Netzwerkspeichersystem Iomega StorCenter px4-300r im Praxistest, Teil 2

NAS-Geräte für den SMB-Markt machen Profisystemen das Einstiegssegment streitig

12.08.2011 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Rainer Graefen

Ist die IP-Adresse erst einmal im Browser bekannt, hat man die Qual der Einsatzwahl angesichts der zahlreichen Anwendungen.

An der Funktionsvielfalt der Prosumer-NAS-Systeme gibt es nicht viel zu bemäkeln. Verbesserungswürdig ist allerdings der Datenschutz, der sich in diesem Marktsegment trotz wachsenden Datenmengen auf den difizielen RAID-Rebuild oder das langwierige Backup verlassen muss.

Über die USB-Schnittstellen können Fotokameras, Speichermedien oder Drucker mit der NAS-Appliance verbunden werden. Erfolgreich probiert haben wir das mit einem Samsung-Laserdrucker, der mit dem System zum Netzwerkdrucker wurde.

Ebenfalls gelungen ist der Anschluss eines USB-Sticks und der Datentransfer auf das NAS-Gerät. Den Kopiervorgang haben wir über das Bedienfeld an der Front des Speichersystems gestartet. Die kopierten Daten landeten in einem automatisch angelegten Unterverzeichnis des Ordners QuikTransfer.

RAID-Check

Abb. 4: Simulation eines Festplattenausfalls

Die Festplatten in Iomegas NAS können wahlweise als JBOD oder in verschiedenen RAID-Betriebsarten genutzt werden. Beim ab Werk eingestellten RAID-5 bleiben von den 7,28 Terabyte noch 5,46 Terabyte nutzbare Kapazität übrig.

Für unseren Test haben wir eines der Laufwerke im laufenden Betrieb aus dem Gerät entnommen. Erwartungsgemäß kam es dabei zu keinen Komplikationen. Das erneute Einbinden des Laufwerks dauerte circa fünfeinhalb Stunden. Während dieser Zeit funktioniert das Speichersystem zwar weiter, warnt aber prophylaktisch vor möglichen Leistungseinbußen.

Ähnlich viel Zeit wie zur RAID-Reparatur sollte man übrigens auch einplanen, wenn man das System komplett auf die Werkseinstellungen zurücksetzt und dabei alle Festplattendaten mit zufälligen Werten überschreibt – wie maßen hierfür vier Stunden und 40 Minuten.

Benchmark

Für das Benchmarking haben wir natürlich ein fehlerfreies und nicht belastetes Speichersystem genutzt. Von den zwei verknüpfbaren Netzwerkschnittstellen des StorCenter px4-300r verwendeten wir lediglich eine.

Die Werkseinstellungen blieben weitgehend unangetastet: Die Festplatten wurden als RAID-5 angesprochen, der NAS-Schreibcache blieb aktiv, Jumbo-Frames waren ausgeschaltet. Zudem haben wir auf dem System ein iSCSI-Laufwerk mit einem Terabyte Kapazität angelegt.

Als Gegenstelle nutzen wir einen Rechner mit Core 2 Duo CPU (T8100 @ 2,10 GHz), vier Gigabyte RAM und GbE-LAN-Schnittstelle (Realtek RTL8168C(P)/8111C(P)). Als Betriebssystem fungierte ein Windows 2008R2 Standard SP1 (64 Bit) auf aktuellem Stand. Rechner und Speicherappliance haben wir direkt mit dem von Iomega mitgelieferten Ethernet-Kabel verbunden.

Abb. 5: NAS-Messergebnisse

Für erste Benchmarkwerte haben wir die Testsuite Lavalys Everest Ultimate Edition 4.6 genutzt. Auf dem iSCSI-Laufwerk erhielten wir damit Lesezeiten um die 100 Megabyte pro Sekunde.

weiter mit: Praxisnahe Transferraten

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: NAS-Geräte für den SMB-Markt machen Profisystemen das Einstiegssegment streitig
  • Seite 2: Benchmark-Verifizierung

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