Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 19

27.04.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Vier, acht oder zwölf „Physical Lanes” können auf einen InfiniBand-„Physischen Link” geschaltet werden. Die Paketübertragung erfolgt „byte-multiplexed” über die physischen Lanes.
Vier, acht oder zwölf „Physical Lanes” können auf einen InfiniBand-„Physischen Link” geschaltet werden. Die Paketübertragung erfolgt „byte-multiplexed” über die physischen Lanes.

Virtualisierung allgemein

Virtualisierung in jeglicher Form wird für die Epoche der Server-basierenden Speicherarchitekturen prägend sein. Neben Tape-Virtualisierungen und Plattenvirtualisierungslösungen im SAN wird sich die Virtualisierung auf weit mehr Bereiche ausdehnen. Die IBM vertritt hier weltweit die Strategie „Virtualize Everything“. Nur so wird es möglich werden, heterogene Server- und Speichereinheiten und unterschiedlichste Infrastrukturen optimal zu nutzen und ein flexibles, nach Regelwerken betriebenes Datenmanagement zu ermöglichen.

Nur durch Virtualisierung in allen Bereichen werden Automationsprozesse in den heute unterschiedlichen Infrastrukturen möglich werden. Server-basierende Speicherarchitekturen erleichtern den Virtualisierungs-Gesamtansatz erheblich. Mit effektiven Virtualisierungslösungen erzielt man eine möglichst maximale Nutzung der vorhandenen physikalischen Ressource, das heißt, vorhandene Speicherkapazitäten werden wesentlich höher ausgenutzt. Somit liefert die Virtualisierung einen maßgeblichen positiven Beitrag zur Bewältigung der Energieproblematik im IT-Umfeld.

Neue Infrastrukturen und Bandbreiten

Die heutigen Fibre-Channel-Netze und IP-Infrastrukturen werden in den nächsten Jahren mit Sicherheit weiterentwickelt werden. Von heutigen 4-Gbit-SANs und 8-Gbit-SANs geht es in Richtung 12-Gbit-SAN-Technologie weiter. IP-Netze heute mit bis zu 2-Gbit- und 10-Gbit-Ethernet könnten in den nächsten Jahren durch 100-Gbit-Ethernet-Technologie abgelöst werden.

Der IP-Infrastruktur, speziell dem Ethernet, wird in den nächsten Jahren noch eine besondere Bedeutung zukommen. Es ist geplant, innerhalb der nächsten fünf Jahre jedem Privathaushalt in Deutschland einen 100-Mbit-Ethernet-Anschluss zur Verfügung zu stellen. Damit bekommen die Privathaushalte neue, riesige Übertragungsbandbreiten.

Ethernet-Infrastrukturen werden also zu einem maßgeblichen Faktor auch im privaten Umfeld. So wie die ersten SAN-Infrastrukturen zwei Jahre früher in den Hochleistungsrechenzentren der Universitäten ihre Anwendung fanden, bevor sie im kommerziellen Rechenzentrumsumfeld zum Einsatz kamen, entwickeln sich heute ähnliche Tendenzen für eine neue Übertragungstechnik, die als InfiniBand bezeichnet wird.

Infinite Bandwidth

InfiniBand steht für „Infinite Bandwidth“. InfiniBand ist ein neues Transport-Protokoll, das Servereinheiten, Speichereinheiten und ganze Netzwerke von Rechenzentren verbinden kann. Seit 1999 wird der Standard von der InfiniBand Trade Association vorangetrieben, nachdem damals Compaq, Dell, HP, IBM, Intel, Microsoft und SUN angekündigt hatten, ihre zukünftigen I/O-Entwicklungen der InfiniBand-Technologie anzupassen. Seit Herbst 2005 ist der Standard verfügbar.

InfiniBand schafft die Möglichkeit, heutige LAN-, SAN-, NAS- und IPC- (Interprocessor Communication)-Infrastrukturen in einem einzigen universellen Netzwerk zu vereinigen. Ebenso könnten separate InfiniBand-Netze neben vorhandenen SAN- und IP-Infrastrukturen über iSCSI betrieben werden.

Weiter mit: Transport über Kupfer und Glasfaser

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