Umgebungen.

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