IBMs Eco-System

Watson IoT kooperiert mit EEBus-Initiative

| Autor / Redakteur: Rudi Kulzer / Rainer Graefen

Die IBM Watson Zentrale in München
Die IBM Watson Zentrale in München (Bild: IBM)

Mit der Eröffnung des Watson IoT-Headquarter in München setzt IBM ein industriepolitisches Zeichen. Vor fast 800 Partnern, Kunden, Analysten und internationalen Medienvertretern versuchte Big Blue sich mit seinem Watson IoT System als Marktführer für kognitives Computing im Rahmen des Themas Internet of Things (IoT) zu positionieren.

Dabei will IBM zur Durchsetzung seines Eco-Systems in München neue Wege der Zusammenarbeit beschreiten: So werden in so genannten Collaboratories – eine Zusammensetzung aus den Worten „Collaboration“ und „Laboratories“ – IBM Experten gemeinsam mit Kunden, Partnern und Forschungseinrichtungen an neuen kognitiven Technologien und Lösungen zum Thema Internet of Things arbeiten.

Von den angekündigten rund drei Milliarden Dollar, die IBM in das Thema IoT weltweit investieren will, wurden und werden rund 200 Millionen Dollar in den Aufbau und Betrieb des Münchner Headquarters fließen. Insgesamt sollen in München rund 1.000 IoT-Experten von IBM gemeinsam mit Partnern und Kunden zusammenarbeiten.

IOT-Standardisierungsorganisation EEBus im Watson Center

Obwohl bei der großen Show in München nur am Rande erwähnt, gehört die europäische Technologie-Initiative EEBus e. V. zu einem wichtigen Pfeiler im IoT-Ecosystems im Watson Center. Die Non-Profit Organisation für Interoperabilität ist eine von der Bundesregierung ins Leben gerufene europäische IoT-Initiative für die Standardisierung und Technologie-übergreifende Interoperabilität - vor allem im Bereich Smart Home.

Der Ursprung des EEBus Konzeptes liegt im Bereich "Smarte & Erneuerbare Energien": Aus dem Förder- und Leuchtturmprojekt "E-Energy"der deutschen Regierung ist eine globale europäische Initiative entstanden, welche die führenden Akteure der Energie-, Telekommunikation- und Elektronik- sowie Automobilindustrie zusammen vereint. Sie konzentriert sich auf Anwendungsszenarien aus dem Bereich Energie, Home & Building, Connected Devices (Weiße Ware, Heizung, Klima, Lüftung) sowie Connected Cars.

In München betonte der Vize-Präsident der EU-Kommission Andrus Ansip in einem kurzen Gespräch mit Storage-Insider, dass EEBus als europäischer Referenzrahmen für energieeffizientes Smart Home genutzt werden soll, um entsprechende Geräte zu verbinden. Die EEBus-Initiative hat derzeit über 60 Mitglieder, darunter Bosch, ABB, SMA, Miele, Schneider und Vaillant sowie große europäische Automobilunternehmen.

Weltweite Partner beziehen Kontaktbüros im Hightech Tower

Nach Automobilgigant BMW, der bereits im Dezember angekündigt hat, mit einer Entwicklergruppe in eines der Collaboratories zu ziehen, folgten in München weitere namhafte internationale Unternehmen und Organisationen, die mit einem Team in das Center kommen:

  • Dazu gehören die französische Bank BNP Paribas, die mit IT-Architekten, Business Development-Entwicklern an die Isar ziehen werden. Die französische Bank ist stark an den Einsatz des Watson IoT Systems im gesamten Umfeld von Banken und Finanzsystemen interessiert.
  • Mit von der Partie ist auch der amerikanische Großdistributor Avnet. Das mit einem Head Quarterback in Atlanta Georgia ansässige internationale Unternehmen ist seit langem weltweiter IBM Partner.
  • Auf Seiten der Berater ist vor allem das französische Unternehmen CapGemini sowie der indische Anbieter von IT- und Netzwerktechnologie-Lösungen Tech Mahindra zu nennen. Die Inder sind mit von der Partie, weil sie Watson IoT sowohl bei ihren internationalen Projekten wie auch bei intensiver Entwicklungsarbeit auf dem Subkontinent Indien einsetzen wollen.
  • Zu den weiteren Highlights, die ebenfalls in München angekündigt werden, gehört eine neue Partnerschaft mit Bosch, bei der die Bosch IoT Suite Services über IBM Bluemix und die IBM Watson IoT Plattform für das Update von Millionen vernetzter Geräte verfügbar gemacht werden.
  • Ein anderes interessantes und sehr weitreichendes Projekt ist die Zusammenarbeit mit dem bekannten Kreditkartenanbieter Visa. Ziel ist es, dass zukünftig jedes vernetzte Gerät, egal ob Uhr oder Auto, auch für Geldtransaktionen verwendet werden kann.

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