Interview mit Clemens Siebler über den richtigen Einsatz von All-Flash-Arrays

Modernes Storage für agile Softwareentwicklung

| Redakteur: Rainer Graefen

Ein All-Flash-Storage von NetApp aus der ef-Serie
Ein All-Flash-Storage von NetApp aus der ef-Serie (Bild: NetApp)

Agile Softwareentwicklung soll neue Produkte schnell auf den Markt bringen. Damit DevOps, Container und weitere neue Technologien diesem Anspruch genügen können, ist allerdings eine geeignete Storage-Infrastruktur hilfreich, die die Bedürfnisse der Software-Entwickler ohne die üblichen zusätzliche Support-Anfragen unterstützt.

Storage-Insider: Inwiefern hängen Storage-Infrastruktur und Software-Entwicklung zusammen?

Clemens Siebler: Erst ein passender Storage-Unterbau ermöglicht eine agile Software-Entwicklung. Plattformen wie Kubernetes oder OpenShift sind nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil sie sehr gut skalieren. Diese Flexibilität macht sich im Projekt aber kaum bemerkbar, wenn das zugrundeliegende Storage-System nicht mitspielt. Ideal ist ein All-Flash-System, das horizontal skaliert, bei dem sich also die Performance unabhängig von der Kapazität managen lässt.

Was Netapp anbietet. Und was ist der Vorteil?

Clemens Siebler: Bei Netapp Solidfire beispielsweise stehen die Ressourcen aller Nodes gesammelt in einem Performance-Pool und einem Kapazitäts-Pool zur Verfügung. Die Applikationen können darauf ganz nach Bedarf zugreifen. Zudem liegen dem Entwickler die Ergebnisse seiner Programmierung innerhalb von wenigen Minuten vor. So sieht er sofort, ob Änderungen erfolgreich waren. Dadurch kann er die Codequalität deutlich schneller verbessern und neue Features fertigstellen.

Welche Features sind entscheidend? Was muss die Storage-Infrastruktur können?

Clemens Siebler: Um den Ablauf von Entwicklungsprojekten zu beschleunigen, ist es häufig hilfreich, mehrere Kopien der Produktionsdaten zu erstellen und auf besonders leistungsfähigen Speichersystemen abzulegen. Leistungsfähig heißt in diesem Zusammenhang: All-Flash-Systeme statt Arrays mit SAS-Festplatten. Vor allem das Erstellen und Testen von Builds komplexer Applikationen erfordert eine hohe IOPS-Performance der Storage-Umgebung. Nur dann haben mehrere DevOps-Teams die Möglichkeit, parallel mit diesen Daten zu arbeiten und Varianten einer Software für spezielle Einsatzfelder oder Kunden zu entwickeln.

Aber ist es nicht schon im Vorfeld aufwändig, die Speicherumgebung überhaupt zur Verfügung zu stellen?

Clemens Siebler: Die Storage-Bereitstellung zählte lange Zeit wegen des Koordinationsaufwands mit den Storage-Administratoren nicht zu den Lieblingsaufgaben der meisten Entwickler. Moderne Speichersysteme sind inzwischen so weit automatisiert, dass die Entwicklungsabteilung auf Knopfdruck selbst Speicherressourcen für ein Projekt bereitstellen kann. Ist die Speicherlösung zudem in die Container- oder Cloud-Orchestrierungsschicht integriert, lässt sie sich aus OpenShift, Docker, Kubernetes oder OpenStack heraus managen, ohne dass dafür Storage-Kenntnisse erforderlich sind. So können DevOps-Methoden ihre Stärken noch besser ausspielen.

Woran hakt es in der Praxis häufig in puncto Softwareentwicklung und Speicher?

Clemens Siebler: All-Flash-Systeme machen Entwickler nicht automatisch effizienter und produktiver. Es braucht auch Mechanismen, um den relevanten Anwendungen einen bevorzugten Zugriff auf Storage-Ressourcen zu ermöglichen, Stichwort Quality of Service. Ansonsten dauern automatisierte Testläufe oder das Überführen von Produktionsdaten in Testumgebungen gegebenenfalls länger, weil andere Applikationen zu viel I/O-Performance stehlen.

Wie soll das Gegenmittel aussehen?

Clemens Siebler: Netapp Solidfire setzt daher auf ein variables Verfahren, mit dem sich für einzelne Applikationen Parameter für Quality of Service definieren lassen. Beispielsweise lässt sich so für Anwendungen, die Entwickler nutzen, eine minimale IOPS-Rate definieren, die jederzeit zur Verfügung steht, ebenso eine maximale IOPS-Quote, die zum Beispiel beim Kopieren von Entwicklungsdaten für Testzwecke greift. Der Vorteil einer solchen mehrdimensionalen QoS-Funktion ist, dass für wichtige Aktivitäten wie die Softwareentwicklung jederzeit die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen.

* Clemens Siebler ist Manager Solution Architects EMEA bei Netapp und Experte für Netapp Solidfire

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44648151 / Speichersysteme)