Welchem Langzeit-Archivkonzept sollte man den Vorzug geben?

Taugen Dateisysteme oder Objekt-Speicher besser für Longterm-Storage?

| Autor / Redakteur: Georg Csajkas, iTernity / Rainer Graefen

Best-of-Breed-Ansatz aus Filesystemzugang und Software Defined Object Storage
Best-of-Breed-Ansatz aus Filesystemzugang und Software Defined Object Storage (Grafik: iTernity)

Unternehmen stehen vor der Aufgabe, die wachsende Menge unstrukturierter Daten für lange Zeitspannen unter Kontrolle zu halten. In diesem Zusammenhang wird aktuell Object Storage als Lösungsansatz und Allheilmittel gepriesen. Aber auch Filesysteme haben ihre Vorzüge.

Angesichts der ungebremst wachsenden Menge unstrukturierter Daten (Big Data) in Unternehmen und Organisationen aller Art sehen sich diese mit neuen Anforderungen an das Information-Management konfrontiert.

Das betrifft das logistische Handling des enormen Datenvolumens allgemein sowie die Sicherung und den Schutz von wichtigen Geschäftsinformationen auf lange Sicht. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, mit effizienter IT die Kosten von Big Data unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig auch die gesetzlichen Richtlinien und interne Sicherheitsanforderungen an das Datenmanagement zu erfüllen.

In diesem Zusammenhang wird aktuell „Object Storage“ als Lösungsansatz und Allheilmittel gepriesen. Aber was bedeutet das eigentlich, welche Philosophie steckt dahinter und wo sind die Unterschiede zu filebasierten Speicherarchitekturen bzw. ?

Was steckt hinter Object Storage?

Am einfachsten lässt sich die Idee des Object Storage mit einer kleinen Analogie erklären: Stellen Sie sich vor, Sie sind bei Freunden zu einer Party eingeladen, wo Sie Ihre Jacken zu 50 anderen Bekleidungsstücken aufs Schlafzimmerbett werfen, da die Garderobe schon längst übervoll ist.

Natürlich haben Sie sich die Ecke des Bettes gemerkt, aber als sie später gehen wollen, herrscht auf dem Bett ein Riesenchaos und Sie müssen alle Kleidungsstücke durchsuchen, um dann festzustellen, dass Ihre Jacke nicht mehr auffindbar ist ...

Wie schön wäre es gewesen, wenn Sie wie im Theater an der Garderobe Ihre Mäntel abgegeben und dafür eine kleine Marke bekommen hätten? Sie wären am Ende der Veranstaltung mit der Marke zur Garderobe gekommen und hätten Ihren Mantel wiederbekommen! Wie die Garderobiere die Aufbewahrung gelöst hätte, wäre Ihnen dabei völlig egal gewesen.

Object Identifier ...

Dieser zweite, klar geregelte Ansatz ist mit Object-Storage-Systemen vergleichbar, wo für die abgelegten Daten auch jeweils nur ein (Garderobenmarke) pro Objekt vergeben wird. Die verwendete flache Hierarchie steht dabei im Gegensatz zu , wo der Ablageort, die Ordnungsstruktur sowie die Hierarchie genau bestimmt werden müssen (Ordner/Dateinamen).

Aber Object Storage kann noch mehr! Stellen Sie sich vor, Sie haben die sechs Garderobenmarken für Ihre Familie und sollen aus der Jacke Ihrer Frau noch den Lippenstift holen. Wie erkennen Sie die richtige Marke? Wahrscheinlich gar nicht und so müssen Sie sich wohl oder übel alle Jacken zurückgeben lassen und wieder abgeben!

... mit Metadaten

Wäre es nicht toll, wenn auf jeder Garderobenmarke noch weitere Informationen (Ehefrau, Oma, ...) zur Identifikation gestanden hätten?

Im Object Storage bilden Daten (= Jacken) und der jeweilige Key (= Garderobenmarke) mit den Metadaten (Namensschildern) eine Einheit, eben ein Objekt!Unternehmen stehen vor der Aufgabe, die wachsende Menge unstrukturierter Daten unter Kontrolle zu halten. In diesem Zusammenhang wird aktuell Object Storage als Lösungsansatz und Allheilmittel gepriesen.

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