Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 2

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AMP kann Hot-Spot-Situationen verhindern

Wenn sehr hohe Anforderungen an sequentielle Workloads gestellt werden, so kann AMP Hot-Spot-Situationen verhindern. IBM z/OS Global Mirror Multiple Reader bietet im zSeries-Umfeld einen deutlich höheren Durchsatz bei Remote-Spiegelungen.

Neben den neuen Performance Features wurden im November 2007 für die Maschinen auch neue funktionale Erweiterungen verfügbar. Space efficient FlashCopy kann durch Reduzierung der benötigten Plattenkapazität für Kopien signifikant die Kosten senken. Dadurch können gleichzeitig die Strom- und Klimaanforderungen gesenkt werden. FlashCopies benötigen nur Plattenplatz, wenn Veränderungen am Original durchgeführt werden.

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Dynamic Volume Expansion

Dynamic Volume Expansion vereinfacht das Management durch „Online“-Vergrößerung von logischen Laufwerken bei Datenwachstum. Neben diesen Erweiterungen wird das TPC (Total Productivity Center) bei Auslieferung von neuen DS8000-Systemen standardmäßig als neu umbenanntes SSPC (System Storage Productivity Center) mitgeliefert und bietet damit einen einheitlichen Zugang zum Management von IBM und anderen Speichersystemen. Damit stehen dem IT-Benutzer eine einheitliche Management-Oberfläche und eine gemeinsame Konsole für DS8000-Systeme und die SVCs (San Volume Controller) zur Verfügung.

Am 26. Februar 2008 wurden zusammen mit der Ankündigung des neuen Mainframe-Systems z10 neue Erweiterungen für das DS8000 Plattensystem speziell im z/OS-Umfeld angekündigt. Mit der Funktion z/OS Metro/Global Mirror Incremental Resync entfällt bei einer dreifachen Remote Spiegelung die Notwendigkeit, eine volle Kopie für die Resynchronisation nach einer Hyper-Swap-Situation zu erzeugen. Die Erweiterung Extended Distance FICON reduziert den Bedarf von Kanalerweiterungseinheiten (Channel Extenders) bei z/OS Global Mirror- (zweifache Remote-Spiegelung) und z/OS-Metro/Global Mirror-Konfigurationen (dreifache Remote-Spiegelung) durch eine höhere Parallelität der Leseoperationen.

Die neue Möglichkeit des z/OS Basic Hyper Swap erlaubt die Konfiguration von Disk Replication Services über das grafische User Interface (GUI) der DS8000-Plattensysteme. Diese Möglichkeit kann auch für DS6000- und ESS-Systeme genutzt werden, bei denen das GUI auch zur Verfügung steht.

Automatischer Failover auf das Remote-Plattensystem

Die Möglichkeit des z/OS Basic Hyper Swap ist auch ohne GDPS (Geographically Dispersed Parallel Sysplex) benutzbar. z/OS Basic Hyper Swap ist eine einzigartige Funktion, die auch ohne GDPS einen automatischen Failover auf das Remote-Plattensystem vornimmt, wenn die primäre Site nicht mehr zur Verfügung stehen sollte. Dies ist aber ausschließlich bei den IBM Systemen DS8000, DS6000 und ESS möglich. Plattensysteme anderer Hersteller werden nicht unterstützt.

Mit dem Release 4.0 bekommt die DS8300 im August 2008 die Möglichkeit, mit variablen LPARs und damit mit mehr Flexibilität zu arbeiten. Bisher war nur eine Aufteilung von 50 Prozent zu 50 Prozent möglich, jetzt wird auch eine variable Aufteilung von 25 zu 75 Prozent oder von 75 zu 25 Prozent der System-Ressourcen unterstützt.

Weiter mit: Unterschiedliche Versionen des Microcodes

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