Cloud, BI und Sicherheit im Mittelpunkt

Smart: IBM Enterprise-Systeme

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Wilfried Platten

Smart Computing mit dem IBM -Server DS8870
Smart Computing mit dem IBM -Server DS8870 (IBM-HARDWARE-DE)

IBM macht mit neuem Prozessor und erweiterten Funktionen seine Power-Systeme fit für Cloud-Infrastrukturen.

Für IBM findet die Transformation der IT am Front End statt. Das Back End muss entsprechend nachziehen. Deshalb wurden nach eigenen Angaben mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung neuer Enterprise-Systeme gesteckt. Sie sollen damit fit werden für eine IT-Welt, die laut IBM aktuell von vier Trends geprägt wird:

  • Die Entwicklung von Social Media zu Social Business
  • Die weiter steigende Mobilität
  • Der wachsende Bedarf an Business Analytics
  • Das Thema Sicherheit, das an Bedeutung noch zunehmen wird.

Bei der Entwicklung der neuen Power-Systeme 770 und 780 standen daher die Themen Leistung, Virtualisierung, Zuverlässigkeit und Sicherheit auf der Agenda ganz oben – als Antwort auf die rasant wachsende Nachfrage nach Servern die geeignet sind, als Herzstück einer sicheren, datenorientierten Cloud-Infrastruktur zu dienen.

Basis dafür ist der neue Prozessor Power7+ mit 32-Millimeter-Technologie. Zur Leistungssteigerung wurde gegenüber dem Vorgänger Power7 vor allem am Cache gefeilt. Zudem gestattet Power7+ jetzt bis zu 20 virtuelle Maschinen (VM) pro Kern, eine Verdoppelung der VM-Kapazität.

Elastische Kraft

Unter dem Stichwort „dynamische Effizienz“ – bei BMW heißt das „Efficient Dynamics“ – hat IBM den neuen Power-Systemen die Funktion Elastic Capacity on Demand (CoD) verpasst. Sie sollen dadurch die Fähigkeit erhalten, durch eine dynamische, skalierbare Ressourcenzuordnung flexibel auf die wechselnden Lasten in der Cloud reagieren zu können. Für besonders rechenintensive Anforderungen, wie etwa komplexe Business-Analytics-Anwendungen, können dafür bis zu zehn Server gepoolt werden.

Als Betriebssysteme stehen AIX 7.1, IBM i TR5 und Linux zur Auswahl. Übrigens, 85 Prozent aller Power-Systeme werden über Partner verkauft.

Mit Datenverschlüsselung

Die Power-Rechner werden ergänzt durch zwei neue Highend-Speichersysteme: das DS8870 und das Storwize V7000. Das DS8870 gehört mit seinem Power7-Prozessor und einem Terabyte Cache zu den Highend-Boliden, und ist ab sofort das Flaggschiff der DS8000-Familie. Gegenüber seinem Vorgänger soll es die Leistung verdreifachen, und dabei 20 bis 30 Prozent genügsamer beim Energieverbrauch sein. Die Datenverschlüsselung auf allen Platten (Full Disk Encryption) ist jetzt Standard.

Das Storwize V7000 reiht sich in die Reihe der Entry-Level-Systeme ein. Eine integrierte Datenkompression für Block- und Filedaten in Echtzeit soll die Speichereffizienz um bis zu 80 Prozent erhöhen – ohne Geschwindigkeitseinbußen.

Auf Band

Für die Archivierung großer und größter Datenmengen pflegt IBM nach wie vor das gute alte Tape. Das Linear-Tape-File-System TS1060 arbeitet nach dem LTO6-Standard, mit einem Datendurchsatz von 160 Megabyte pro Sekunde und 400 Megabyte pro Sekunde komprimiert. Durch verbesserte Kompressions-Algorithmen passen bis zu 6,2 Terabyte auf ein einziges Band.

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