Stolperstein konventionelles Backup und Disaster Recovery

Unternehmen müssen ihre Datenmanagement-Strategie überdenken

| Redakteur: Tina Billo

Unternehmen die konventionelle Backup- und Disaster-Recovery-Strategien verfolgen, stehen eher früher als später einigen typischen Problemen gegenüber. Die Umstellung auf eiin zeitgemäßes Datenmanagement, das sich neue Technologien zu Nutze macht, soll Abhilfe schaffen.
Unternehmen die konventionelle Backup- und Disaster-Recovery-Strategien verfolgen, stehen eher früher als später einigen typischen Problemen gegenüber. Die Umstellung auf eiin zeitgemäßes Datenmanagement, das sich neue Technologien zu Nutze macht, soll Abhilfe schaffen. (Bild: Pixabay)

Die zunehmende Abhängigkeit von Daten fordert moderne Backup- und Disaster-Recovery-Modelle, die den heutigen an Leistung, Skalierbarkeit und flexiblen Einsatzmöglichkeiten gestellten Anforderungen begegnen können. Traditionelle Lösungen greifen hier aus unterschiedlichen Gründen zu kurz.

Daten stellen für Unternehmen heute eine zentrale Lebensader dar und entscheiden über deren Erfolg. Daher ist es essentiell, diese umfassend zu schützen und Verlusten vorzubeugen. Hierfür kommen bei einem Großteil an Firmen weiterhin mit konventionellen Methoden arbeitende gängige Lösungen zum Einsatz. In Zeiten des ungebremsten Datenwachstums stoßen diese jedoch an ihre Grenzen und reichen bei weitem nicht aus, um die steigenden Informationsmengen effizient zu sichern und im Notfall schnell wiederherzustellen.

Dementsprechend sind Unternehmen gefordert, ihr Datenmanagement auf moderne Füße zu stellen einschließlich ihre für das Backup und Disaster Recovery geltenden Strategie aufzuarbeiten. Ansonsten sind aus Sicht des auf Enterprise-Data-as-a-Service (EDaaS) spezialisierten Herstellers Actifio eine Reihe an Problemen vorprogrammiert. Mit der Umstellung auf neue Technologien lassen sich folgende traditionelle Lösungen ausbremsenden Hürden aus Sicht des Anbieters jedoch überwinden.

Cloud-Inkompatibilität

Die Cloud kann ein entscheidender Faktor sein, wenn es um Datensicherung und langfristige Aufbewahrung geht. Dennoch sind viele Unternehmen in traditionellen Backup-Infrastrukturen gefangen, die nicht für das Zusammenspiel mit der Cloud konzipiert wurden. Infolgedessen ist der Vorteil der Cloud oftmals eingeschränkt auf eine reine Nutzung als Speicherziel, was den potenziellen Nutzwert deutlich reduziert.

Zu große Backup-Fenster

Das traditionelle Modell der vollständigen und inkrementellen Backups wird unüberschaubar, wenn die Datengrößen wachsen und die Zeitfenster für vollständige Backups über die SLA-Anforderungen hinausgehen. Um es noch schlimmer zu machen, können diese langwierigen Backup-Fenster auch die Anwendungsperformance beeinflussen.

Langsame Wiederherstellungen

Die Länge der Backup-Fenster ist zwar wichtig, aber wirklich wichtig ist die Wiederherstellung. Wenn Backups nicht wiederherstellbar sind, erfüllen sie nicht ihren wichtigsten Zweck. Aber auch langwierige Wiederherstellungsfenster können die Geschäftstätigkeit,

die Kundenerfahrung und die Einnahmen erheblich beeinflussen. Daher gilt es neue Wege zu finden, um die Wiederherstellung auch sehr großer Datenbestände zu beschleunigen, um negative Auswirkungen zu minimieren, wenn Ausfälle auftreten.

