Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 5

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3584-Archive auch für zSeries

Seit Mai 2005 kann das 3584-Archiv auch an zSeries-Server angebunden werden. Dies gilt ausschließlich für den Betrieb von 3592-Laufwerken und wurde dadurch realisiert, dass an der 3584 jetzt mehrere Library Manager 3953 L05 und J70 ESCON/FICON Controller betrieben werden können. Im Gegensatz zur 3494 Library sind die Library Manager und J70 Controller nicht mehr in die Library Frames integriert, sondern werden in externen Frames 3953 F05 installiert und an die Library angeschlossen. Dies bietet eine wesentlich höhere Konfigurationsflexibilität.

Unterstützung für bis zu vier Library Manager

Die 3584 unterstützt bis zu vier Library Manager und damit die Anbindung von bis zu acht Virtual Tape Servern (3494-B10/B20). Bei VTS-Spiegelungen (Peer to Peer VTS) kann jetzt auf der primären Seite eine 3494 Library und auf der sekundären Seite eine 3584 Library oder umgekehrt stehen, d. h., im VTS-Peer-to-Peer-Spiegel-Betrieb ist der Mischbetrieb beider Libraries möglich.

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Für den Betrieb von Native-Laufwerken an zSeries-Systemen gibt es fast keine Limitierungen, da in der 3584 bis zu 64 x J70-Controller mit bis zu 192 Laufwerken konfiguriert werden können. Das 3584-Archiv bietet in jeglicher Hinsicht maßgebliche Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Libraries. Eine Multipfad-Architektur mit direkter Anbindung von LTO- und 3592-Fibre-Channel-Laufwerken ermöglicht das logische Partitionieren der Library (bis zu 192 Partitionen).

Ebenso stehen die Optionen „Control Path Failover“ und „Data Path Failover“ zur Verfügung. Mit der Funktion ALMS (Advanced Library Management System) können die logischen Partitionen dynamisch vergrößert und verkleinert werden, unabhängig davon, wo die Laufwerke oder die Kassetten in der Library untergebracht sind.

Die WWN-Adresse (World Wide Name) ist den Laufwerkschlitten zugeordnet und erlaubt einen Laufwerkaustausch, ohne dass neu „gebootet“ werden muss. Mit der Anbindung der 3584 an zSeries-Server signalisierte IBM klar, dass die 3584 mit ihrem einzigartigen Robotersystem die strategische Library-Plattform für zukünftige Weiterentwicklungen darstellt. Von dieser Weiterentwicklung profitiert aber auch die 3494 Library, die alle Erweiterungen erhält, die am Library Manager entwickelt werden. Ebenso wird die 3494 neben der 3584 alle geplanten neuen Laufwerkgenerationen des 3592-Laufwerks integrieren (SOD vom Mai 2005).

Weiter mit: Umbenennung im Mai 2006

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