Schnelle Informationsverarbeitung erfordert Datenzugriff direkt im Server

Würzburger Uniklinik beschleunigt SAP-Migration mit Fusion-io

| Redakteur: Rainer Graefen

Das Zentrum für Operative Medizin
Das Zentrum für Operative Medizin (Foto: Uniklinik Würzburg)

Der Kostendruck in deutschen Kliniken ist enorm. In naher Zukunft sind zusätzlich Bildbearbeitung, neueste Datenbankanalyse und hochverfügbare medizinische Anwendungen zu integrieren. Die Würzburger Uniklinik leistete nun die wichtigen Vorarbeiten.

Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ist eine der ältesten Kliniken in Deutschland und ist seit über 400 Jahren in Betrieb. Das Krankenhaus ist seit 2006 eine Anstalt des öffentlichen Rechts und ein Zentrum für Wissenschaft und Forschung im Fachbereich Medizin. Darüber hinaus bietet es einer Region von 1,5 Millionen Menschen eine umfassende medizinische Versorgung.

Das Krankenhaus besteht aus 19 Kliniken mit Polikliniken sowie drei selbstständigen Polikliniken, vier klinischen Instituten und sechs Berufsfachschulen. Im Jahr 2010 wurden hier über 250.000 Patienten medizinisch versorgt. Die geschäftlichen Aktivitäten des Universitätsklinikums Würzburg laufen auf einem SAP-basierten medizinischen ERP-System.

Die IT sollte nicht wachsen, sondern schneller werden

Klaus Stärk, Abteilungsleiter für IT-Systeme am UKW, erläutert die Bedeutung dieses Systems für das Krankenhaus: „Das System ist das Herzstück der Krankenhausinformationstechnologie. Tausende von Ärzten, Krankenschwestern, Wissenschaftlern und Verwaltungsangestellte arbeiten damit rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.“

Somit war es von entscheidender Wichtigkeit, dass Stärks IT-Team dieses System genauso innovativ und leistungsstark machte wie den Rest der Forschungseinrichtung. Das Krankenhaus brauchte ein System, das folgende Anforderungen erfüllen sollte:

  • 1. Bereitstellung von maximaler Leistung und schnellen Antwortzeiten für eine wachsende Zahl von Benutzern bei gleichzeitiger Bewältigung der Arbeitsbelastung neuer Funktionen bei einem SAP- und Oracle-Upgrade.
  • 2. Zuverlässige Lösung für geschäftskritische Prozesse.
  • 3. Kostensenkung und Anpassung an das Wachstum.
  • 4. Volle OEM-Unterstützung.

Nach sorgfältiger Recherche entschied sich Stärks Team, das ERP-System von einem physischen SAN auf ein Fusion-io-betriebenes virtuelles Speichersystem zu verlagern.

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Vor und nach dem Einsatz von Fusion-io
 
Die Universitätsklinik in Würzburg

Kürzere Ausfallzeit beim Upgrade als erwartet

Stärks Team migrierte die gesamte SAP-Oracle-Datenbank einschließlich der temporären Tabellen von einem Fibre-Channel-SAN auf gespiegelte ioDrives mit insgesamt 1,2 TByte Speicherkapazität auf redundanten, virtualisierten SANsymphony-V Servern von Datacore. Darüber hinaus verlegten sie den SAP-Index auf gespiegelte ioDrive Duos mit einer Gesamtkapazität von 2,5 TByte. In diesem Prozess aktualisierten sie SAP von EHP4 auf EHP5 und die Oracle-Datenbank von 10 g auf 11 g.

Selbst während der Migration profitierte Stärks Team von den Vorteilen des I/O-Memory. „Die ioDrives waren sehr einfach zu installieren. Ich konnte die Installation schnell selbst durchführen. Wir gingen davon aus, dass das gesamte SAP-Upgrade inklusive einer Hardware-Aufrüstung 38 Stunden dauern würde.

Die ioDrives reduzierten die für die Datenmigration benötigte Zeit so sehr, dass das Upgrade nur acht Stunden dauerte“, so Stärk. „Wir haben mit einer Systemausfallzeit von fünf Stunden gerechnet. Aber die Leistung der ioDrives verkürzte unsere Ausfallzeit auf nur eine Stunde und 45 Minuten.“

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