Kommentar von Christian Lorentz zu Disaster Recovery für Zweigstellen

Wenn der WAN-Ausfall nur ein Synchronisations-Problem ist

| Redakteur: Rainer Graefen

Christian Lorentz, Senior Product Manager bei Riverbed
Christian Lorentz, Senior Product Manager bei Riverbed (Foto: Riverbed)

Welches Unternehmen kennt das nicht: In der Zweigstelle werden wichtige Daten generiert, die sowohl vor Ort als auch in der Zentrale benötigt werden. Die lokale wie auch die überregionale Infrastruktur wird also gestresst. Wie stellt man sicher, dass ein Ausfall keine unternehmenswichtigen Daten beschädigt?

Bisher war die größte Herausforderung beim Thema Disaster Recovery in der Zweigstelle die Sicherheit der Hardware, denn wichtige Daten wurden in der Außenstelle vor allem auf lokalen Festplatten gespeichert.

Hierbei besteht allerdings immer das Risiko, dass Daten verschwinden, sei es durch mangelnde Qualität der Hardware, aber möglicherweise auch, weil die Festplatte mitgenommen wird, um dem Unternehmen zu schaden.

Der lange Weg vom RZ zur Zweigstelle

Die offensichtliche Alternative scheint demnach die Zentralisierung aller Daten und Dienste im Rechenzentrum zu sein. Hier muss allerdings eine Sache unbedingt beachtet werden: egal wo sich Daten und Services befinden, sie müssen nach einem Ausfall umgehend wieder in der Zweigstelle verfügbar sein, um die Produktivität der Mitarbeiter nicht zu gefährden.

Befinden sich die Daten zentral im Rechenzentrum, dauert es bei vielen klassischen Lösungen lange, bis sie wieder in der Zweigstelle zur Verfügung stehen. Außerdem gilt es zunächst einmal, den Server zu finden, der ausgefallen ist bzw. Probleme bereitet. Normalerweise befinden sich Daten und Dienste auf einem Backup-System, von wo aus sie wieder zurück auf den Server gespielt werden.

Steht der Server im Rechenzentrum, geht das meist schnell. Wird das Imaging, also das Wiederherstellen des ganzen Systems inklusive Betriebssystem, Dienste, Anwendungen und Daten, aber in einer Außenstelle durchgeführt, müssen alle Daten transferiert werden - dies geschieht typischerweise über eine langsame Leitung und dauert entsprechend lange.

Datenprojektion

Daten liegen selten auf transportablen Datenträgern vor, stattdessen muss man diese vom Backup-System durch einen Wiederherstellungsprozess zurück kopieren. Die Folge ist, dass Mitarbeiter nicht arbeiten können und so zusätzliche Kosten für das Unternehmen entstehen.

Im Falle eines Crashs muss aber heute keine Hardware mehr in die Außenstellen geschickt werden, um den Betrieb wiederherzustellen. Es müssen auch weder Images noch Software installiert werden, sondern es gibt vielmehr Storage-Delivery-Lösungen, mit denen Daten zentral gespeichert und in die Außenstelle projiziert werden können.

Wichtig ist dabei, dass der Betrieb uneingeschränkt gewährleistet wird, auch wenn das WAN einmal Probleme macht. Das ist zum Beispiel mit Storage-Delivery-Lösungen möglich, bei denen notwendigen Anwendungen lokal laufen und die benötigten Daten in einem Cache vorrätig sind.

Ein lokaler Buffer wird zum Rettungsanker

Fällt das WAN ganz aus, werden die Daten zwischengespeichert. Damit läuft der Server ohne Störungen, auch bei einer WAN-Unterbrechung. Während des Ausfalls werden alle produzierten Daten vorgehalten und sofort mit dem Rechenzentrum synchronisiert, wenn die Verbindung wieder verfügbar ist. So kann die Produktivität der Mitarbeiter jederzeit sichergestellt werden.

Unternehmen müssen also auch immer die Disaster-Recovery-Fähigkeit einer Lösung prüfen. Können die notwendigen Anwendungsumgebungen oder VMs über das WAN innerhalb von Minuten neu gestartet werden, ist das ein großes Plus für die Geschäftskontinuität und erspart den Verlust von Einnahmen und Produktivität bei Zwischenfällen – Storage Delivery macht das möglich.

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