Netzbetreiber spart Strom im eigenen Datacenter

Simplivitys Omnicube ersetzt gespiegelte ESX-Serverfarm

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit setzt der Netzbetreiber ganz auf die hyperkonvergente IT-Infrastruktur von Simplivity. Sie sorgt dafür, dass die E.ON-Tochter die Effizienz in der IT erheblich steigern und beachtliche Kostenvorteile erreichen konnte.

Als Tochter der SVO Holding und damit der E.ON SE unterhält und betreibt die Celle-Uelzen Netzdas Versorgungsnetz für Elektrizität, Gas und Wasser im östlichen Niedersachsen.

In ihrer Aufgabe als Netzbetreiber stellt die Celle-Uelzen Netz sicher, dass Strom, Gas und Wasser zuverlässig an die 300.000 Einwohner der Region geliefert werden. Das Leitbild des Unternehmens ruht auf den drei Säulen: Zusammenarbeit, Kundenorientierung und Wirtschaftlichkeit.

Die geschäftliche Herausforderung

Zwar befindet sich die Celle-Uelzen Netz als Tochterunternehmen unter dem Dach der E.ON SE, einem der größten europäischen Energieversorger, dennoch gilt sie mit rund 330 Arbeitsplätzen als typischer Mittelständler. Dazu kommt, dass sie als Dienstleister für ein Energie- und Wasserversorgungsunternehmen auf das Engste mit ihrem Versorgungsgebiet verwoben ist.

Jürgen Peters, Teamleiter Systeme bei der Celle-Uelzen Netz, hat sich hier ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollen der erfolgreichste Netzbetreiber in der Region Ostniedersachsen, das heißt

in der Stadt Celle, in den Landkreisen Celle und Uelzen sowie in einigen kleinen Randgebieten sein.“

Das Streben nach Erfolg spiegelt sich auch in der Philosophie der Celle-Uelzen Netz wider, die auf drei Säulen ruht: Kundenorientierung, Zusammenarbeit, Wirtschaftlichkeit.

Konsolidierung von zwei Rechenzentren und Erneuerung der IT-Infrastruktur

Um die ersten beiden Punkte zu erfüllen, hat der Netzbetreiber unter anderem eine offene und transparente Unternehmenskommunikation sowie einen schnellen Service aufgebaut.

Um seine eigenen hohen Ziele in Bezug auf Service und Schnelligkeit auch in Zukunft zu gewährleisten, beschloss der Netzbetreiber im Jahr 2014, die bestehende Infrastruktur in seinen Rechenzentren zu erneuern und im Zuge dessen zu konsolidieren, zumal die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit stetig stiegen.

Dr. Michael Sandhoff, der das Projekt als externer Berater leitete und betreute, wollte die bisher verwendete Storage-Infrastruktur durch eine Lösung ersetzen, die nicht nur weniger kostet, sondern auch mehr Leistung bringt. Dabei standen Sandhoff und sein Team vor mehreren Herausforderungen:

  • Bislang hatte die Celle-Uelzen Netz mehrere ESX-Server auf Basis von x86-Premium-Hardware verwendet (im Detail waren dies sieben 4-CPU-Systeme und drei 2-CPU-Systeme). Die Daten werden von zwei Rechenzentren verwaltet und bearbeitet. Die Datenbestände auf den Speichereinheiten von EMC bzw. HP in beiden Rechenzentren sind synchron gespiegelt. Diese Spiegelung der Datenbestände galt es beizubehalten.
  • Das Management des Storage Area Networks (SAN) sollte vereinfacht werden. Die neue Lösung sollte mit steigenden Anforderungen mithalten können, zumal die bisherige Speicherlösung bereits zum Zeitpunkt des Auftrages sowohl aus Sicht der Speicherkapazität als auch aus Gründen der Zugriffsgeschwindigkeit an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stieß.

