Checkliste Sicherheit, Technik, Recht und Compliance

Tipps für die sichere und transparente Auslagerung von Daten in die Cloud

24.09.2010 | Redakteur: Nico Litzel

Wer Daten in der Cloud speichert, gibt Unternehmenswissen aus der Hand und sollte daher den potenziellen Provider im Vorfeld einem Check unterziehen.

Immer mehr Unternehmen vertrauen ihre Daten der Cloud an, denn die Vorteile sprechen für sich: Speichervolumen, Rechenkapazität und bestimmte Dienste lassen sich flexibel nutzen – je nach Bedarf. Doch wer sein Unternehmenswissen aus der Hand gibt, sollte das nicht leichtfertig tun. Kroll Ontrack hat Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Service Providers zusammengefasst.

Unternehmen, die ihre Daten in die Wolke verlagern wollen, sollten Kroll Ontrack zufolge den Service Provider im Vorfeld auf Aspekte wie Sicherheit, Datenschutz, Compliance und technisches Know-how abklopfen.

Sicherheit

  • Schutz gegen Datenverlust: Wie minimiert der Provider das Risiko von Computerkriminalität und Datenmissbrauch? Werden die Daten verschlüsselt in die Cloud übertragen und später verschlüsselt gespeichert?
  • Sichere Infrastrukturen: Jeder Provider muss eine sichere Infrastruktur nachweisen und diese verwalten können. Welche Lösungen werden eingesetzt, um die Sicherheit des Cloud-Angebotes zu garantieren? Welche Reaktionszeiten garantiert der Dienstleister bei einem Vorfall, der die Datensicherheit gefährden könnte? Vorteilhaft ist, wenn der Anbieter mit am Markt bekannten und standardisierten Lösungen arbeitet. Das kann im Falle eines Desasters die Kosten der Datenrettung mindern.
  • Datenlöschung: Service Provider müssen auf Verlangen nicht mehr benötigte Daten schnell und zuverlässig löschen und das auch dokumentieren. Werden nicht mehr benötigte Daten durch Software oder mithilfe eines Degaussers von der Hardware entfernt? Wer zertifiziert, dass die Datenlöschung erfolgt ist?

Technik

  • Backup-Hausaufgaben: Jeder Provider muss eine sichere Infrastruktur belegen und verwalten können. Welche Lösungen werden eingesetzt, um die schnelle Wiederverfügbarkeit der Daten zu gewährleisten und welche Reaktionszeiten werden garantiert?
  • Geordnete Auslagerung: Die mehrfache Vermietung von Speichervolumen durch Provider kann zu Problemen bei der Wiederherstellung und Bereitstellung von Daten führen. Wie transparent ist die Speicherinfrastruktur des Anbieters? Wie garantiert er die Verfügbarkeit der Informationen? Werden Daten auf zuverlässigen Disks gespeichert? Werden die Daten regelmäßig defragmentiert? Werden die verschiedenen Daten- und Anwendungstypen ordnungsgemäß verwaltet? Ausfälle der Hardware, fragmentierte Dateien und ungeeignete RAID-Level können sich negativ auf die Datenverfügbarkeit auswirken.

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