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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium 2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 17

| Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an die Archivierung verändert. Neben der klassischen Aufbewahrung von Daten aufgrund von gesetzlichen oder firmeninternen Vorschriften kommen weitere Anforderungsprofile wie eine erhöhte Zugriffsgeschwindigkeit und eine automatische Auslagerung von nicht mehr operational genutzten Daten auf Archivsysteme hinzu.

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Die Architektur des IBM Information Archive (IIA) im Überblick
Die Architektur des IBM Information Archive (IIA) im Überblick
( Archiv: Vogel Business Media )

Darüber hinaus sind heute Archivlösungen gefragt, die ein hierarchisches Speichermanagement beinhalten und damit die Möglichkeit bieten, archivierte Daten automatisch nach Information-Lifecycle-Management-Regulatorien auf unterschiedlichen Speichersystemen zu verwalten.

Aufgrund der immmer größer werdenden Datenmengen im Archivierungsbereich sind heute sehr leistungsfähige und skalierbare Archivsysteme gefragt, die zudem die Anforderungen nach Hochverfügbarkeit und Datensicherheit gewährleisten müssen.

Das gilt sowohl für die Archivierung der klassischen Dokumenten- bzw. Content-Management-Systeme als auch für Anwendungen auf Filesystem-Basis. Moderne Archivlösungen müssen zudem die Migrationsanforderung hinsichtlich der Daten als auch des Systems selbst erfüllen, wenn neue Technologien zur Verfügung stehen.

IBM Information Archive (IIA)

IBM kündigt im November 2009 das Archivierungssystem „IBM Information Archive“, kurz IIA, als Nachfolger des bisherigen DR550-Systems an. Mit dem neuen System werden die veränderten bzw. erweiterten Anforderungen an Archivsysteme adressiert. IIA ist eine universelle Lösung zur Archivierung von strukturierten und unstrukturierten Daten, die sowohl die gesetzlichen Aufbewahrungsvorschriften erfüllt, als auch generell der vorschriftsfreien Datenhaltung im Langzeitbereich Rechnung trägt.

Das System zeichnet sich dadurch aus, dass es eine hohe Flexibilität in der Datenspeicherung bietet, weil zu archivierende Anwendungen durch unterschiedliche standardisierte Zugriffsmethoden möglich werden. Die hohe Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit sind besondere Merkmale des Systems.

Architektur

Das System besteht aus bis zu drei Rechnerknoten (in der IIA-Terminologie als „Collection“ bezeichnet), die intern mit den Platten-Arrays durch ein Fibre-Channel-Netz miteinander verbunden sind und sich gegenseitig durch das integrierte GPFS (Generell Parallel File System) Backup geben und damit eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Per Knoten können Anwendungen zum einen via NAS-Interface durch die NFS- oder HTTP-Schnittstellen oder über die klassische Schnittstelle SSAM System Storage Archive Manager (TSMAPI) angebunden werden.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden auch FTP und CIFS unterstützt werden. Die Knoten hinsichtlich der zu adressierenden Schnittstellen zu den Anwendungen sind frei wählbar. Dabei bieten beide Schnittstellen die Möglichkeit, andere Infrastrukturen wie z. B. Tape anzuschließen.

Weiter mit: Mehrere Archivierungsinstanzen erhöhen die Leistungsfähigkeit

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