Herausforderung Disaster Recovery

Da Daten heutzutage absolut geschäftskritisch sind, müssen Unternehmen sowohl die lokale Sicherung und Wiederherstellung als auch die Wiederherstellung im Notfall (Disaster Recovery, DR) planen. Herkömmliche Backup- und Recovery-Methoden schaffen gerade bei Desaster Recovery jedoch große Herausforderungen durch eine komplexe und langwierige Wiederherstellung. Werden Tests selten durchgeführt, führt dies zu unzuverlässigen DR-Plänen und -Prozessen sowie einem erheblichen Risiko, dass bei einem katastrophalen Ereignis die Daten nicht wiederhergestellt werden können

Mehrere RPOs

Verschiedene Anwendungen erfordern unterschiedliche RPOs (Recovery Point Objectives), also Wiederherstellungspunktziele, was typischerweise über mehrere verschiedene Backup-Tools erfolgt. Infolgedessen haben die Benutzer mit vielen punktuellen Lösungen zu kämpfen, was die Kosten für das Management in die Höhe treibt und der Zuverlässigkeit nicht gerade zugutekommt

Sicherung großer Datenbanken

Sämtliche Herausforderungen der Sicherung und Wiederherstellung potenzieren sich zusätzlich bei sehr großen Datenbanken. Die darin vorgehaltenen Datensätze sind typischerweise für den Geschäftsbetrieb kritisch. Dementsprechend können sich lange Backup-Fenster und aufwändige, viel Zeit in Anspruch nehmende Wiederherstellungprozesse So können die Auswirkungen langer Backup-Fenster und langwieriger Wiederherstellungen für den Geschäftsbetrieb erheblich sein.

Anfällige Speicherung auf Band

Die Bandsicherung kommt bei langfristiger Datenaufbewahrung und Datenzugriff an ihre Grenzen. In vielen Unternehmen geht deshalb die Sorge um, nicht mehr auf Daten zugreifen zu können und Datenverlust zu erleiden.

Unternehmen investieren dennoch jedes Jahr Milliarden für herkömmliche Backup-Lösungen. Erst wenn diese im Praxisbetrieb getestet werden, zeigt sich, dass sie oft nicht einmal minimalen RPO- und RTO-Standards genügen

Neue Technologien und Lösungsansätze

Es gibt jedoch neue Technologien, die sich als praxisbewährte Optionen zur Modernisierung der Backup- und DR-Strategie anbieten. So wurden in den letzten Jahren wesentliche Verbesserungen bei der Virtualisierung, Synchronisierung und Replikation von Daten erzielt. Gemeinsam adressieren diese drei Komponenten die entscheidenden Kritikpunkte beim traditionellen Backup-Ansatz:

  • Virtualisierung trennt Live-Daten und sich verändernde Daten von stabilen Versionen dieser Daten.
  • Synchronisierung verschiebt die Änderungen effizient von einer stabilen Version zur nächsten und zu einem Replikationskern.
  • Die Replikation verbreitet dann identische Kopien dieser Versionen über Ziel-Server, die über mehrere geografische Standorte verteilt sind.

Diese drei Komponenten gibt es mittlerweile als integrierte Lösung, die Point-in-Time-Wiederherstellung und Datensicherung als integralen Bestandteil beinhaltet. "Eine auf Copy-Data-Virtualisierung basierende EDaaS-Plattform erlaubt es Unternehmen, mit einer intelligent verwalteten, schlanken virtuellen Datenbasis zu arbeiten", erklärt Thorsten Eckert.

Thorsten Eckert ist Sales Director DACH bei Actifio.
Thorsten Eckert ist Sales Director DACH bei Actifio. (Bild: Actifio)

"Eine entsprechend moderne Plattform erfüllt neben anspruchsvollen Backup- und DR-Vorgaben auch aktuelle Anforderungen hinsichtlich Cloud-Fähigkeit, Test/Dev und DevOps. Eine solche Datenmanagementlösung ist nicht mehr nur im Einsatz für den Fall, dass es zu einem Systemausfall kommt, sondern läuft ständig im Live-Produktionssystem. Zudem können mit einer einheitlichen Plattform punktuelle Tools, etwa für Datenanalyse und Testdatenmanagement, vollständig ersetzt werden."

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