Studie deckt versteckte Kosten bei Cloud Computing auf

Symantec: Cloud kostet mehr als gedacht

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Andreas Bergler / Dr. Andreas Bergler

Bei Cloud Computing können die Kosten auch nach oben steigen.
Bei Cloud Computing können die Kosten auch nach oben steigen. (© KristijanZontar - Fotolia.com)

Unerwartete Ausgaben für Cloud Computing hat Symantec in einer Studie enthüllt. Um die Kosten für die Cloud wieder unter Kontrolle über zu bekommen, empfiehlt der Security-Anbieter einige Maßnahmen.

Vermeintliche Einsparungen und die Forderung nach mehr Flexibilität treiben viele Unternehmen und Anwender in die Cloud. In der Studie „Avoiding the Hidden Costs of Cloud 2013“ hat Symantec herausgefunden, dass Unternehmen nicht ausreichend von Cloud Computing profitieren. Dabei wurden über 200 Firmen befragt. Für etwa drei Viertel aller Unternehmen ist es vor allem der Wildwuchs bei den Cloud-Anwendungen, der die Kosten „in die Wolken“ treibt. So würden manche Geschäftsbereiche öffentliche Cloud-Dienste implementieren, die von der IT gar nicht freigegeben seien.

Obendrein verkompliziere die Cloud die Themen Backup und Recovery. In diesem Bereich nutzen wenige Unternehmen Konsolidierungseffekte, sondern setzen die Cloud als zusätzliche Storage-Variante neben der Speicherung in physischen und virtuellen Umgebungen ein. Diese Praxis verwundert nicht, denn laut Studie hat knapp ein Drittel der großen Unternehmen bereits Daten in der Cloud verloren. Und über die Hälfte hätten schon Probleme bei der Daten-Wiederherstellung gehabt.

Dabei kostet auch Speicherplatz in der Cloud Geld. Während aber bei physischen Systemen gewöhnlich eine 50 prozentige Nutzung des Speichers angestrebt wird, liegt weltweit der durchschnittliche Auslastungswert von Cloud-Speichern bei lediglich 17 Prozent. Unternehmen bezahlen in der Cloud also etwa sechsmal so viel an Kapazität, wie sie tatsächlich benötigen.

Damit die durch Cloud Computing verursachten Kosten nicht davongaloppieren, empfiehlt Symantec vier Gegenmaßnahmen:

  • Prozesse und Regeln sollten sich an Mitarbeitern und Informationen orientieren, nicht an der Technologie oder Plattform.
  • Diese Regeln müssen den Mitarbeitern gleichzeitig nahegebracht, danach überwacht und stringent umgesetzt werden.
  • Es ist entscheidend, Plattform-unabhängige IT-Werkzeuge auszuwählen.
  • Daten sollten auch in der Cloud dedupliziert werden.

„Erst wenn Unternehmen es schaffen, den Wildwuchs bei Anwendungen und Speichersystemen zu stoppen, sparen sie Geld und schützen ihre Daten“, erklärt Frank Bunn, Senior Manager Communications Service Providers EMEA Industry Solutions Team bei Symantec. □

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