Der Markt für All-Flash-Array-Datenspeicher, Teil 2

Der richtige Dedup- und Kompressions-Faktor lässt Flash-Preise schrumpfen

27.11.13 | Autor / Redakteur: Thomas Joos / Rainer Graefen

(Grafik: Pure Storage)

Da Speicher schon immer immer billiger geworden ist, rechnen viele Anwender damit, dass das auch bei Flash-Speichersystemen der Fall sein wird. In diesem Glauben bestärken Sie die Hersteller. Die Preise verfallen aber nur dann, wenn mit geringerem Aufwand höhere Speicherdichten erzielbar werden. Da hilft nur kaufen oder abwarten.

Die Debatten um Preis pro I/O oder Preisniveau von Flash durch Deduplizierung und Kompression auf dem Level Festplatten-Speichersystemen zeigen, dass die Preise für die schnellen Speichersysteme nicht so schnell fallen werden. Und auch die Debatte um I/Os pro Sekunde und der Latenzzeit des System wird noch längere Zeit die Anwender verunsichern.

Ebenso sind die klassischen Fragen nicht leicht zu beantworten: Woran erkennt man das beste System? Wer bietet das optimale Preis-Leistungsverhältnis? Angesichts vieler Details bei Datensicherheit, Wartungsfreundlichkeit oder der bestmöglichen Unterstützung bekannter Hypervisoren und anderer Applikationen, ist das nicht einfach zu belegen.

Flash funktioniert

Grundsätzlich gibt es aber keinen Zweifel am Nutzen von Flash. Bestimmte Anwendungen wie Datenbanken, VDI, Bootvorgänge bei Arbeitsbeginn in größeren Unternehmen, ERP und OLTP sind sicherlich die "Killer"-Einsatzgebiete. Dass All-Flash-Arrays auch die Auto-Tiering-Systeme in virtualisierten Serverumgebungen aus dem Rennen werfen könnten, ist wahrscheinlich.

Und dann stellt sich schon die Frage, wann und ob Flash-Speicher für irgendein Einsatzgebiet zu teuer ist. Es gibt noch einiges zu klären im Flash-Umfeld. In diesem Artikel und in unserer Bildergalerie bekommen Sie allerdings schon einmal Eindrücke, was Hersteller bei ihren Produkten für unverzichtbar halten.

Marktübersicht All-Flash-Speichersysteme (Update vom 8.04.2014: LSI)

IBM Flashsystem 720 und 820

Durch die Akquisition von Texas Memory Systems gelangte IBM in den Besitz bewährter Netzwerk-Speichersysteme auf Basis von DRAMs bis hin zu NAND-Flash. Seit kurzem werden die Geräte unter der Produktbezeichnung Flashsystem 720 und 820 auf den Markt gebracht.

Das Flashsystem 720 arbeitet mit SLC-Speicher und bietet Speicherkapazitäten von fünf oder zehn TByte. Das Flashsystem 820 verwendet MLC-Speicher und bietet Speichergrößen von zehn bis 20 TByte. Beide Systeme unterstützen Raid-0- und Raid-5-Funktionen.

Kaminario Flash Array K2

Das All-Flash-Array K2 von Kaminario kann Datenvolumina mit einer Kapazität von zwei bis 120 TByte speichern und besitzt eine maximale Leseleistung von 3.000.000 IOPS sowie 1.200.000 IOPS im Schreibzugriff. Hersteller Kaminario setzt die günstigeren MLC-Speicherbausteine ein.

Das Flash Array wurde für VMware und Windows optimiert und unterstützt die Virtualisierungsfunktionen der beiden Programme. Das K2 gibt es in den Sonderausführungen für sehr kleine und kleine Blockgrößen (1-K-Block und 5-K-Block). Die Speicherkapazität der 1-K-Block-Systeme ist entweder auf sechs bis zwölf TByte oder zwölf bis 24 TByte festgelegt.

Die I/O-Leistungen betragen dann 200.000 bis 400.000 IOPS beim Lesen und 85.000 bis 170.000 beim Schreiben von Daten. Das größere 5-K-Block-System ist mit 60 TByte bzw. 120 TByte-Speicher ausgestattet und kann mit 2.000.000 IOPS lesen und mit 850.000 IOPS schreiben.

Netapp EF540

Ein weiteres All-Flash-Array mit der Bezeichnung EF540 kommt von Netapp. Das System bietet Platz für zwölf bis 24 Laufwerke, eine Kapazität von 9,6 bis 19 TByte und eine Leistung von bis zu 300.000 IOPS mit MLC-Speichern. Im 19-Zoll-Rack werden zwei Höheneinheiten belegt. Bei der Standard-Schnittstelle handelt es sich um FC mit acht GBit/s.

Die klassischen Raid-Level 0, 1, 3, 5, 6 und 10 sind wählbar. Unterstützte Betriebssysteme sind Windows, Red Hat Enterprise Linux, Novell Suse Linux Enterprise Server, VMware ESX, Oracle Solaris, HP-UX und Apple Mac OS.

Im Bereich Ausfallsicherheit bietet das EF540 noch die Möglichkeit zum Erstellen von Snapshots sowie synchrone und asynchrone Replikationsmöglichkeiten. Die Technik ist dafür ausgelegt mehrere EF540-Geräte miteinander zu replizieren. Verwaltet wird der Datenaustausch mit der eigenen Santricity-Software.

Nimbus Data Enterprise Flash Disk Array E-/S-Class und Gemini

Nimbus Data gehört zu den bekanntesten Anbietern von All-Flash-Arrays. Der Anwender kann zwischen zahlreichen Modellen auswählen. Das Einstiegsmodell ist das Nimbus S-Class Flash Disk Array mit einer Speicherkapazität von maximal zehn TByte und einer Bauhöhe von zwei HE.

Das System lässt sich skalieren, wenn mehr Speicherplatz benötigt wird. Eine Leistungsklasse höher angesiedelt ist das Nimbus E-Class Enterprise Flash Disk Array. Dieses bietet einen Speicherplatz von 20 TByte pro zwei HE und hat wie die S-Class einen Datendurchsatz von acht GByte/s.

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