Hewlett-Packard ruft Phase des Converged Storage aus

P6000-Familie vereinfacht Managementdienste und beschleunigt Softwareimplementierung

11.06.2011 | Redakteur: Rainer Graefen

HP P6000 EVA: Die HP Erfolgsgeschichte geht weiter. Seit Markteinführung wurden schon mehrere Hundert Systeme verkauft.

Das Dual Controller Array P6000 leistet seit langem seinen nicht unerheblichen Beitrag zum Storage-Umsatz bei HP. Die nunmehr fünfte Generation ordnet sich dem großen Ziel einer konvergenten Infrastruktur unter.

HP überraschte auf seiner Presseveranstaltung am 7. Juni 2011 in München, die zeitgleich zur amerikanischen Kundenkonferenz HP Discover stattfand, die Öffentlichkeit mit einem kleineren Marketing-Feuerwerk.

Nach der „Converged Infrastructure“ folgen nun mit „Converged Storage“, „Converged Systems“ und „Converged Management“ weitere wichtige Bausteiner einer automatisierbaren IT.

Annäherungsstrategie

Der Wille zur Cloud wird mit diesen konvergierenden IT-Säulen, die selbstredend auch untereinander kommunizieren können, unterstrichen. Der Begriff „Converged“ zeigt deutlich, dass IT-Hersteller HP heftig am Ende der Siloarchitekturen arbeitet, er signalisiert allerdings auch, dass dies nur ein Übergangsphase sein kann.

Verwaltungstechnisch ausgedrückt: Die Konvergenz findet nun auf allen IT-Layern statt und das darauf aufsetzende Converged Management, das die seit langem in jedem HP-Gerät integrierten Sensoren und Schnittstellen per Insight-Software bemutzen wird, sorgt für die einfache Provisionierung von Diensten, Softwareinstallation und Hardware-Steuerung.

Einfacher gesagt: Das Speicherarray unterstützt Microsoft Exchange, Microsoft SQL, SAP und Oracle sowie eine nahtlose Integration in VMware und Microsoft-Virtual-Server-Umgebungen.

Speicherbedarf durch Servervirtualisierung unkalkulierbar

Für Storage-Insider interessant war indes vor allem die fünfte Generation der P6000-Familie, ehemals Enterprise Virtual Array oder kurz EVA.

Die Presseinformation fasst den relevanten Inhalt knapp so zusammen: „Traditionelle Speicherarchitekturen waren für eine statische Auslastung, strukturierte Daten und dedizierte Systeme ausgelegt. Die heutige IT ist jedoch von Dynamik, Virtualisierung, Multimedia und Cloud geprägt. Um dieser Situation gerecht zu werden, kombiniert HPs neue Speicher-Architektur Scale-Out-Software mit Standard-Server und -Speicherhardware.“

Auswirkungen dieser Erkenntnis hat Storage-Insider.de schon am Beispiel des HP 3PAR-Systems in unserer Bildergalerie dargestellt. Nun wurden wichtige Funktion des HP 3PAR Systems auch für die P6000-Familie umgesetzt:

  • Dynamische LUN/RAID-Migration
  • Integration in VMware und MS Virtual Server
  • Thin Provisioning (kostenfrei)
  • Business Copy (Lizenz beinhaltet Dynamische Migration)

Die Hardware-Basis

Beim P6000-Topmodell, der P6500 EVA, lassen sich in maximal 20 Plattenshelves entweder 240 Festplatten mit 3,5-Zoll-Formfaktor (LFF) oder 450 Festplatten mit 2,5-Zoll Formfaktor (SFF) anschließen. Das entspricht derzeit einer Kapazität bis zu 480 Terabyte.

Das kleinere Modell, die P6300 EVA, lässt sich mit zehn Gehäuseeinschüben zu je 25 SFF-HDs oder 12 LFF-HDs auf aktuell 240 Terabyte Speicherkapazität aufrüsten. Die Festplatten-Backplane in den Shelves ist bei beiden Modellen vollständig in SAS-Technik mit einer Bandbreite von 6 Gbit pro Sekunde ausgeführt.

Sparsame Technik verbraucht weniger Energie

Anhänger der Green It wird es freuen, dass sich durch den Einsatz von 2,5-Zoll SAS-Laufwerken der Energiebedarf um maximal 40 Prozent reduzieren lässt, hat man bei HP errechnet. Das bedeutet im besten Fall, verglichen mit dem Vorgängermodell EVA 6400, eine Kostenersparnis um über 3.000 Euro.

Das Host-Interface bietet diverse Konfigurationsmöglichkeiten von bis zu acht 8 Gbit FC-Ports, bis zu vier 10 Gbit iSCSI- oder FCoE-Ports oder acht 1 Gbit iSCSI-Ports.

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