Die Kosten eines Datenverlustes lassen sich reduzieren

Sichere Datenhaltung bis zur letzten Transaktion

| Redakteur: Rainer Graefen

Je weniger Datenverlust zugestanden wird. desto mehr Aufwand ist in das Replikationsverfahren zu stecken. Mit einer guten Balance von RPO und RTO lassen sich jedoch Kosten reduzieren.
Je weniger Datenverlust zugestanden wird. desto mehr Aufwand ist in das Replikationsverfahren zu stecken. Mit einer guten Balance von RPO und RTO lassen sich jedoch Kosten reduzieren.

Die Total Cost of Ownership eines Datenverlustes sinken beständig - dank des vermehrten Einsatzes von Virtualisierungstechnik.

Die Chancen, weniger Daten zu verlieren und dafür sogar weniger investieren zu müssen, sind dank Servervirtualisierung gestiegen.

Was auf den ersten Blick widersprüchlich aussieht, hat seine Grundlage in der um sich greifenden Virtualisierung von Server und Speichersystem.

Das Differenzkopieren

Einer virtuellen Maschine (VM) merkt man mit zunehmender Leistungsfähigkeit der CPU-Cores immer weniger an, dass sie kein physischer Server ist. Die VM hat gemäß ihrer Priorisierung Zugriff auf alle Hardware-Ressourcen - und ist doch nur eine Datei von einigen Gigabyte Größe.

Und das ist nur ein Aspekt. Dedupliziert man hundert ähnliche virtuelle Maschinen bleibt nicht viel mehr übrig oder zu speichern als das Original.

Das bringt für Backup&Restore erhebliche Vorteile. Eine VM lässt sich in wenigen Sekunden von einem Ort an einen replizieren. Und auch das Disaster Recovery kann in einer anderen preislichen Liga angesiedelt werden, wenn die Backup-Software auch noch das Differenzbackup beherrscht. Dann gerät die Migration auf einen entfernten Server zur schnellen Kopie.

Daten müssen nicht in jedem Fall mit Hightech geschützt werden

Ähnliches gilt auch für eine VM, die Daten auf ein Speichersystem schreibt. Bezieht man hier neuartige Technologien wie das Changed Block Tracking (CBT) ein, dann sind auch die Anwendungsdaten in kürzester Zeit von einem Speicherort an einen anderen übertragen.

Diese neuartigen Möglichkeiten, das Datenvolumen bei Backup und Disaster Recovery auf ein Minimum zu reduzieren, lässt sich nutzen, um den zulässigen Datenverlust und die zulässige Ausfallzeit der diversen Anwendungen zu überdenken.

Die Grafik auf dieser Seite gibt eine quantitative Einschätzung darüber, mit welcher Technik Daten und die dazugehörigen Services geschützt werden können. Auf der X-Achse bildet die kleiner werdende Ausfallzeit (RTO) den Maßstab, auf der Y-Achse sind die steigenden Kosten für die Vermeidung von Datenverlusten aufgetragen.

Beispiel „Traditionelles Backup“: Sobald das Backup angelaufen ist, sind alle neu hinzukommenden Daten ungeschützt. Während einer Vollsicherung von einem Terabyte Daten mit einem LTO-3-Laufwerk sind bei einer Datentransferrate von etwa 250 GByte pro Stunde, die Daten über einen Zeitraum von 4 Stunden nicht schützbar.

Beispiel „Clustering“: Beim Ausfall eines Serverknotens in einem Cluster reduziert sich die Ausfallzeit auf wenige Sekunden, da beider Serverknoten mit denselben Programmen und Daten arbeiten können. Da die Knoten sich ständig gegenseitig informieren, dass alles in Ordnung ist, ist im Fehlerfall eines Knotens in wenigen Sekunden klar, welcher andere die Arbeit übernehmen soll.

Flotte Krisenbehebung mit Snapshots

Mit der Virtualisierung sind viele, inzwischen bewährte Techniken für die Datenrettung auf den Markt gekommen. Verfahren von der VTL, über Snapshots und Dauer-Snapshots (CDP) bis hin zu Replikation auf Controller-Ebene, können inzwischen den Datenverlust und auch die Ausfallzeit auf wenige Minuten pro Jahr reduzieren.

Ein Maßstab dafür, welches Verfahren zum Zuge kommen sollte, sind die Einnahmeverluste, die während der Ausfallzeit des Services auflaufen. Diese fallen meist höher aus, da das Geschäft in der Wiederanlaufphase nicht sprunghaft sofort mit dem gewohnten Verkaufsniveau weitergeht.

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