Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 2

13.03.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Im August 2006 kündigte IBM für die Modelle DS6000 und DS8000 eine Neuerung an: Beide Plattensysteme ließen sich jetzt nicht nur mit Fibre-Channel-, sondern auch mit günstigeren Fibre-ATA-Platten bestücken.
Im August 2006 kündigte IBM für die Modelle DS6000 und DS8000 eine Neuerung an: Beide Plattensysteme ließen sich jetzt nicht nur mit Fibre-Channel-, sondern auch mit günstigeren Fibre-ATA-Platten bestücken.

Im August 2006 mit Verfügbarkeit im September kündigte IBM die neuesten Erweiterungen für die DS6000 und DS8000 an. Beide Plattensysteme können jetzt neben der Auswahl an Fibre-Channel-Platten auch mit günstigeren Fibre-ATA-Platten (FATA) bestückt werden. Die Platten haben eine Kapazität von 500 Gigabyte pro Laufwerk. Das bietet für die Plattensysteme die Möglichkeit, innerhalb des Systems mit einer Zwei-Tier-Storage-Hierarchie zu arbeiten.

So können die FC-Platten für die klassische Transaktionsverarbeitung und hoch frequentierte Daten eingesetzt werden und die günstigeren, aber langsameren FATA-Platten für sequenzielle Datenverarbeitung und nur wenig benutzte Daten. Damit bietet eine DS8000 voll ausgebaut mit FATA-Platten eine Bruttokapazität von 320 Terabyte und eine kleine DS6000 bis zu 64 Terabyte an Bruttokapazität.

Für die DS8000 wurden neue Modelle angekündigt, die POWER P5+-Prozessortechnologie integriert haben und damit 15 Prozent höhere Leistungsfähigkeit ausliefern. Die I/O-Cages wurden auf 4-Gbit-Fibre-Channel- und FICON-Ports umgestellt. Damit ist die DS8000 das erste Plattensystem auf dem Markt, das mit 4-Gbit-FICON-Ports am zSeries-Host arbeiten kann. Die DS8000-Systeme mit P5+-Prozessoren werden als DS8000-Turbo-Systeme bezeichnet.

Das „Synergy Feature” verbessert die Gesamtleistung

Ein neue Einrichtung, die als „Synergy Feature“ bezeichnet und im November 2006 verfügbar wird, verbessert maßgeblich die Gesamtleistung der Komponenten DS8000 Turbo, DB 2 und AIX und erzielt eine wesentlich effektivere Kommunikation zwischen Rechner und Speichersystem für DB2-Anwendungen. Dies wird durch eine gezielte End-to-End-Prioritätensteuerung ermöglicht.

Teil der Ankündigung vom 22. August 2006 war zudem die Möglichkeit, bei DS8000-Turbo-Systemen mit einem dritten Spiegel bei Remote-Copy-Verfahren zu arbeiten. Diese Lösung wird als „3 Site Disaster Recovery Solution“ bezeichnet. Damit wird auch im Disaster-Fall ein konstanter Zugriff auf die Daten gewährleistet. Diese Möglichkeit war bisher nur über RPQ (Request for Price Quoting) gegeben.

Das dreifache Remote-Spiegelverfahren setzt sich aus den Komponenten „Metro Mirror“ und „Global Mirror“ (ehemals PPRC XD – Peer to Peer Remote Copy eXtended Distance – und FlashCopy) zusammen. Von der Lokation A wird mit der DS8000-Turbo synchron zur Lokation B gespiegelt. Die Lokation B spiegelt dann asynchron auf die Lokation C weiter.

Fällt die Lokation A aus, wird die Anwendung auf die Lokation B umgeleitet und Global Mirror läuft ohne Unterbrechung zwischen den Lokationen B und C weiter. Kommt Lokation A wieder online, wird von der Lokation B nach A auf inkrementeller Basis resynchronisiert. Nach Abschluss der Resynchronisation kann die Anwendung von B nach A zurückverlagert werden.

Inkrementelle Resynchronisationstellen die Verbindung zwischen A und C her

Fällt die Lokation B aus, stellen inkrementelle Resynchronisationsverfahren die Verbindung zwischen A und C her und gewährleisten damit weiterhin unterbrechungsfreien Spiegelbetrieb. Steht die Lokation B wieder zur Verfügung, wird über ein inkrementelles Verfahren von A nach B resynchronisiert. Nach Abschluss der Resynchronisation werden die Lokationen B und C wieder über Global Mirror verbunden und so die Ausgangssituation wieder hergestellt.

Fällt Lokation C aus, ist die Anwendung A nicht betroffen und die synchrone Spiegelung zwischen A und B bleibt erhalten. Steht die Lokation C wieder zur Verfügung, wird Global Mirror inkrementell wieder aufgebaut und die Ausgangssituation wieder hergestellt.

Weiter mit: Parallel Access Volume (PAV)

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