Nutanix will mit der Harvard Architektur die kommerziellen Rechenzentren erobern, Teil 3

Selbst in einer Hybrid-Umgebung lässt sich geistiges Eigentum abschotten

| Autor / Redakteur: Marcus Ehrenwirth / Rainer Graefen

(Grafik: Nutanix)

Wie private oder hybride Cloud-Infrastrukturen das Versprechen von größerer Flexibilität und niedrigeren Kosten wahr werden lassen, und das ohne Abstriche beim Datenschutz

Öffentliche Cloud-Angebote sind aus Gründen der Flexibilität, des Bedienkomforts und der Kostenvorteile, die aus Einsparungen bei Personal- und Administrationsaufwand resultieren, bei vielen Unternehmen bereits gang und gäbe. Spätestens seit Prism und Tempora ist aber auch klar: Schützenswerte Daten und Dokumente in die Cloud auszulagern birgt Risiken in sich.

Diese können rechtlicher Natur sein, wenn zum Beispiel ein Vorstand wegen des Verlustes von Kunden- oder Mitarbeiterdaten persönlich haftet. Noch bedrohlicher aus Unternehmenssicht dürfte aber der potenzielle Verlust des geistigen Eigentums sein.

Private Cloud preiswert machen

Die Lösung für dieses Problem ist der Aufbau einer privaten oder hybriden Cloud, in der alle oder zumindest alle schützenswerten Daten und Dokumente unter der Kontrolle des Unternehmens bleiben. Doch was ist dann mit der Flexibilität und den Kostenersparnissen öffentlicher Cloud-Angebote?

In Zeiten von Virtualisierung entwickelt sich spezielle Storage-Hardware mehr und mehr zum Hauptkostenfaktor – und zwar über den gesamten Lebenszyklus einer SAN-Infrastruktur hinweg. Denn hier fallen nicht nur höhere Anschaffungskosten an, sondern auch der Administrationsaufwand ist größer, da oftmals Spezialkenntnisse erforderlich sind, die wiederum höhere Personalkosten nach sich ziehen können.

Commodity Hardware reicht

Außerdem erschwert spezielle Storage-Hardware in vielen Fällen die flexible Bereitstellung der gerade benötigten Anwendungen. Der konvergente Ansatz von Nutanix, nicht nur Rechen-, sondern auch Speicherressourcen mit Hilfe von geeigneter Software zu virtualisieren und zusammenzuführen, kann hier Abhilfe schaffen.

Denn dieser Ansatz erlaubt den Einsatz von preisgünstiger Standard-Hardware, die auch nicht auf spezielle Funktionalitäten und Applikationen zugeschnitten und damit begrenzt ist. Damit verbilligen sich Aufbau und Administration privater und hybrider Cloud-Infrastrukturen deutlich.

Hybride Umgebungen bieten zusätzlich den Vorteil, das Disaster-Recovery-Problem zu lösen und für kontinuierliche Servicebereitstellung zu sorgen. In einer privaten Cloud-Infrastruktur müssen die Nutanix-Appliances nicht an ein und demselben Standort implementiert sein.

Das Zauberwort: verteilte Infrastruktur

Es ist die Software, das Nutanix Distributed File System (NDFS), das alle Rechen- und Speicherressourcen in einem Pool zusammenführt, redundant und damit ausfallsicher vorhält und die Daten automatisch in die Nähe der Anwendung bringt, die diese Daten gerade benötigt.

Freilich lässt sich die komplette private Infrastruktur auch bei einem externen Hosting-Anbieter betreiben und vom eigenen Unternehmen aus managen. In einem hybriden Szenario lohnt es sich mit Nutanix, die Datenarchivierung preisgünstig an einen externen Anbieter auszulagern und von 100-prozentiger Verfügbarkeit der öffentlichen Cloud zu profitieren.

Denn auf Basis von NDFS werden sowohl Applikationen als auch die gespeicherten Daten über verschiedene Standorte verteilt. Funktionalitäten für Replikation und Backup erstellen „Schnappschüsse“, so dass selbst bei einem System- oder Standortausfall die Anwendungen und zugehörigen Daten an anderer Stelle im Cluster weiterhin und ohne Unterbrechung zur Verfügung stehen.

Dies dürfte insbesondere für Unternehmen interessant sein, die einen großen Teil ihres Umsatzes über Software mit direktem Endkundenkontakt erzielen. Denn mit einer hybriden Cloud lässt sich das Gespenst geschäftsgefährdender Serviceunterbrechungen erfolgreich und zuverlässig vertreiben.

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