Gerade das Thema Speicherfähigkeit lag dem Berater am Herzen: „Nach 36 Monaten Laufzeit wäre wieder eine weitere Investitionsrunde mit neuen SSD-Beschleuniger- Karten angestanden und das wäre für den Kunden recht teuer gekommen. Glücklicherweise konnte ich ihn von einer wirklich smarten Lösung überzeugen.“

Die OmniCube-Lösung

"Ich habe mir angeschaut, welche Anbieter es auf dem Markt gibt und welche Lösungen diese Unternehmen bieten. Schließlich bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass man einen beachtlichen Leistungsgewinn bei gleichzeitiger Kostenreduktion im Vergleich zu einer konventionellen Architektur erzielen kann, wenn man die ESX-Hosts und das SAN-Storage kombiniert."

Der Berater entschied sich für die hyperkonvergente Plattform Omnicube des US-amerikanischen Hardware-Herstellers Simplivity. Für den Netzbetreiber bot diese Lösung eine Reihe von Vorteilen gegenüber der bisher verwendeten Hardware:

  • Komplette Lösung aus einer Hand
  • Extrem effizienter Einsatz der vorhandenen Ressourcen
  • Schutz der Daten an dem Ort, an dem sie gespeichert werden (nativer Datenschutz)
  • Minimierung der effektiven Festplatten-I/Os durch Inline-Deduplizierung (Reduktion redundanter Daten vor der Speicherung) sowie Inline-Kompression
  • Mit steigenden Anforderungen des Kunden problemlos erweiterbar

Dr. Sandhoff schlug Jürgen Peters und seinen Kollegen bei der Celle-Uelzen Netz vor, auch schon Teile des Budgets von 2015 in die Hand zu nehmen und noch einen Schritt weiter zu gehen: nämlich direkt die Speicherkapazität auszubauen, die Leistung der IT insgesamt effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren.

Hohe Sicherheit und schnelle Spareffekte

In jedem der beiden Rechenzentren, die sich gemäß der vom BSI empfohlenen Richtlinien in einer gewissen Distanz zueinander befinden müssen - in diesem Fall in zwei etwa fünf Kilometer voneinander entfernten Ortschaften – installierte das Team von Dr. Sandhoff zunächst jeweils fünf Omnicubes CN-3000. Im März 2015 kam noch jeweils ein Omnicube CN-2200 hinzu, so dass sich nun insgesamt zwölf Omnicubes im produktiven Einsatz befinden.

Bereits nach drei Monaten Betrieb konnte Peters die positiven Auswirkungen der Simplivity-Lösung feststellen: "Die Energiekosten für Kühlung sind deutlich nach unten gegangen. Das haben wir schon kurz nach Inbetriebnahme der Omnicubes gemerkt. Aber auch die Kosten für Batteriebevorratung, Speisung, etc. fallen weg. Außerdem", so fügt er hinzu, "benötigen die Omnicubes viel weniger Platz. Anstelle von 80 Rack-Höheneinheiten haben wir jetzt nur noch zwölf pro Rechenzentrum. Wir können also noch bequem erweitern."

Gelungene Kooperation

Der externe Berater Dr. Sandhoff zeigt sich besonders angetan über die reibungslose Zusammenarbeit der Projektpartner: "Das hat man nicht oft, dass alle derart gut an einem Strang ziehen, aber das war hier wirklich der Fall. Jürgen Peters und sein Team haben das Projekt sehr gut vorbereitet und es lief alles wirklich wie am Schnürchen. Das liegt natürlich auch daran, dass die Projektleitung großen Wert auf ein gutes Assessment gelegt hat: Es gab ein sauberes Kick-off, gute Design-Skizzen, ein klares Briefing aller Projektpartner. Das hilft natürlich schon sehr. Bei so einem Projekt mit einem 10 GBit-Netzwerk ist eine gute Vorab-Organisation nötig. Das konnten wir gemeinsam mit Simplivity auf den Weg bringen.“

Auch der Teamleiter Systeme bei der Celle Uelzen Netz, Jürgen Peters, betont, dass die Einführung der Omnicubes ein voller Erfolg war: "Was Herr Dr. Sandhoff sagt, kann ich bestätigen. Wir haben von Anfang an sehr gut zusammengearbeitet, und zwar sowohl in Bezug auf die inhaltliche Realisierung als auch in Bezug auf die finanzielle Seite. Mit Simplivity fahren wir sehr gut."

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