Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 2

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Unterschiedliche Versionen des Microcodes

Innerhalb der separaten System-Ressourcen können unterschiedliche Versionen des Microcodes betrieben werden, zum Beispiel separate Produktions-Systeme oder Testsysteme und das innerhalb eines physischen Storage-Systems. Variable LPARs werden innerhalb der DS8300 ohne zusätzliche Kosten ab Microcode R.4.0 zu Verfügung gestellt. Mit R.4 können nun folgende Aufteilungen vorgenommen werden:

50/50-Prozent-Split (Factory Default), 75/25-Prozent-Split und 25/75-Prozent-Split. Die Aufteilung kann für die System-Ressourcen-Prozessoren, NVS und Cache erfolgen. Host Adapter Slots, Device Adapter Slots und Storage Enclosure Slots bleiben nach wie vor im 50/50-Prozent-Split.

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Mit dem Release 4.1 im September 2008 erhält die DS8000-Familie folgende Erweiterungen:

Unterstützung von RAID6 als erweiterter Plattenschutz, insbesonders geeignet für große Platten, z. B. bei Ein-Terabyte-SATA-Platten. Bei FC-Platten wird aufgrund der geforderten hohen Plattenperformance und durch die schnelle architekturbedingte Wiederherstellung des RAID-Verbundes bei einem Plattenausfall weiterhin RAID5 bevorzugt angewandt. Mit der Integration von 450-Gigabyte-FC-Platten mit 15K erweitert sich zum einem die mögliche Gesamtkapazität und erhöht so die Wirtschaftlichkeit des Systems.

Sichere Löschung von sensiblen Daten

Ein neuer IBM Service „Secure Data Overwrite“ garantiert die sichere Löschung von sensiblen Daten auf Platten. Dieser Service wird durch einen geschulten IBM Techniker durchgeführt.

Mit dem Release 4.2 im Februar 2009 kommen für die DS8000-Systeme weitere fundamentale Erweiterungen zum Tragen. Die DS8000-Systeme können jetzt neben FC-Platten und SATA-Platten mit SSDs (Solid State Disks) ausgestattet werden. Dabei sind Solid State Disks in der Größe von 73 und 146 Gigabyte unterstützt. Standardmäßig ist der Werkseinbau vorgesehen, für den Feldeinbau muss ein RPQ gestellt werden. Dieser RPQ dient zur Sicherstellung der optimalen Performance.

Als erstes IBM-Subsystem unterstützt DS8000 in Verbindung mit speziellen Disk-Drives die Verschlüsselung der Daten (Encryption) auf den Platten. Dadurch kann sichergestellt werden, dass selbst bei einem Verlust der Disk-Drives die Daten nicht ausgelesen werden können. Im Gegensatz zu anderen Lösungen macht Encryption auf Disk-Drive-Level Verschlüsselung ohne Leistungsverluste möglich. Es müssen keine Änderungen in Anwendungen oder der Storage-Infrastruktur vorgenommen werden. Die Verwaltung der Schlüssel wird analog zu der Tape-Verschlüsselung mit dem Softwareprodukt TKLM, früher EKM, vorgenommen (siehe auch unter Tape Encryption).

Mit der Einführung von hochkapazitiven Ein-Terabyte--SATA-Platten eigenet sich das DS8000 Plattensystem auch für den Einsatz von Data-De-Duplication-Technologien, z. B. in Verbindung mit den Diligent-Produkten (siehe unter Data-De-Duplication IBM ProtecTIER).

Weiter mit: Thin Provisioning ohne Leistungsbeeinträchtigung

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