Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 5

19.03.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Front- und Rückansicht des Entry-Plattensystems DS3000
Front- und Rückansicht des Entry-Plattensystems DS3000

Im Februar 2007 überraschte IBM den Markt mit der Ankündigung des Entry-Plattensystems DS3000. Das System wird wie die DS4000-Reihe von LSI gebaut und als IBM-Logo-Produkt vertrieben. Am Anfang war das System nur über den Vertriebskanal IBM System x beziehbar. Als die ersten Performance Benchmarks ergaben, in welche ansehnliche Leistungsklasse die Maschine skaliert, wurde das System im April 2007 in den gesamten Storage-Vertrieb der IBM integriert.

Die DS3000-Familie zeichnet sich im Allgemeinen durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus und bietet einen extrem günstigen Einstiegspreis. Es stehen drei Modelle zur Verfügung.

Die DS3200 zeichnet sich durch 6 SAS-Hostanschlüsse aus. Die DS3300 zeichnet sich durch maximal vier 1-Gbit-Ethernet iSCSI-Hostanschlüsse aus. Die DS3400 zeichnet sich durch maximal vier Fibre-Channel-Ports aus, die in den Geschwindigkeiten 4, 2 und 1 Gbps arbeiten können. Die Platten- und Backend-Technologie ist in allen drei Modellen SAS mit der Möglichkeit, auch SATA-Platten anzubinden.

Anfangs standen ausschließlich 300-Gigabyte-SAS-Platten (Serial Attached SCSI) zur Verfügung bei einer maximalen ausbaubaren Kapazität von bis zu 14,4 Terabyte. Seit Oktober 2007 können auch 750-Gigabyte-SATA-Platten integriert werden. Damit skalieren die Systeme auf eine maximale Kapazität von 35,2 Terabyte. Der Mischbetrieb von SAS-Platten und SATA-Platten wurde sichergestellt.

Allgemein zeichnen sich die Modelle durch eine geringe Bauhöhe von nur 2U aus sowie eine Skalierbarkeit von bis zu 48 Festplatten. In der Kopfeinheit können bis zu zwölf Festplatten untergebracht werden. Der Controller und damit das Gesamtsystem ist über die Erweiterungseinheiten EXP3000 (bis zu drei weiteren Einheiten) ausbaubar.

Seitens der Betriebssysteme hat die DS3000-Familie eine geringeres Portfolio an anschließbaren Betriebssystemen. Hier werden die Systeme Windows, Linux und Novell standardmäßig angeboten. Zusätzlich bietet die Maschine je nach Modell die Anschlussmöglichkeit von VMware, SVC (San Volume Controller) oder AIX.

Jedes Modell besitzt einen Ethernet-Zugang für das Management. Zusätzlich kann die Maschine auch über die Host Connectivity administriert werden. Mit 512 Megabyte RAM pro Controller steht ausreichend Speicher für das Caching zur Verfügung. Dieser Speicher kann mit weiteren 512 Megabyte pro Controller erweitert werden. Das ergibt eine maximale Cache-Größe von zwei Gigabyte pro System. Trotz „Entrysystem“ wird bei der DS3000 auf redundante Komponenten nicht verzichtet. Die DS3000 hat auch bei einer Single-Controller-Variante redundant ausgelegte Lüfter und Netzteile.

Der DS3000 Storage Manager ist analog zum DS4000 Manager ebenfalls intuitiv zu bedienen und leicht zu installieren. Der initiale Setup der Maschine erfolgt in sechs Dialog-geführten Schritten und sollte innerhalb von 45 Minuten vollzogen sein, das heißt, nach spätestens 45 Minuten sind die ersten Volumes den angeschlossenen Servern bekanntgegeben. Der DS3000 Storage Manager unterstützt die RAID-Level 0, 1, 3, 5 und 10.

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