WAN-Optimierung und Virtualisierung von Speicherressourcen

Virtual Storage funktioniert nur mit WAN-Optimierung

| Autor / Redakteur: Jeff Aaron, Silver Peak Systems* / Rainer Graefen

Ohne WAN-Optimierung ist eine Datenreplizierung zwischen weit entfernten Rechenzentren wegen fast unmöglich. Der Grund sind die hohen Latenzzeiten, die durch die große Distanz entstehen.
Ohne WAN-Optimierung ist eine Datenreplizierung zwischen weit entfernten Rechenzentren wegen fast unmöglich. Der Grund sind die hohen Latenzzeiten, die durch die große Distanz entstehen. (Silver Peak Systems)

Virtualisierte Storage-Ressourcen spielen im Unternehmensnetz eine zentrale Rolle. Ein Faktor wird dabei jedoch häufig übersehen: Zu langsame oder qualitativ schlechte Weitverkehrsverbindungen können Storage-Virtualisierung torpedieren. Einen Ausweg bietet der Einsatz von WAN-Optimierung.

Ohne Speichervirtualisierung sind Anwendungen wie das Replizieren von Daten in unterschiedlichen Rechenzentren oder der Fernzugriff auf zentrale NAS-Systeme nicht denkbar. In IT-Abteilungen kursiert das geflügelte Wort: "Storage-Spezialisten arbeiten auf dem Mars, Netzwerkmanager auf der Venus".

Dahinter verbirgt sich eine eher traurige Wahrheit: Speichersysteme und Netzwerkinfrastruktur bilden in vielen Unternehmen immer noch "Silos", die von separaten Fachteams betreut werden. Noch schlimmer: Die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern beider Lager lässt in vielen Fällen zu wünschen übrig.

Distanz muss keine Rolle spielen

Diese Trennung von Storage und Netzwerk ist jedoch überholt. Denn in Firmennetzen werden immer mehr Daten über immer größere Entfernungen transportiert. Der Grund ist, dass immer mehr Unternehmen Backups geschäftskritischer Informationen an mehreren Standorten speichern oder Daten zwischen Rechenzentren replizieren.

Hier kommen Weitverkehrsverbindungen (WAN, Wide Area Network) ins Spiel. Weisen sie eine schlechte Performance auf, kann dies Disaster-Recovery-Konzepte ad absurdum führen und die Einhaltung von Recovery Point Objectives (RPO) erschweren.

WAN-Links spielen zudem eine wichtige Rolle, wenn Mitarbeiter in Außenstellen auf Daten zugreifen, die auf Servern und Storage-Systemen in einem zentralen Firmenrechenzentrum gespeichert sind.

WAN-Optimierung statt mehr Bandbreite

Hier kommt WAN-Optimierung ins Spiel. Mit dieser Technik lassen sich die Klippen umschiffen, die mit der Übermittlung großer Datenmengen über Weitverkehrsnetze verbunden sind. Da sind die unzureichende Ausnutzung der vorhandenen stehenden Bandbreite, zu hohe Latenzzeiten, bedingt durch große Entfernungen, sowie der Verlust von Datenpaketen. WAN-Optimierung bietet zwei Vorteile: einen höheren Datendurchsatz und dadurch niedrigere Kosten beim Replizieren von Daten. Deshalb ist WAN-Optimierung die Voraussetzung für Schlüsselanwendungen wie SAN-/NAS-Replizierung, Remote Backup und VM Mobility.

Beim Replizieren von Daten zwischen zwei Standorten bestimmt die Bandbreite der WAN-Verbindung das Recovery Point Objective. Folgende Faktoren entscheiden bei Anwendungen wie Datenreplizierung und Remote Backup darüber, ob ein RPO eingehalten werden kann:

  • die Bandbreite und damit der Datendurchsatz,
  • die Distanz zwischen den Standorten und die damit verbundenen Latenzzeiten,
  • die Qualität des WAN-Links.

Letzteres wird durch die die Zahl der Datenpakete bestimmt, die nicht in der vorgegeben Reihenfolge übertragen werden oder die bei der Übermittlung verloren gehen.

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