Speicher für das Datenuniversum

Object Storage ist keine Glaubensfrage

| Autor / Redakteur: Tina Billo / Rainer Graefen

Aufgrund stetig zunehmender Speicherkapazitäten tendieren Beschäftigte heute dazu, Dokumente nicht mehr zu löschen.
Aufgrund stetig zunehmender Speicherkapazitäten tendieren Beschäftigte heute dazu, Dokumente nicht mehr zu löschen. (Bild: Ponemon Institute / Varonis)

Das Zeitalter der Digitalisierung macht den Wunsch des Menschen greifbar, alles exakt vermessen und analysieren zu können. Die Erfassung der realen Welt in Echtzeit führt allerdings dazu, dass die Flut an Informationen in einem noch vor wenigen Jahrzehnten ungeahnten Maß explosionsartig ansteigt. Analog dazu nehmen die Einsatzszenarien zu, in die Objektspeicher passen.

Laut Zahlen des Analystenhauses Crisp Research bewegt sich die jährliche Datenwachstumsrate derzeit zwischen 30 und 40 Prozent. Dennoch stehen wir aufgrund des beständigen technischen Fortschritts erst am Anfang der Entwicklung.

So halten pausenlos leistungs- und funktionsstärkere Lösungen Einzug in unser Leben:

Angefangen von stets mit höher auflösenden Kameras oder Sensoren ausgestatteten Satelliten, Drohnen, Automobilen sowie medizintechnischen Geräten bis hin zu Überwachungs- und Ortungssystemen oder Temperaturfühlern.

Viele von ihnen sind vernetzt, können miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Dadurch vervielfältigt sich die Zahl und Größe der produzierten Daten fortlaufend exorbitant.

Datenschleuder Mensch

Hinzu kommt, dass jeder von uns tagtäglich Unmengen an digitalen Spuren hinterlässt, die gleichermaßen gespeichert werden. Wir telefonieren, posten, tweeten, googeln und e-mailen, nehmen mit unseren Smartphones jederzeit und überall Fotos und Videos auf, streamen Musik, Serien sowie Filme oder kaufen online ein. Ebenso nutzen wir Navigationssysteme, standortbezogene Apps, Fitnessarmbänder oder Health-Tracker und sind damit selbst Teil des unablässig Daten generierenden Internets der Dinge (IoT).

Selbstverständlich ist für uns, dass uns alle diese Optionen rund um die Uhr unterbrechungsfrei zur Verfügung stehen sowie schnell und einwandfrei laufen. Selbstredend erwarten wir zudem, dass unsere persönlichen Daten geschützt sind oder die von uns auf unterschiedlichen Speicherdiensten abgelegten Dateien nicht verloren gehen.

Damit von uns gewünschte Informationen gleich welchen Typs möglichst unmittelbar ohne Wartezeit bereitstehen, arbeiten im Hintergrund Systeme, die diesen Ansprüchen sowohl unter Geschwindigkeits- als auch Kapazitätsaspekten gewachsen sind.

So kommt jeder von uns regelmäßig mit Object-Storage-Technologien in Berührung, deren Potenzial die Anbieter von

Cloud- und Internetdiensten – darunter Amazon, Microsoft, Google oder YouTube – bereits Mitte der 2000er für sich entdeckten und die das Rückgrat ihrer Cloud-Infrastrukturen bilden.

Unstrukturierte Daten stellen den größten Anteil des Gesamtdatenvolumens

Object Storage ist dafür konzipiert, bergeweise unstrukturierte Daten aufzubewahren, also solche, die kaum verändert oder selten gebraucht werden. In diese Kategorie fallen heute die meisten von Menschen und Maschinen erzeugten Informationen – ihr Anteil beläuft sich inzwischen auf etwa 80 bis 90 Prozent. Zu unterscheiden, welche davon mit Blick auf die Zukunft behalten werden sollten, ist angesichts ihrer schieren Masse ein Ding der Unmöglichkeit.

Demgemäß lautet die Prämisse: Erst einmal alles speichern – ob nun aus Compliance-Gesichtspunkten heraus oder weil sich aus den Datensammlungen zu einem späteren Zeitpunkt wertvolle Erkenntnisse ziehen lassen. Auf traditionellen Architekturen beruhende Block- oder File-Speicher geraten hier an ihre Grenzen. Der Grund ist ein einfacher – sie wurden nicht unter der Vorgabe entwickelt, Peta-, Exa- oder gar Zettabyte an Daten aufzunehmen und zu verwalten, sondern zu anderen Zwecken.

Beispielsweise auf Speicherebene eine höhere Performance, Geschwindigkeit und niedrigere Latenz zu erreichen, mehreren Nutzern den gleichzeitigen Zugriff auf Dateien zu vereinfachen oder Dateidienste zu konsolidieren. Insofern eignen sich die althergebrachten Systeme unter vielerlei Gesichtspunkten nur eingeschränkt für die Speicherung von Billiarden an unstrukturierten Daten und weisen Schwächen beim Metadaten-Management, der Ausfallsicherheit oder dem Datenschutz auf.

Anders hingegen verhält es sich mit Objektspeichern, die neben ihrer nahezu endlosen Skalierbarkeit mit weiteren Leistungsmerkmalen rund um Themen wie Verfügbarkeit, Verwaltbarkeit, Flexibilität punkten und sich durch geringe Gesamtbetriebskosten auszeichnen.

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