Cisco-Studie zu öffentlichen Bandbreiten

Unvorstellbare Datenmengen wollen beim Verkehrsstau dabei sein

| Autor / Redakteur: Heidemarie Schuster / Rainer Graefen

Der 12. Visual Networking Index (VNI) von Cisco basiert auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten, realen Messwerten mobiler Datennutzung und eigenen Erhebungen von Cisco zu IP-Datenverkehr und -Services.
Der 12. Visual Networking Index (VNI) von Cisco basiert auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten, realen Messwerten mobiler Datennutzung und eigenen Erhebungen von Cisco zu IP-Datenverkehr und -Services. (Bild: Pixabay)

Der weltweite Datenverkehr nimmt stark zu, auch in Deutschland. Das zeigt der jährliche Visual Networking Index (VNI) von Cisco auf.

Laut dem VNI von Cisco werden im Jahr 2021 93 Prozent der Deutschen online sein. Im ganzen Land soll es dann 760 Millionen vernetzte Geräte geben und die Hälfte davon kommuniziert ausschließlich mit anderen Geräten (Machine-to-Machine, M2M). Allerdings beträgt deren Anteil am Datenverkehr nur etwa zehn Prozent, so Cisco. 82 Prozent des gesamten Traffics in Deutschland sollen Videos sein. Knapp zwei Drittel der Videodaten würden in HD, 21 Prozent in Ultra-HD übertragen werden.

Dem VNI zufolge verdreifacht sich der gesamte IP-Datenverkehr in Deutschland in diesem Zeitraum von 25 auf 71 Exabyte jährlich. Der mobile Traffic wüchse sogar um das Fünffache von 86 auf 457 Petabyte im Monat. Die durchschnittliche Geschwindigkeit in den Netzen würde sich aber nur verdoppeln, im Mobilfunk auf 24 MBit/s und bei kabelgebundenen Anschlüssen auf 62 MBit/s.

2021 werden in Deutschland zu Spitzenzeiten 172 Terabit pro Sekunde übertragen. Dies entspricht der Vollauslastung von rund 2,8 Millionen durchschnittlicher Internet-Anschlüsse. Die durchschnittliche in einer Stunde übertragene Datenmenge entspricht der Datenmenge aller existierenden Kinofilme.

Weltweites Wachstum

Weltweit soll die Zahl der Internetnutzer von 3,3 auf 4,6 Milliarden steigen, so der VNI, das sind dann 58 Prozent aller Menschen. Der globale IP-Datenverkehr wächst demnach von 2016 bis 2021 auf das Dreifache und erreicht 3,3 Zettabyte.

M2M-Verbindungen, die das Internet der Dinge ausmachen, werden dann erstmals mehr als der Hälfte aller 27,1 Milliarden Geräte und Vernetzungen entsprechen. Sie würden 2021 für fünf Prozent des gesamten IP-Traffics sorgen. Dieses Wachstum wird laut Cisco vor allem durch Innovationen in Smart Homes, vernetztem Gesundheitswesen, intelligenten Autos und weiteren M2M-Services der nächsten Generation vorangetrieben.

Mit dem Aufkommen vernetzter Anwendungen wie Fitness-Tracker, Arzneimittelspender und Notfallmelder wird das Gesundheitswesen die am schnellsten wachsende Branche im Bereich IoT mit einer jährlichen Rate von 30 Prozent sein, gefolgt von intelligenten Autos und Smart Cities (jeweils 29 Prozent).

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Schwesterportal IT-Business übernommen.

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