Red Hat formuliert Best Practices für SDS und Open Stack

Sechs Tipps für das Storage-Management in einer Open Hybrid Cloud

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Gerald Sternagl, EMEA Business Unit Manager Storage von Red Hat.
Gerald Sternagl, EMEA Business Unit Manager Storage von Red Hat. (Red Hat)

Die Verlagerung von Daten in eine Open Hybrid Cloud bietet Vorteile für Unternehmen, die in der Regel mit einer großen Zahl von semi- und unstrukturierten Daten zu kämpfen haben. Red Hat hat dafür sechs Best Practices veröffentlicht.

Das rasante Datenwachstum stellt viele Firmen vor Herausforderungen. Insbesondere das Verhältnis zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten hat sich drastisch geändert. Lange Zeit waren diese Segmente gleich groß, heute belegen halb- und unstrukturierte Daten etwa 90 Prozent des Speichervolumens.

Mit einer offenen Software-defined-Storage-Lösung, die in einer Open Hybrid Cloud zum Einsatz kommt, lassen sich bei Speicherung und Verwaltung dieser Datenbestände Vorteile erzielen. „Eine Open Hybrid Cloud bietet eine zukunftsfähige Plattform für die Speicherung unstrukturierter Daten.

Unternehmen sind damit in der Lage, eine zentrale und kostengünstige Storage-Plattform aufzubauen, die sich flexibel an aktuelle und künftige Anforderungen anpassen lässt“, betont Gerald Sternagl, EMEA Business Unit Manager Storage von Red Hat. Der Open-Source-Spezialist nennt dazu die folgenden sechs Best Practices.

1. Unstrukturierte Daten inventarisieren

Nur ein geringer Anteil der in einem Unternehmen vorhandenen Daten befindet sich in relationalen Datenbanken. Weitgehend unklar ist, wo die unstrukturierten Informationen wie Bilder, Tabellen, Dokumente, Präsentationen, archivierte Beiträge aus sozialen Medien gespeichert sind. Zu klären sind deshalb die Fragen Welche Daten liegen vor? Wo befinden sich die Daten? Wem gehören sie? Wann wurden diese zuletzt verwendet?

2. Daten klassifizieren

Wenn klar ist, welche unstrukturierten Informationen in einem Unternehmen vorliegen, sollte als nächstes ermittelt werden, wer welche Dateien wie oft in welchen Anwendungsszenarien nutzt und welchen Stellenwert die Informationen für ein Unternehmen haben.

Bei vorhandenen Beständen kann die Klassifizierung sehr aufwendig sein, weil es kaum automatisch arbeitende Tools gibt, die auch die Dateninhalte erkennen und klassifizieren können. Deshalb ist es auch wichtig, den Ursprung der Daten zu ermitteln. Die objektorientierte Datenspeicherung erlaubt die Vergabe von zusätzlichen Attributen, die sich vor allem bei der Implementierung eines Informationslebenszyklus als enorm nützlich erweisen.

3. Gesetzliche Anforderungen berücksichtigen

Wichtig bei Belegen, elektronischen Rechnungen oder anderen Geschäftsdokumenten sind die Aufbewahrungsorte und die Aufbewahrungsfristen. Es gelten die Regeln und Anforderungen an die Speicherung von Daten und Dokumenten aus dem Bundesdatenschutzgesetz.

Cloud-Computing-Anwendungsszenarien, bei denen keine personenbezogenen Daten zwecks Aufbewahrung an Server im Ausland gesendet werden, sind datenschutzrechtlich weniger problematisch. Dokumentenmanagement-Systeme oder Archivierungslösungen können eingesetzt werden, um das Management des Informationslebenszyklus und die Wahl des passenden Speichermediums zu automatisieren.

4. Eignung bestimmter Daten für Open Hybrid Cloud prüfen

Nach Klärung der grundlegenden Bedingungen können Unternehmen eine Entscheidung treffen, welche Daten, etwa aus Compliance-Gründen, weiterhin im Rechenzentrum vor Ort und welche in der Cloud gespeichert werden können.

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