Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 2

Seite: 2/5

Firma zum Thema

Parallel Access Volume (PAV)

Die Funktion, von mehreren Rechnern und Anwendungen gleichzeitig auf dieselbe Plattenadresse zu schreiben und von ihr zu lesen, wurde im z/OS-Umfeld mit dem Enterprise Storage Server (siehe auch ESS) eingeführt und für die DS8000 weiter optimiert. Der

Workload Manager (WLM) im z/OS steuerte die dynamische Zuordnung und Umordnung der dafür notwendigen „Alias“-Adressen, was als dynamisches PAV bezeichnet wird. Im November 2006 kündigte IBM für die DS8000 Hyper PAV an. Dabei wurde die Funktion so geändert, dass z/OS im Zusammenspiel mit der DS8000 für jeden einzelnen I/O eine Alias-Adresse aus einem Pool nehmen kann, ohne dass eine Koordination zwischen z/OS-Systemen notwendig ist.

Bildergalerie

Damit kann sofort auf sich ändernde Workloads reagiert werden. Hyper-PAV benötigt bei derselben Workload nur etwa die Hälfte an Alias-Adressen und bietet im Vergleich zum dynamischen PAV bei derselben Anzahl an Alias-Adressen die Möglichkeit, 50 Prozent mehr I/Os zu prozessieren.

IBM TotalStorage Productivity Center (TPC) für Replikation

Am 22. August 2006 wurde als neues Software-Produkt IBM TotalStorage Productivity Center (TPC) für Replikation angekündigt. TPC für Replikation erlaubt ein zentrales Management der Copy-Services-Funktionen Metro Mirror, Global Mirror und FlashCopy für die Produkte DS6000, DS8000, DS8000 Turbo, SAN Volume Controller SVC und ESS Modell 800.

Im Jahr 2007 stellte IBM für die DS8000-Plattensysteme erhebliche Erweiterungen zur Verfügung. Im Februar 2007 kündigte IBM mit Verfügbarkeit März für alle DS8000-Systeme neben den bisherigen Plattentypen 300-GB-Fibre-Channel-Platten mit 15.000 Umdrehungen an. Die DS8000 war damit das erste System auf dem Markt, das mit diesen schnellen großkapazitiven Platten ausgestattet werden konnte.

Erhebliche Kapazitätserweiterungen

Im Mai 2008 kamen erhebliche Kapazitätserweiterungen dazu. Konnte bisher ein 4-Way-System mit bis zu 640 Platten (bei 2-Way sind es bis zu 384 Platten) in einer Konfiguration von drei Einheiten ausgestattet sein, war es seit Juni 2007 möglich, ein 4-Way-System DS8300 mit bis zu 1.024 Platten zu konfigurieren. Dazu werden an die Basiseinheit vier zusätzliche Erweiterungseinheiten angeschlossen, insgesamt also eine Konfiguration mit fünf Gehäuseeinheiten. Bei Verwendung der 500-GB-FATA-Platten steigerte sich so die maximale Kapazität auf bis zu 512 Terabyte pro System.

Seit November 2007 stehen der DS8000 weitere leistungsoptimierende Features zur Verfügung. Die Funktion Storage Pool Striping mit Rotate Extends reflektiert einen neuen Default-Algorithmus, der neue logische Platten in 1-GB-Schritten über das Backend verteilt und so die Leistung ohne spezielles Tuning optimiert. AMP (Adaptive Multistream Prefetching) stellt eine neue Caching-Technologie von IBM Research zur Verfügung, die, auf Workloads bezogen, ein selbstoptimierendes Prefetching durchführt. AMP entscheidet dynamisch, was und wann in den Cache vorgeladen wird. Das kann den Durchsatz von sequentiellen und Batch-Workloads dramatisch verbessern, das heißt, Laufzeiten können erheblich verkürzt werden. AMP verbessert den Lesedurchsatz aus einem RAID5-Array nahezu um Faktor zwei!

Weiter mit: AMP kann Hot-Spot-Situationen verhindern

(ID:2043807)