Speicheralternative für Datenberge, Teil 1

Object Storage als NAS-Ersatz?

| Autor / Redakteur: Erik Ottem / Tina Billo

Objektspeicher sind auf die kostengünstige Speicherung von Daten im Petabyte-Maßstab ausgelegt und erfüllen die im Big-Data-Zeitalter an Storage-Systeme gestellten Anforderungen.
Objektspeicher sind auf die kostengünstige Speicherung von Daten im Petabyte-Maßstab ausgelegt und erfüllen die im Big-Data-Zeitalter an Storage-Systeme gestellten Anforderungen. (Bild: Pixabay)

Auf 163 Zettabyte schätzt IDC den weltweiten Bestand an Daten im Jahr 2025 ein. 60 Prozent davon, und damit doppelt so viele wie heute, sollen dann bei Unternehmen gespeichert sein. Dementsprechend sind Lösungen gefragt, mit denen sich diese effizient speichern, verwalten sowie nutzen lassen und das zu bezahlbaren Kosten. Object Storage kann dabei helfen.

Gemäß Studien verdoppelt sich das rund um den Globus erzeugte Volumen an Daten alle zwei Jahre. Neben den auf Milliarden von PCs, Smartphones und anderen Geräten genutzten Anwendungen stammen diese in steigendem Maß auch von vielen weiteren Quellen. Fahrzeuge, Roboter, Drohnen, Überwachungssysteme Sensoren, medizintechnische und portable Geräte sind hierfür nur einige Beispiele. Diese zu speichern ist die eine Sache. Sie auswerten und dadurch einen Mehrwert aus ihnen zu ziehen, eine andere.

Hierfür bedarf es nicht immer hochleistungsfähiger Primärspeicher. Viel wichtiger ist, dass sich die großen Datenmengen kostengünstig speichern lassen, die zu diesem Zweck ausgewählte Lösung skalierbar und hochverfügbar ist, eine auf den Anwendungsfall abgestimmte Leistung bietet und sich zudem einfach verwalten lässt. Objektspeicher erfüllen diese Anforderungen, da sich mit ihrem Einsatz unstrukturierte Daten im Petabyte-Bereich und weit darüber hinaus beherrschen lassen. Auf diesem Feld warten sie gegenüber klassischen, dateibasierten NAS-Architekturen mit einigen Vorteilen auf und stellen somit eine interessante Alternative dar.

Die Technologie

Bei dateibasierten NAS-Systemen werden Daten innerhalb eines Ordners beziehungsweise Pfads (hierarchisches Speicher-Management) gespeichert, die bei jedem Datenzugriff neu durchlaufen werden müssen. Blockbasierte SAN-Lösungen fassen hingegen verschiedene Festplattenbereiche in einem logischen Block unter einer einzigen Adresse zusammen. In beiden Fällen stehen nur wenige oder gar keine Informationen zu den gespeicherten Daten zur Verfügung, die das Management und den Support der ständig anwachsenden Datenmengen (Data at Scale) vereinfachen würden. Anders verhält es sich bei objektbasiertem Storage.

Hier werden Daten im Gegensatz zu traditionellen block- und dateibasierten Systemen in ihrer Gesamtheit als ein einzelnes Objekt gespeichert. Zugehörige Metadaten liefern beschreibende Informationen zu diesem und den Daten selbst. Das macht eine hierarchische Struktur obsolet. Die Ablage in einem flachen Adress- beziehungsweise einem Namensraum vereinfacht zudem den Zugriff. Die jedem Objekt zugewiesen eindeutige Kennung (Unique Identifier) erleichtert des Weiteren das Indizieren und Abrufen von Daten oder das Auffinden eines bestimmten Objekts wie zum Beispiel eines Videos oder Fotos. Da die Metadaten von Nutzern definiert werden, ermöglichen sie je nachdem wie sie genutzt werden, Datenanalysen durchzuführen.

Ausgelegt auf unstrukturierte Daten

Objektspeicher sind somit prädestiniert, um unstrukturierte Daten wie Fotos, Audio- und Videodateien und anderen Multimedia-Inhalte sowie Sensordaten, mobile Daten und maschinell generierte Log-Dateien vorzuhalten – mit anderen Worten, für nahezu alles, was nicht in Spalten, Tabellen oder natürlich strukturiert ist.

Im Vergleich zu SAN- oder NAS-Architekturen sind sie skalierbarer und punkten in Sachen Datenverfügbarkeit, - beständigkeit und -management. In Teil 2 erläutet Erik Ottem die Vorteile, die Objektspeicher bieten, im Detail.

* Erik Ottem ist Director Produktmarketing Data Center Systems bei Western Digital

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44802996 / Speichersysteme)